Do. 23.07. 19:30 Engel im Haus [EIH]
Prosa, Poesie, Performance und Flügelschläge von jungen Berliner Kunstschaffenden einmal im Monat auf der
BAIZ-Bühne.
Samstag, 25.07. 21:00 Wello Rauschs Karaoke Gala
Singen, performen, tanzen, trinken & leuchten im Glanze eurer Lieblingssongs! Sieben Jahrzehnte von Glück bis Frust stehen zur Auswahl aus allen Stilen! Von euch in
Brand gesetzt auf der schicken Baiz Bühne mit perfektem Sound & herzlichem Ambiente! Keep empathy burning! Eintritt frei, Bier kalt und wer singt, der trinkt! Pfeffi für die Sänger.
Do. 30.07. 19:30 Feuerzeichen - Vor 50 Jahren verbrannte sich Oskar Brüsewitz. Karsten Krampitz hat zum Leben des
Pfarrers geforscht.
Ausgerechnet der damalige CDU-Kreisvorsitzende Alfred Lautenschläger gab der Volkspolizei zu Protokoll, sich zur Tatzeit in unmittelbarer Nähe der Michaeliskirche
aufgehalten zu haben, an jenem 18. August 1976 im provinzsächsischen Zeitz. Er habe gesehen, wie diese Person aus dem Auto gestiegen sei, bekleidet mit einem langen schwarzen Talar, und die hintere
Klappe des PKW-Kombi geöffnet habe, »und ich sah, wie er Schilder herausnahm und diese auf das Dach seines Autos befestigte«. Danach habe der Mann eine Milchkanne aus dem Wagen geholt, eine
Flüssigkeit über sich geschüttet und im nächsten Moment in Flammen gestanden. Daraufhin habe Lautenschläger umgehend im naheliegenden VP-Revier die Polizei geholt: »Mit zwei VP-Angehörigen ging ich
sofort zum Ort des Geschehens zurück, um zu helfen. Ich machte diese auf die Transparente aufmerksam und beseitigte diese mit. Meines Erachtens können nicht viele dieses Transparent gelesen haben, da
es nur kurze Zeit auf dem Auto stand und falsch zusammengestellt war.« Während ein Mensch in Flammen über den Platz lief, so scheint es, räumte ein CDU-Politiker mit der Polizei erst einmal die
Schilder weg.
Nach der Wende erinnerte sich noch ein anderer CDU-Funktionär, der seinen Namen nicht genannt haben wollte: »Er sah uns wortlos an, blickte von einem zum anderen mit seinem verbrannten Gesicht, die
gelblich pergamentfarbenen Hände in seinem Schoß.« Der zweite CDU-Mann war es auch, der Oskar Brüsewitz einen Stuhl heranschaffte, auf dem der schwerverletzte Pastor, in eine Decke gehüllt, Platz
nahm, bis sechs Minuten später der Rettungsdienst eintraf. Brüsewitz stand auf und ging zum Krankenwagen.
An etwa 80 Prozent der Körperoberfläche hatte er überwiegend Verbrennungen zweiten Grades erlitten. Ohne dass seine Angehörigen noch einmal zu ihm gelassen wurden, erlag Oskar Brüsewitz vier Tage
später, am 22. August gegen 18 Uhr, seinen Verletzungen.
War das Leben im Staatssozialismus der DDR wirklich so unerträglich, dass ein Pfarrer auf diese schreckliche Weise dem lieben Gott seine Seele hinwerfen musste?
Wie regierten die Gesellschaft, die Partei und die Kirche auf den öffentlichen Feuersuizid?
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Do. 13.08. 19:00 Durak-Stammtisch - Kartenspielen mit dem Durakkollektiv
Das Kartenspiel Durak (russ. Dummkopf) ist ein Klassiker in vielen postsowjetischen Haushalten, Schulhöfen und ostdeutschen
Durakopolen. Post-Ost kann auch einfach Spaß machen – vorausgesetzt, es war nicht alles schlecht im Kartenstapel.
Der offene Durakstammtisch bringt einmal im Monat Berliner Dumm- und Schlauköpfe mit und ohne Ost-Hintergrund zusammen. Diesmal in der Baiz und auch für Durak-Anfänger*Innen geeignet. Wer wird Durak?
Spielt mit!
Samstag 15.08. 18-21:00 Schach- und Spiele-Nachmittag
Es ist Zeit für Hirnsport! Der Schachnachmittag im Baiz (jeden dritten Samstag im Monat!!!).
