Veranstaltungen im BAIZ

 

Dienstag, 12.02. 20:00 Zeitschrift telegraph präsentiert:
Zur Geschichte der Mieter_innenkämpfe in Berlin - und was wir daraus lernen können

Eine Buch-Vorstellung mit Autor_innen und dem Herausgeber des kürzlich im Bertz + Fischer Verlag erschienenen Buchs "Mieterkämpfe - Vom Kaiserreich bis heute“.
Wohnungsnot, explodierende Mieten und die Verdrängung von MieterInnen sind brennende Themen unserer Zeit – genauso wie der andauernde Protest dagegen. Doch dass MieterInnen auf die Straße gehen und Widerstand gegen Hauseigentümer, Investoren und eine unsoziale Wohnungspolitik leisten, ist nicht neu. Zahlreiche der meist vergessenen Kämpfe stellen uns die AutorInnen des Buches vor: Neben den legendären Blumenstraßenkrawallen 1872 und den Mietstreiks der Weimarer Republik wird der Widerstand gegen die Sanierungspolitik West-Berlins und die Aufhebung der Mietpreisbindung thematisiert. Geschildert werden auch die Kämpfe migrantischer MieterInnen und der BewohnerInnen von Großsiedlungen um menschenwürdige Wohnverhältnisse. Vom sogenannten Schwarzwohnen in der DDR, den Hausbesetzungen der 1980er und 90er Jahre und den Wir-bleiben-Alle-Kampagnen der Wendezeit wird der Bogen geschlagen bis in die Gegenwart. Das Buch nimmt eine historische Spur auf, die Berlin bis heute prägt. Es erläutert Zusammenhänge und stellt Gegenwartsbezüge her: Was waren die konkreten Anlässe und Hintergründe? Wer die Akteure und was ihre Motive? Und was lässt sich aus den Kämpfen vergangener Jahrzehnte lernen?

Mittwoch, 13.02. 19:00 A-Laden-experience: Herrschaftsfrei leben - statt populistisch labern
Was zeichnet den Rechtspopulismus aus? Inzwischen werden auch hier in Berlin und anderswo Leute wach, wie bspw. "Unteilbar". So wie zur Zeit in Frankreich. Wie ist die sozialpsychologische Mentalität der Menschen, die hier in D-Land bspw. - die AfD wählen?
Die Linke allgemein steht vor einer der großen Herausforderungen - entweder im Mainstream der GRÜNEN mitschwimmen, oder die Reichen besteuern wie die Linke es möchte. Sie teilt das Schicksal "des Kaninchens vor der Schlange". "Asylantenflut", "Flüchtlingskrise" und (nicht nur) im Osten der Republik "abgehängt". Als Kompensation der Nationalismus und das völkische Denksurrogat als "Ersatzreligion", die schon einmal kein "Tausendjähriges Reich" brachte. Das sei "Angst vor der Freiheit", schrieb 1892 der italienische Anarchist Errico Malatesta, wissenschaftlich später bestätigt von Erich Fromm. Bakunin stand für "Empörung" und Emma Goldman beschrieb "das Gift des Denkens". Beider Ziel war die Überwindung jeglicher Herrschaft und damit auch die des Kapitalismus. Zwei gestandene Anarchisten, Michael Wilk und Wolfgang Haug haben die Analyse der neuen Malaise in Buchform gebracht: Herrschaftsfrei statt populistisch. Wir stellen das Buch vor und möchten mit Euch die darin enthaltenen Ideen diskutieren.

Samstag, 16.02. 20:00 Kneipenquiz: Straße der Besten
Straße der Besten ist eine Quizshow für Ratekollektive von 2-5 Leuten. Es gibt wie immer keine Teilnahmegebühr, dem zweiten und letzten Team winkt jeweils Perlwein, den Gewinnern dafür jede Menge Ruhm. Wir suchen immer potentielle Quiz-Veranstalter_innen - Ihr könnt Euch gerne unter mts[ät]baiz.info melden. Das Beste: Für die Spielleiter_innen sind die Getränke natürlich frei...

