Veranstaltungen im BAIZ

 

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Sonntag, 02.06. 16:00-19:00  Soli-Nähservice und Messerschleifen
Wir reparieren eure kaputten Klamotten für Soli (Kein Leder!)! - Schleiferei. Klingen aller Art: Küchen-, Outdoor-, Brotmesser (Wellenschliff) und Scheren.

Mittwoch, 05.06. 19:00 Wir übernehmen! Produktion kollektiv organisieren.
Wir wollen Fragen kollektiv organisierter Arbeit und der Koordination selbstverwalteter Betriebe andiskutieren. Aktuelle Beiträge dazu aus Rojava. Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] (www.antifa-nordost.org), Referent*innen: Café Rojava (www.twitter.com/caferojava)

Mi. 12. Juni 19:00 A-laden: ABGEFEIERT? - Was bleibt nach 100 Jahren Revolution noch übrig.
 Am 7. November 2018 begann eine Revolution in ... Bayern. Zwei Tage vor Berlin etablierte sich die erste Republik auf deutschem Boden, mit einem jüdischstämmigen Ministerpräsidenten - Kurt Eisner aus Berlin, der bejubelt den Bairischen Freistaat ausrief. Die Bayernrevo war friedlich wie die DDR-Revo 70 Jahre später. Erst SPD-Putschisten sorgten nach vielen friedlichen Wochen für Blutvergießen, analog zu Berlin, wo schon eher "Spartakisten" gemetzelt wurden. Dann schickten Friedrich Ebert & Co. reaktionäre Kriegstuppen auf München, die dort ab 1. Mai 1919 ein entsetzliches Massaker anrichteten - nicht vergleichbar mit den "Geplänkeln" in Berlin. Damit nicht genug, wurden die neugebildeten Freikorps überall dort eingesetzt, wo Räterepubliken aufflackerten. Diese Freikorps stellten später den Kern der NSDAP und führten teils schon Hakenkreuz und Totenkopf am Helm. Fast unvermeidlich führte die MSPD-Politik zum Kapp-Lüttwitz-Putsch, der 1920 im Generalstreik noch einmal von den vereinten sozialistischen und bürgerlichliberalen Kräften zurückgeworfen wurde. Das letzte Gefecht fand exterritorial statt, als 5-10.000 Deutsche 1936-39 in Spanien gegen den vereinten Faschismus kämpften - und von Stalin und den Demokratien in den Rücken gefallen unterlagen. Hitler-Stalin-Pakt, Einmarsch in Polen, Exterminierung der Linken, ethnisch-soziale Mordorgie.
Welche Schlüsse ziehen wir aus den gescheiterten Revolutionen? Alles 2. Juni, oder was? Arbeiter an die Gewehre?

Mittwoch, 19.06. 19:30 MDR X (35) „Lämmer in gelben Westen“

Videovortrag mit Prof. Rainer Mausfeld
Nachdem wir uns in einem Vortrag des Kieler Psychologen Rainer Mausfeld ( Buch „Das Schweigen der Lämmer“) mit den Techniken zur freiwilligen Unterwerfung unter den Herrschaftswillen der Machteliten und seine Darstellung der Entwicklung der bürgerlichen repräsentativen Demokratie zu einer neoliberalen Elitendemokratie diskutiert haben wollen wir uns in einem weiteren Videobeitrag anschauen (und danach diskutieren) in dem Mausfeld die entstehenden Bewegungen wie die „Gelben Westen“ analysiert und zum aktuellen Zustand der „Parteiendemokratie“ , Migration und Nationalstaat Stellung nimmt. Brillante Darstellung der aktuellen Mechanismen des Neoliberalismus mit historischen und politischen Beispielen untermauert.

Dienstag, 25.06. 18:30 Künstler*innenbühne Schaunwama
Schaunwama ist eine KünstlerInnenbühne, die alle 2 Monate in der Baiz stattfindet. Wir bringen viele Künste und kreative Menschen zusammen: Live Painting, Musik, Poetry Slam, Schauspiel...diese werden mit charmanter Moderation und professioneller Tontechnik umrahmt und der Baiz-Tresen versorgt wie immer mit Bier und Co. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über einen "Austritt", der zu 100% von uns weitergegeben wird. Das eingenommene Geld bekommt, wie letztes Mal, die Organisation "International Women Space Berlin", die sich für die Rechte geflüchteter und von Diskriminierung bedrohter internationaler Frauen in Berlin einsetzt. Anmeldungen für KünstlerInnen unter: mail.schaunwama@gmx.de
Ladet gern FreundInnen, Familie oder Lover ein und sprecht über uns. Wir wollen uns Werbung nicht leisten, damit wir möglichst viel Geld für die Organisation sammeln können. Wir freuen uns auf Euch!