Ob freies Spiel oder kompetitiv. Kommt vorbei, und spielt mit! (Schachbrett mitbringen ist erwünscht, da nur eine begrenzte Anzahl gestellt werden kann)
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Chess and Games - Time for a little brain workout!
Chesstime at BAIZ (every 3rd saturday of the month!!!). competative or open play, just come around and join us! (bringing your own board is appreciated, since we can only provide a limited amount of
boards)
Samstag, 15.08. 21:00 Wello Rauschs Karaoke Gala
Singen, performen, tanzen, trinken & leuchten im Glanze eurer Lieblingssongs! Sieben Jahrzehnte von Glück bis Frust stehen zur Auswahl aus allen Stilen! Von euch in Brand gesetzt auf der schicken
Baiz Bühne mit perfektem Sound & herzlichem Ambiente! Keep empathy burning! Eintritt frei, Bier kalt und wer singt, der trinkt! Pfeffi für die Sänger.
Donnerstag, 20.08. 19:00 Vortrag zur Militarisierung im Gesundheitsbereich und Infos zum
Rheinmetall-Entwaffnen Camp in Köln
Vortrag zur Militarisierung im Gesundheitsbereich aus marxistischer Perspektive und dazu aktuelle Infos zum Rheinmetall-Entwaffnen
Camp in Köln, zum revolutionären Barrio und der gemeinsamen Busanreise aus Berlin mit Gerrit vom "Verein der demokratischen
Ärztinnen und Ärzte*, der in einer Rettungsstelle in einem Berliner Krankenhaus arbeitet.
Freitag, 21.08. 19:00 Konzert mit Amalia Chikh
Amalia Chikh singt ihre Lieder auf Französisch und Deutsch am Klavier. Sie wurde in Paris geboren und lebt in Berlin. Ihre
Inspiration schöpft sie aus ihrem Berliner Leben als Mutter und Frau, die zu einer Generation gehört, die sowohl das analoge als auch das digitale Leben kennt. In ihrem Konzert greift sie das Thema
der Grenzen zwischen Menschen, Stadtvierteln und Kulturen auf und betont, wie wichtig es heute ist, unsere Demokratie zu schützen, damit wir trotz unserer Unterschiede
friedlich zusammenleben können.
Do. 27.08. 19:30 [wahrscheinlich] Engel im Haus [EIH]
Prosa, Poesie, Performance und Flügelschläge von jungen Berliner Kunstschaffenden einmal im Monat auf der BAIZ-Bühne.
Freitag, 28.08. 19:00 Konzert Mo und Kapelle
In der Country-Musik des Schweizer Autors („Risikoappetit") und Filmemachers („1/2 Miete") Marc Ottiker entsteht eine eigentümliche
innere Heimat zwischen alpenländischer Folklore und Breitwand-Western. Es ist zeitlose Musik, die der Vergänglichkeit und den flüchtigen Momenten des Glücks nachspürt – sowohl in Mundart als auch in
Hochdeutsch. Mit seinem Bandprojekt „Mo & Kapelle" hat er bereits drei Alben veröffentlicht. Begleitet wird er vom Gitarristen und Fotografen Uwe F. Ahrens, der, wie Ottiker, ebenfalls seit
Jahrzehnten in Berlin lebt.
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im Oktober: Vorstellung Poesiealbum No. 402 Andreas
Koziol
Andreas Koziol gehörte im Ostberlin der 80er Jahre zu einem „geschlossenen Lyrikzirkel von formvollendeten Systemsprengern“
(Henryk Gericke). Seine Untergrundzeitschriften „Ariadnefabrik“ und „Verwendung“ sind legendär. Koziol bewegte sich zeitlebens an jenem Rand, der sich nachträglich als geheimes Zentrum erwies. Mit
seiner Virtuosität wirkt er wie ein Dichter des Barock, den es in die Gegenwart verschlagen hat; diese fremd anmutende Meisterschaft erweist sich heute als zeitlos. Koziols Gedichte verfugen
reimgebunden Liebesnähe und Sternenferne, Zeitgeschichtliches und aus der Zeit Gefallenes, Naturphänomene und Phänomenologien der Großstadt, Kindheitsahnen und Todesnahen zu singulären Kunststücken.
Die Grundierung: Melancholie. Die Firnis: Ironie. Ein Geschick dahinter, das staunen macht, ein Geschenk für die deutsche Poesie zumal.
Es lesen und berichten der Herausgeber Dr. Peter Geist und Henryk Gericke sowie der Verleger Klaus-Peter Anders; Musik:
Lothar Fiedler, Gitarre.