Mittwoch, 20.02. 19:30 Marxistische Debattierrunde [MDR]: Videovortrag Prof. Mausfeld
„Die Angst der Machteliten vor dem Volk“

„Herrschaft ist der Zwang eines fremden Willens, den wir aufgrund unserer Lage dauerhaft akzeptieren...Die Unterwerfung fremden Willens ist Voraussetzung des Herrschaftsverhältnisses.“ schrieb Marx im vorletzten Jahrhundert und analysierte deren politökonomischen Grundlagen. Die Techniken zur freiwilligen Unterwerfung unter den Herrschaftswillen variieren seit dieser Zeit. Der Kieler Psychologe Prof. Dr. Rainer Mausfeld hat sich in einem vielbeachteten Vortrag mit diesen Techniken auseinandergesetzt und beschreibt wie der Gegensatz von ‚Volk‘ und ‚Elite‘ als Fundament der gegenwärtigen Vorstellungen von ‚Demokratie‘ durch Soft Power-Techniken gemanagt wird. Für die Oberversteher natürlich Verschwörungstheorie(n). Wir schauen uns diesen Vortrag als Video an und wollen uns danach darüber austauschen, wie viel Verschwörung dran ist.

Donnerstag, 21.02. 19:00 Aufstehen!-Stammtisch

 

Sonntag, 24.02. 20:30 Zum 5jährigen Menschenkettenjubiläum: Baiz bleibt woanders
BRD 2014 | 60 min. | R: Jochen Wisotzki mit: Der singende Tresen, Lena Stöhrfaktor, Piet Botha (ZA), Wundabunta Straszenpunk, Atze Wellblech, Miasz (PL), Simone Barrientos & Tobias Thiele, YOK ;
Als der Kultur- und Schankwirtschaft  “BAIZ” in Prenzlauer Berg von neuen Eigentümern der Pachtvertrag nicht verlängert wird, wachsen Unterstützung und Protest auf der kleinen Bühne des Lokals und in den Straßen ringsum. Im Verlauf der Ereignisse wird der Film zu einer bewegenden Erzählung  über die “Kraft der Solidarität”. Mit einer kilometerlangen Menschenkette ziehen sie um in den neuen Laden, den sie gemeinsam gekauft haben.
Die damals für unseren Rausschmiss verantwortlichen "Zeloten" sind übrigens nach temporärem Abhängen hinter "Schwedischen Gardinen" immer noch in Berlin aktiv: Gerade versuchen sie sich an der Verdrängung der "Meuterei". Darauf, dass ihnen das nicht gelingt, einen "Keine-Beute-mit-der-Meute-Solischnaps", mit dem wir heute, 5 Jahre später, gerne mit Euch auf unsere Erfolgsgeschichte anstoßen - solidarisch mit den zahlreichen anderen bedrohten Projekten.


Dienstag, 26.02. 18:30 Künstler*innenbühne Schaunwama
Schaunwama ist eine KünstlerInnenbühne, die alle 2 Monate in der Baiz stattfindet. Wir bringen viele Künste und kreative Menschen zusammen: Live Painting, Musik, Poetry Slam, Schauspiel...diese werden mit charmanter Moderation und professioneller Tontechnik umrahmt und der Baiz-Tresen versorgt wie immer mit Bier und Co. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über einen "Austritt", der zu 100% von uns weitergegeben wird. Das eingenommene Geld bekommt, wie letztes Mal, die Organisation "International Women Space Berlin", die sich für die Rechte geflüchteter und von Diskriminierung bedrohter internationaler Frauen in Berlin einsetzt. Anmeldungen für KünstlerInnen unter: mail.schaunwama@gmx.de
Ladet gern FreundInnen, Familie oder Lover ein und sprecht über uns. Wir wollen uns Werbung nicht leisten, damit wir möglichst viel Geld für die Organisation sammeln können. Wir freuen uns auf Euch!