 

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Dienstag, 02.07. ab 19:00 Spieleabend »Agitation und Propaganda«

Mit einem Spieleabend möchte die Gruppe ['cosmonautilus] ihr linkes Gesellschaftsspiel „Agitation und Propaganda“ vorstellen, welches sie entwickelt und nun veröffentlicht hat. Es ist ein Kartenspiel, das sich mit der Geschichte und Gegenwart linker Gruppen und Bewegungen in Deutschland sowie ihren Umbrüchen und Konfliken beschäftigt. Dabei werden die Gruppen und Akteur*innen augenzwinkernd genug charakterisiert, um ausreichend Potential für Anfeindungen, Besserwisserei und natürlich Spaltungen zu geben.

Ziel des Spiels ist es, ein Netzwerk linker Gruppen aufzubauen und mit diesen die gesellschaftlichen Herausforderungen im Laufe der gnadenlos fortschreitenden Geschichte zu bewältigen. Die Spieler*innen sammeln Revolutionspunkte, um sich am Ende an die Spitze der Revolution zu stellen und das Spiel für sich zu entscheiden. Klar, dass dabei alle gegeneinander und nur selten miteinander agi(ti)eren.

Während des Spieleabends wird das Spiel kurz vorgestellt und kann anschließend direkt angespielt werden. Ihr könnt es übrigens auch selbst herunterladen, ausdrucken und spielen unter https://agitationundpropaganda.noblogs.org/.

 

Donnerstag, 04.07. 20:00 Out in Ost-Berlin - Lesben und Schwule in der DDR

Doku, BRD 2013, 93 min, Jochen Hick & Andreas Strohfelds;

Seit dem Jahr 1968 stand In der DDR Homosexualität nicht länger unter Strafe. Doch das bedeutete nicht, dass Schwule und Lesben nun mit offenen Armen empfangen wurden. Ähnlich wie in der BRD zu jener Zeit, bildete auch in der DDR die Kleinfamilie den gesellschaftlichen Kern. Aus diesem Grund waren Homosexuelle eine vermeintliche Randerscheinung und wurden kaum als Gruppe wahrgenommen oder gar akzeptiert. Zunächst blieben ostdeutsche Homosexuelle verstärkt im Verborgenen und unter sich, doch in den 70er Jahren traten Schwule und Lesben auch in der DDR stärker ans Licht der Öffentlichkeit. »Out in Ost-Berlin« zeichnet die individuellen Leben homosexueller im Osten nach. Insgesamt 13 Männer* und Frauen* kommen zu Wort, um von ihren Erfahrungen in dieser Zeit zu berichten. Sie erzählen von Bespitzelung, homosexueller Emanzipation, einer Organisation unter dem Dach der evangelischen Kirche, Angst und Schuldgefühlen sowie dem Versuch, ein normales Leben zu führen. Mit Diskussion und Zeitzeug*innen im Anschluss...

Veranstaltung findet im Rahmen der Filmreihe "Remember Stonewall - Start a riot" statt.

 

Freitag, 05.07. 20:00 Drecksack-Release

Der neue DreckSack ist da! Die Release-Lesung findet diesmal mit den folgenden Autoren statt:

Matthias Hering

Lutz Heyler

M. Kruppe

Gerd Schönfeld

und Florian Günther

Der Eintritt ist frei. Wer will (und kann) wirft was in den Hut.

 

Freitag, 05.07. 20:11 Offener Stammtisch: Anarchokommunistischer Freitag
If I can't *drink*, It's not my revolution - The monthly anarcho-communist reunion (jeden 1.Freitag)

 

Dienstag, 09.07 19:00 Anwohner_innen gegen Kohle: Widerstand in Polen und Deutschland
Polen ist nach Deutschland das zweitgrößte Förderland von Kohle in der EU. Anwohner*innen kämpfen in Polen und in Deutschland gegen den Braunkohleabbau und seine negativen Auswirkungen: Braunkohle ist nicht nur eine besonders schädliche Energiequelle, ihr Abbau hat auch weitere negative Folgen. Ganze Dörfer werden umgesiedelt, der Wasserspiegel in betroffenen Regionen muss abgesenkt werden, die Braunkohlekraftwerke stoßen verschiedene Schadstoffe aus, die zum Teil in die Umgebung gelangen. Dazu gehören diverse Schwermetalle, Quecksilber sowie Feinstaub. In Polen regt sich Widerstand, obwohl Kohle als patriotische Ressource gilt und schon leise Kritik als staatsgefährdend empfunden wird. Erneuerbaren Energien wird unterstellt, eine deutsche Verschwörung zu sein. Auch in der Lausitz sind die jeweiligen Länderregierungen für die Kohle – und Rechte auf dem Vormarsch. Wie sieht der lokale Widerstand gegen Kohle in diesen Situationen aus?

