Veranstaltungen im BAIZ

 

 

Donnerstag, 31.10. 20:00 Der KMC - Chorkonzert mit Feuer und Flamme
Mit lauter Stimme singt der Männerchor aus Kreuzberg Lieder von Hoffnung, Widerstand und – aus leider auch heute noch dringenden Gründen – gegen das Vergessen. Das Programm umfasst bekannte und unbekannte Lieder aus aller Welt und aus unterschiedlichen Zeiten, der Schwerpunkt liegt aber auf Klassikern der revolutionären Arbeiterkampf-Bewegung und Partisanenliedern. Dazwischen lockern Gesänge von Seeleuten und auch Lieder über Liebesleid die Stimmung auf. Die Stücke werden mehrstimmig und fast immer in der Originalsprache gesungen. 

 

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Samstag, 02.11. 20:00 Konzert mit Israel Wasserman
Israel Wasserman ist ein Rocksinger / Songwriter aus Israel. Er arbeitet gerade an seinem dritten Album. Wasserman spielt seine Musik seit 15 Jahren in Israel und reist jetzt durch "Übersee", um seine Musik mit neuen Menschen zu teilen. Euch erwartet ein intimes akustisches Konzert, geprägt von musikalischen Einflüssen von David Gray, Damian Rice, Eddie Vedder und vielen mehr.

Sonntag, 03.11. 16:00-19:00  Soli-Nähservice und Messerschleifen
Wir reparieren eure kaputten Klamotten für Soli (Kein Leder!)! - Schleiferei. Klingen aller Art: Küchen-, Outdoor-, Brotmesser (Wellenschliff) und Scheren.

Dienstag, 05.11. 19:00 Wo warst du 1989? Und: nennen wir es Revolution?
Das wollten zwei Aktivisten wissen und waren das Jahr 2019 über unterwegs und haben sich mit verschiedenen linken DDR-Oppositionellen getroffen. Triebfeder dafür war das Bedürfnis, der gängigen BRD-Geschichtsschreibung von Mauerfall, Einheit und Deutschtümelei eine andere Erzählung entgegen zu stellen. Dazu haben sie Menschen aus Potsdam, Jena, Erfurt, Leipzig, Brandenburg und Berlin getroffen und interviewt:
Was sollte mit der DDR passieren? Wo warst du organisiert? Wie stehst du zur gängigen Geschichtsschreibung der so genannten Wende? usw... Raus gekommen sind circa 20-minütige Interviews die ab Herbst auf youtube landen (telegraph). Wir laden alle Protagonisten ins BAIZ und zeigen euch einen Zusammenschnitt der Interviews.
Anschließend könnt ihr eure eigenen Fragen stellen und euch ein Bild von der vielfältigen DDR-Opposition machen und vielleicht einige Ideen ins Hier und Jetzt eurer Organisierung transportieren.

Mittwoch, 06.11. 19:00 Podiumsdiskussion des BBgR  (Berliner Bündnis gegen Rechts)
Rechter Terror in Berlin!

Bürger*innen der Siedlung Britz in Neukölln (über)leben seit Jahren mit rechtsextremem Terror.
Seit Mai 2016 hat die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus 55 Angriffe, Morddrohungen, 14 Brandanschläge auf Autos, Stein- und Flaschenwürfe, Bedrohungen durch Graffitis an und auf Migrant*innen, Journalist*innen, Engagierte, Politiker*innen und die Zivilbevölkerung registriert.
Wir wollen auf dieser Veranstaltung einen Überblick geben über die verschiedenen Akteur*innen in der Neuköllner Naziszene, wir wollen skizzieren, wie sie Nazis wurden und was sie heute sind – aber auch die vielen Initiativen in Neukölln vorstellen, die sich gegen sie zur Wehr setzen. Und wir fragen: Warum gibt es keine Ermittlungserfolge? Warum wird nicht von einer terroristischen Vereinigung ausgegangen? Warum werden potentielle Opfer nicht gewarnt, obwohl bekannt ist, dass sie zu den Gefährdeten gehören?