Mittwoch, 27.02. 19:00 Externalisierung der EU-Grenzen in Afrika - Was hat das mit uns zu tun?
Seit drei Jahren verschärft die EU ihre Anti-Migrationspolitik in Afrika. Flüchtlinge sollen nicht nur im Mittelmeer aufgehalten werden, sie sollen schon in Afrika selbst gestoppt werden. Die Grenzen der EU verlaufen heute durch die Sahara. Mit Milliarden Euro und Erpressung werden afrikanische Länder auf Linie gebracht. Profiteure sind die europäischen Rüstungskonzerne, die die Technologie zur Grenzsicherung vorantreiben.
Wir wollen der Frage nachgehen, was das für die Betroffenen selbst heißt und wie wir von Berlin aus intervenieren können.
Gezeigt werden Ausschnitte aus den Videos »Grenzen dicht! Europas Schutzwall in Afrika« und »Türsteher Europas: Wie Afrika Flüchtlinge stoppen soll«.
INITIATIVE GEGEN DAS EU-GRENZREGIME: wirsindwuetend.blogsport.eu
ini-gegen-grenzregime(at)riseup(dot)net
 

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Sonntag, 03.03. 16:00-19:00  Soli-Nähservice und Messerschleifen

Wir reparieren eure kaputten Klamotten für Soli (Kein Leder!)! - Schleiferei. Klingen aller Art: Küchen-, Outdoor-, Brotmesser (Wellenschliff) und Scheren. 

 

Do. 07.03. 20:00 Feministischer Abend: Riot Grrrl. Als die Mädchen die Macht übernahmen

Die Linksjugend [´solid ] Fhain lädt zu einem feministischen Abend ein. Um uns schonmal für den Frauen*kampftag vorzuwärmen wollen wir uns gemeinsam mit euch den Film „Riot Grrrl“ anschauen. In der französische Dokumentation geht es um die Riot Grrrl-Bewegung in den USA der 90er Jahre: Punk war damals das Instrument junger Frauen, sich für feministische Themen und eine andere Welt einzusetzen. Die Aktivistinnen kämpften selbstbewusst gegen die männliche Vorherrschaft in Musikbuissness und Gesellschaft. Im Anschluss an den Film wird es eine Diskussion geben. Wir freuen uns auf euch!

 

Mittwoch 08.03. 20:00 Andrea Hüber -  Rhone singt Claire Waldoff und olle Kamellen

Eine Hommage an Claire Waldoff, der Berliner Volkssängerin, wie sie sich selbst

bezeichnete. Andrea Hüber-Rhone, ehemals Sängerin bei der Punkband „Keine Ahnung“ singt diese

Lieder gerne. Sie nennt sie auch scherzhaft  „20er-Jahre-Punk“. In diesem Programm werden bekannte und weniger bekannte Stücke hauptsächlich von Claire Waldoff, aber auch einige andere Lieder aus dieser Zeit gesungen. Anton Wunderlich, ein wunderbarer Pianist begleitet mit viel Gefühl. Er spielt in diversen Jazz- und Swingbands unter anderem auch Posaune und Gitarre. Ein Abend mit altberliner Liedern, die in ihren Texten bis heute nicht an Aktualität verloren haben. 

 

Samstag, 09.03. ab 20:00 Wello Rausch's Karaoke Gala #2

Singen, performen, tanzen, trinken & leuchten im Glanze eurer Lieblingssongs! Sieben Jahrzehnte von Glück bis Frust stehen zur Auswahl aus allen Stilen! Von euch in Brand gesetzt auf der schicken Baiz Bühne mit perfekten Sound & herzlichem Ambiente! keep empathy burning

 

Dienstag, 12.03. 19:00 Deutsche DVD-Premiere: 311 – Katastrophe in Japan

Japan 2011, 92min.,  R.: Yoju Matsubayashi, Tatsuya Mori (A, Fake), Takeharu Watai (Peace on the Tigris), Takuji Yasuoka;

Zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben und dem darauf folgenden Tsunami vom 11. März 2011 in Japan: Vier Filmemacher fahren, begleitet vom kontinuierlichen Piepton ihrer Dosimeter, in Richtung des Kernkraftwerks Fukushima. Sie passieren die Sicherheitskontrollen der Polizei, müssen aber wegen der immensen Strahlenbelastung ebenfalls Schutzanzüge anlegen.