Der polnische Aktivist Jozef Drzasgowski von dem Verein Eko Przyjezierze, der seit Langem im lokalen Anti-Kohle-Widerstand in Polen aktiv ist, und eine deutsche Aktivistin aus der Lausitz werden über ihre Erfahrungen berichten. Die Veranstaltung wird organisiert von Ende Gelände Berlin.

 

Mittwoch 10.07. 19:00 A-Laden Experience: NICARAGUA LIBRE ? Was blieb von der Revolution 1978-79?

Der Referent teilte 1987 durchaus die Hoffnung auf Freiheit in Nicaragua und ging als Brigadist für Aufbauhilfe dort hin, wie viele Andere aus der linken und linksalternativen Szene D-Lands und international. Die acht Commandantes hatten jedoch schon damals ihre Posten in den Villen der ehemaligen Somoza-Diktatur aufgeschlagen. Ein allmählicher Demokratieverfall setzte ein. Der jetzige Präsident Ortega gewann mit seinen Mannen an der Spitze immer mehr Einfluss und bezog sogar die Konservativen in das "Machtspiel" ein. Zur kompletten Übergabe gab es 1990 eine grandiose " Piñata" (trad. Süßigkeitenbox, meist in Tiergestalt). Auch die Gewerkschaftsführer machten mit bei der großen neoliberalen Privatisierung. Schließlich führte das 2018 zum demokratischen Massenaufstand gegen den Ortega-Clan und seine Clique in der FSLN-Führung. Wie konnte die schwer erkämpfte Revolution so vor die Hunde gehen? Hektoliter an "Sandino-Dröhnung" (Soli-Kaffee) umsonst gebechert? Hätte es Alternativen gegeben und gibt es sie noch? Wir hoffen auf eine spannende Diskussion!

 

Samstag, 13.07. ab 20:00 Wello Rauschs Karaoke Gala #6

Singen, performen, tanzen, trinken & leuchten im Glanze eurer Lieblingssongs! Sieben Jahrzehnte von Glück bis Frust stehen zur Auswahl aus allen Stilen! Von euch in Brand gesetzt auf der schicken Baiz Bühne mit perfektem Sound & herzlichem Ambiente! Keep empathy burning
Eintritt frei, Bier kalt und wer singt, der trinkt! Pfeffi für die Sänger.

 

Sonnabend, 27.07. 20:00 Theater: Tallercito spielt Viermal Juli // Cuatro veces Julio

Ein Bär läuft unermüdlich durch die Rohrleitungen eines alten Hauses, ein Schriftsteller sieht im Spiegel, wie seine neun Köpfe ihn blöd angrinsen, ein Wort im Brief macht sich selbständig und durchkreuzt die Stadt auf der Suche nach dem Verfasser, ein Gelehrter trägt eine Anweisung zum Treppensteigen vor.

Die surrealen Erzählungen des Argentiniers Julio Cortázar - geboren 1914 in Brüssel - stellen die konventionellen Gedankenprozesse sehr in Frage. Es wackelt der Mainstream, eine Windböe öffnet ein Fenster, frische Luft droht, in den Kopf herein zu kommen.

Theateraufführung auf Spanisch mit deutscher Übertitelung

Mit Judith Zabel, Felipe Orobón, Manuel Collado

www.tallercito.de

 

Vom 23.06. bis  08.09. immer sonntags 20:00

Sommerresidenz: Reformbühne Heim und Welt
Die Lesebühne mit Ahne, Jakob Hein, Falko Hennig, Roman Israel,

Heiko Werning, Jürgen Witte und Gästen, nämlich:
23.06. Michael Bittner
30.06. Ulrike Helms, ichbinsoso
07.07. Christian Schmitz, Maik Martschinkowsky, Extreme Sofasitzing Terror
14.07. Udo Tiffert, Doc Schoko
21.07. Robert Rescue, Uli Hannemann, Rosa Hoelger
28.07. Acapulco Radio
04.08. Sarah Bosetti, Flowers for Merlin
11.08. Martin Hyun, Toni Mahoni
18.08. Tilman Birr, Ukulelenprediger
25.08. Lukas Meister
01.09. Ruth Herzberg, Andreas Max Martin
08.09. Insa Kohler, Die Skalitzer 

BAIZ-Wort-Rätsel September 2017 zum Download
kwr1709lay.pdf
PDF-Dokument [1.7 MB]

+ + + immer montags von 18:30-19:30 Uhr + + + 

Offene Mieterberatung von Rechtsanwalt Henrik Solf mit Unterstützunge der Bezirksgruppe Prenzlauer Berg der Berliner Mietergemeinschaft

BAIZ

Kultur- und Schankwirtschaft

Schönhauser Allee 26A

10435 Berlin

 

Physisch:

täglich ab 16:00 bis

Barmensch am Ende

 

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