Donnerstag, 07.11. 20:00 Buchvorstellung der Neuerscheinung des BasisDruck Verlags
Alexander Vatlin: Das Jahr 1920. Der Zweite Kongress der Kommunistischen Internationale
Die Geburtsstunde des internationalen Kommunismus fiel in den Sommer 1920. Der Teil der russischen Sozialdemokraten, die sich jetzt Kommunisten nannten, wollten die Erfahrungen ihrer erfolgreichen Revolution in der Arbeiterbewegung diskutieren – und sympathisierende Revolutionäre, skeptische Linkssozialisten, syndikalistische Gewerkschafter, neugegründete Parteien aus vier Kontinenten sie kennenlernen. Es gab nur ein Land und nur eine Hauptstadt im zerrütteten Nachkriegseuropa, wo diese Auseinandersetzung legal stattfinden konnte – in Moskau.
Alexander Vatlin schildert Verlauf, Inhalt und Hintergrund des Kongresses aus lange verschlossenen russischen Archivbeständen. In einem Anhang wurden Texte von Michail Tuchatschewski, Leo Trotzki, Nikolai Bucharin und Karl Radek erstmals ins Deutsche übersetzt. Der Historiker Alexander Vatlin ist Professor für Geschichte an der Moskauer Staatlichen Lomonossow-Universität.
Das Buch ist im September 2019 erschienen und wird im BAIZ durch den Autor und den Übersetzer erstmalig öffentlich präsentiert. Anschließend Diskussion.

Samstag, 09.11. ab 20:00 Wello Rauschs Karaoke Gala
Singen, performen, tanzen, trinken & leuchten im Glanze eurer Lieblingssongs! Sieben Jahrzehnte von Glück bis Frust stehen zur Auswahl aus allen Stilen! Von euch in Brand gesetzt auf der schicken Baiz Bühne mit perfektem Sound & herzlichem Ambiente! Keep empathy burning! Eintritt frei, Bier kalt und wer singt, der trinkt! Pfeffi für die Sänger.

Dienstag, 12.11. 19:00 Lesung mit Michael Bittner & Udo Tiffert
Rechtzeitig zum Jubiläum der Wende ist der lange vergessene Osten wieder in aller Munde, jene unbändige, rätselhafte Landschaft, in der Menschen zwischen Wolf und Nazi hausen. Michael Bittner und Udo Tiffert, beide Lausitzer in unterschiedlichen Dekaden, berichten in Geschichten und Gedichten aus der Vergangenheit und Gegenwart des Ostens, erzählen davon, wie er wurde, was er heute ist. Das Publikum darf sich auf Persönliches ebenso freuen wie auf Politisches - schräg, traurig, froh.
Michael Bittner, geboren 1980 in Görlitz, lebt als freier Autor in Berlin. Er schreibt Geschichten, Satiren und Kolumnen, die u.a. in der Sächsischen Zeitung, der taz und konkret erscheinen. Jeden Monat liest er bei der Dresdner Lesebühne Sax Royal und der Berliner Lesebühne Zentralkomitee Deluxe.
Udo Tiffert, Jahrgang 1963, in Niesky/OL geboren, Lausitzer, Autor und Mitglied der Lesebühnen "Grubenhund", Görlitz und Lesebühne Cottbus, Sächsischer Meister im Poetry Slam 2009, veröffentlicht Gedichte, Geschichten und manchmal Kabarettexte. www.udotiffert.de

Mittwoch, 13.11. 19:00 A-Laden: 1989-90 - Die Mauer fällt, aber noch nicht das Kapital. Anarchist*innen Ost-West die zweite.
Als FAU-Mitglied war für den Referenten insbesondere die anarchosyndikalistische Perspektive und Tradition in Ostdeutschland interessant. Was würde nun passieren? Im Mehringhof, dem alten Zentrum der linksalternativen Szien Westberlins gab es ein Treffen in dieser Richtung: die Initiative Unabhängiger Gewerkschaften (IUG) wurde dort gegründet.
Weiter geht es um einige A Gruppen, darunter der A-Laden und das Café El Locco, die Wiege der Bibliothek der Freien. Auf dem Kollwitzplatz wurden den Genossen die Flugblätter förmlich aus der Hand gerissen. Gespräche mit Kurt Wafner, der noch Erich Mühsam und andere A-Urgesteine gekannt hatte und die FAUD im Osten wiedergründen wollte. Oder mit dem A-Historiker Dr. Andreas Graf, der schon an der HUB zur libertären Geschichte forschte und Material sammelte. Oder die Zeit in den besetzten Häusern nicht nur der Mainzer Straße - auch mit Genossen aus dem Westen. Ein Zeitzeugenreport nach und aus 30 Jahren.