Fukushima ist zerstört, endlose Schuttberge säumen den Weg, beim Besuch in einem Krankenhaus wird dann auch die humanitäre Tragödie sichtbar - die Mediziner*innen stehen immer wieder vor schwierigsten Entscheidungen, um so viele Menschen wie möglich retten zu können. Draußen suchen Mütter in den Trümmern nach den Körpern ihrer verlorenen Kinder. Spätestens hier wird die Trauer aber auch der Groll der Überlebenden sichtbar. Die Kriminalität nimmt zu und die Akzeptanz für die Dreharbeiten des Teams ab. Währenddessen wird in den Nachrichten vermeldet, dass das Strahlungslevel kein besonders großes Problem für die menschliche Gesundheit darstelle...

 

Mittwoch, 13.03. 19:00 A-Laden experience: B.T.50 - VIVA EL MUERTO !

Wäre es nach der marodierenden Soldateska 1919 gegangen, wäre er seit 100 Jahren mausetot. B.TRAVEN starb aber gemeinerweise erst vor 50 Jahren, am 26. März 1969 in Mexico City.

Der weltberühmte wie mysteriöse Autor des TOTENSCHIFFs und von Buch und Film DER SCHATZ DER SIERRA MADRE sowie vieler weiterer Storys war nämlich ein entronnener prominenter Münchener Räterevolutionär namens RET MARUT - Volksbeauftragter für das Pressewesen und Macher der rotzfrechen anarchistischen Zeitschrift DER ZIEGELBRENNER.

Der Mexicanischen Revolution von 1910 bis 1920 setzte BT ein einmaliges literarisches Denkmal mit seinem CAOBA-Zyklus. Diese vorbolschewistische soziale Revolution war wesentlich die der sog. Indios und sozialistisch-emanzipativ auf ihre Weise. EMILIANO ZAPATA und PANCHO VILLA waren ihre bekanntesten Helden und ihr Kampfruf hieß: „Tierra y Libertad!“ - Land und Freiheit! Heute kämpfen Zapatistas, Magonistas und viele andere in Mexico für die andere mögliche Welt, die in Travens Büchern schon aufscheint. R@lf G. Landmesser (IBTG) stellt das sehr lebendige Werk BTs vor. Danach FiestA spontana.

 

Donnerstag, 14.03. 20:00 Die "Don Chaos de la Nada" Filmnacht

Don Chaos 1992- Directors Cut 2012, 27 Min., R: Mike Spike Froidl ,

Im Jahr der Olympiade und Weltausstellung 1992 zieht Mike Spike Froidl in Ritterrüstung und mit Lanze durch Spanien: als modener Don Quixote genannt Don Chaos de la Nada  - Abenteuer garantiert! Mit einer bodygepainteten New Yorker Dulcinea. Eine verwegene anarchistische  Reisedokumentation um den Ritter mit der traurigen Gestalt. 

Germania 2.0, D  2010, 25 Min. von Marianne Kapfer und Mike Spike Froidl

Kurz vor der Wende: Ein junges Mädchen, Dulcinea, wird zum Spielball der erotischen Obsessionen des Stasi-Obersts Freud. Nach einem Volksaufstand und einer kriegerischen Auseinandersetzung wird Mitteleuropa dem Erdboden gleich gemacht. Als einzig Überlebender wird der Stasi-Oberst mit seiner Vergangenheit konfrontiert und mutiert auf der Suche nach Dulcinea durch die apokalyptischen Landschaften zum modernen Don Quixote.

 

Samstag, 16.03. Sa. 20:00 Konzert: SHEEF (Punk akustisch)

Seit nunmehr 20 Jahren stehen wir in Originalbesetzung (Lipp - Bass.Voc, Torsten - Git.Voc, Oli - Drums und Raina Git.Voc) auf der Bühne und spielen deutschsprachigen Punkrock mit nachdenklichen Texten. Für die Clubs in denen wir nicht laut sein dürfen, haben wir ein Akustikset

zusammengestellt. Das ist in der Baiz der Fall und wir hoffen euch damit zu erfreuen.

Bis dahin und liebe Grüße die SHEEF"s https://sheef.de Eintrittsspende 5,-

 

Mittwoch, 20.03. 19:30 Marxistische Debattierrunde VII. [32] „Trump und der Staatsstreich der Konzerne“ Dokumentarfilm von Fred Peabody (89 min) und anschl. Diskussion

„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen" schrieb der milliardenschwere „Großinvestor“ Warren Buffet 2006 in der NYT. Mit Donald Trump hat mittlerweile seine Klasse in den USA direkt den Staatsapparat übernommen. Trump ist nicht das Problem, sondern das Symptom einer bankrotten US-Demokratie, die von den Großkonzernen ausgehöhlt wird. Als „Staatsstreich in Zeitlupe“ hat der kanadische Essayist Ralston Saul diesen politischen Einfluss der Konzerne bezeichnet. Die Dokumentation zeigt dies beispielhaft an der Entwicklung des „Rust Belt“ im Mittleren Westen der USA, wo die Stahlindustrie einst florierte und nunmehr die Hoffnungslosigkeit regiert. Nicht nur dort setzen viele Wähler, die ihr gesamtes Vertrauen in die demokratischen Institutionen verloren haben, auf den Immobilienmilliardär Trump. Ein Heilsbringer? Der Dokumentarfilm deckt schonungslos die grotesken Auswüchse des Neoliberalismus auf und zeigt eindrücklich, wer die wahren Lenker des Staates sind. 

 

Donnerstag, 21.03. 19:00 Aufstehen-Stammtisch

 

Samstag, 23.03. 20:00 Kneipenquiz: Straße der Besten

Straße der Besten ist eine Quizshow für Ratekollektive von 2-5 Leuten. Es gibt wie immer keine Teilnahmegebühr, dem zweiten und letzten Team winkt jeweils Perlwein, den Gewinnern dafür jede Menge Ruhm. Wir suchen immer potentielle Quiz-Veranstalter_innen - Ihr könnt Euch gerne unter mts[ät]baiz.info melden. Das Beste: Für die Spielleiter_innen sind die Getränke natürlich frei...

 

Montag, 25. März 19:30 Bibliothek der Freien: Vortrag mit anschließender Diskussion

Lou Marin: Pazifismus oder gewaltfreier Anarchismus?

Pazifismus und gewaltfreier Anarchismus werden in der „Linken“ oftmals und fälschlicherweise als synonym verstanden. Manchmal wird der gewaltfreie Anarchismus auch gar nicht als solcher benannt, sondern es wird der Pazifismus (angeblich immer gegen Gewalt: falsch!) dem Anarchismus (angeblich immer für Gegengewalt: falsch!) gegenübergesetzt.

Doch im deutschsprachigen Raum existiert durch die lange Tradition und Praxis der Graswurzelrevolution (seit 1972) und ihr nahe stehender Aktionskampagnen (von Bauplatzbesetzungen in der Anti-AKW-Bewegung über antimilitaristische Manöverstörungen in den 80er-Jahren, über Blockaden der Castor-Transporte bis zu den jüngsten Kampagnen zivilen Ungehorsams der Klimabewegung) der gewaltfreie Anarchismus als eine – von vielen – Strömungen des Anarchismus. International ist diese Strömung in der antimilitaristischen Internationale der „War Resisters’ International“ (seit 1921) organisiert.

Der Pazifismus dagegen, als bürgerlicher und sozialdemokratischer Pazifismus, hat eine andere Geschichte. Sie ist zwar auch mit individueller Kriegsdienstverweigerung, aber vorwiegend mit parlamentarischen Friedenskonferenzen, internationalen Schiedsgerichten, der historischen Forderung nach einem Volksheer anstatt einem stehenden Heer, Appellen an die und Verhandlungen unter den Regierenden verknüpft. Der Pazifismus ist befriedend, der gewaltfreie Anarchismus revolutionär und befreiend.

Im Vortrag wird besonders auf die Darstellung der Unterschiede Wert gelegt, um die verbreitete Ineinssetzung von Pazifismus und gewaltfreiem Anarchismus zurückzuweisen.

 

Mittwoch, 27.03. 19:00 Beleuchtung und Widerstand: Warum Frauen* 2019 streikten... 

Seit 100 Jahren dürfen Frauen wählen, seit 1949 ist ihre Gleichheit im Grundgesetz verankert,13 Jahre lang wird Deutschland von einer Frau regiert. Doch auch im Jahre 2019 kann von Geschlechtergerechtigkeit nicht die Rede sein. Deshalb rief eine breites Netzwerk am 8. März 2019 zum bundesweiten Frauen*streik auf. Die Botschaft: Gesetze können uns formell gleichberechtigen, doch echte Gleichstellung muss erstritten werden.

Nicht nur im März... Frauentag, Frauenstreik Grund zur Freude? Ja, aber das heißt nicht zur Tagesordnung überzugehen...

Ein Rück- & Ausblick auf feministische Aktionen all over the World.

Wie ist es gelaufen im März 2019 mit unseren Aktionen und dem Frauenstreik?

Welche Impulse können im alltäglichen Gehassel jenseits des großen, medialen Events zum Einsatz kommen damit echte Gleichstellung Teil der Wirklichkeit wird.. 

Filmausschnitte und kurze Texte helfen den Einstieg zu finden um dann einfach zusammen darüber zu reflektieren. Teilnehmeri*nnen auf dem Podium standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest. 

 

Donnerstag, 28.03. 20:0 Ab in den Osten - Lesung mit Iron Henning & Mikis Wesensbitter

Iron Henning und Mikis Wesensbitter laden die Gäste ein, mit ihnen auf (Zeit-)Reisen zu gehen, auf einen unterhaltsamen Trip in den Osten.

Iron Henning nimmt die Zuhörer mit einem Aeroflot-Flug in ehemalige Sowjet-Republiken mit. Ob über Zentralasien oder den Kaukasus, Missverständnisse und Schwierigkeiten verleihen seinen Schilderungen eine schelmische Komik. Ist er wieder zurückgekehrt, spürt er dem Absurden im heimischen Alltag nach.

Mikis Wesensbitter versetzt die Gäste zurück ins Ostberlin der 80er Jahre. In eine bizarre Welt, in der im Kindergarten Soldaten der Volksarmee gemalt werden mussten, in der man mit Eingabebriefen gegen die schlechte Qualität des Berliner Pilsner protestierte und in der es einen Mangel an Monatshygieneartikeln gab. Und natürlich jede Menge Underground-konzerte!

Untermalt wird die Lesung mit Videoprojektionen.   

  

BAIZ-Wort-Rätsel September 2017 zum Download
kwr1709lay.pdf
PDF-Dokument [1.7 MB]

+ + + immer montags von 18:30-19:30 Uhr + + + 

Offene Mieterberatung von Rechtsanwalt Henrik Solf mit Unterstützunge der Bezirksgruppe Prenzlauer Berg der Berliner Mietergemeinschaft

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Kostenlose Finanzberatung zu Steuern & Co, aber nicht nach §5 StBerG, nach Anmeldung unter

Steuerkollektiv[ät]steuermann.online

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Kultur- und Schankwirtschaft

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Barmensch am Ende

 

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