Donnerstag, 14.11. Aufstehen - Stadtteilstammtisch PB / Frdh

Das Literaturfestival in Prenzlauer Berg: Protokollstrecke X. Trivialer Testlauf
Freitag, 15.11.2019 19:00 Buchvorstellung: Kristin Schulz: „Angewandte Verhältnisse“

Ausbrechen aus den Verhältnissen, die zum Aufstand rufen, bis die Stellungen ausgeschritten sind und kein Wort sich geschlagen gibt. Ein Konzertlesungsimprovisationsabend mit Gedichten und unelektronischen Klängen, live im Verborgenen erzeugt, ins Wortwörtliche gewendet und den Gespenstern und anderen wohlüblen Wiedergängern gewidmet: „fazit (blutbad) / unter der drachenhaut / unberührbar unverletzlich / und ausgestorben“.
Nicolaus Richter de Vroe (*1955): München.
Kristin Schulz (*1975): Autorin, Herausgeberin, Literaturwissenschaftlerin. Im Juli erschien ihr Gedichtband „Angewandte Verhältnisse“ im Quintus-Verlag, Berlin.

Samstag, 16.11. 20:00 Kneipenquiz: Straße der Besten
Straße der Besten ist eine Quizshow für Ratekollektive von 2-5 Leuten. Es gibt wie immer keine Teilnahmegebühr, dem zweiten und letzten Team winkt jeweils Perlwein, den Gewinnern dafür jede Menge Ruhm. Wir suchen immer potentielle Quiz-Veranstalter_innen - Ihr könnt Euch gerne unter quiz[ät]baiz.info melden. Das Beste: Für die Spielleiter_innen sind die Getränke natürlich frei...

Mittwoch, 20.11. 19:30 MDR XIII (38) Der Kurze Traum vom Neuen Sozialismus
Die Infragestellung des Machtmonopols der SED im Herbst 89 ermöglichte auch einen Neuanfang einer Linken in der DDR. So gründete sich als Zusammenschluss von verschiedenen oppositionellen Linken (darunter christliche Sozialisten, Trotzkisten, Autonome...) und kritischen SED-Mitgliedern am 2. Oktober 1989, wenige Wochen vor dem Mauerfall, die Vereinigte Linke (VL). Führende Mitglieder kamen aus der Gruppe Gegenstimmen, andere aus der Kirche von Unten. Die Vereinigte Linke forderte die Erneuerung des Sozialismus und versuchte, eine demokratische und freie DDR zu schaffen. (Wiki)
Der Kongreß der VL 25./26. November 89 im HdjT in Berlin, kurz nach dem Mauerfall, gilt als der am breitesten aufgestellte „linke“ Kongress in Deutschland.
Der Versuch der Formierung einer „vereinigten“ Linken scheiterte kläglich. Bei Wahlen erhielt die VL nur 0,18 % der Stimmen und lief auseinander. Wir wollen Rückschau halten was aus den damaligen Ideen und Träumen geworden ist und was uns das nach dreißig Jahren noch geben kann.

Samstag, 23.11. 20:00 Theater Tallercito zeigt: Die unsichtbaren Städte / Las ciudades invisibles - frei nach Italo Calvinos gleichnamigen Werk
“Wenn es eine Hölle gibt, dann ist es die, in der wir täglich leben, die wir zusammen bilden. Es gibt zwei Methoden, nicht darunter zu leiden. Die erste fällt vielen leicht: diese Hölle zu verinnerlichen und so sehr Teil von ihr zu werden, dass man sie nicht mehr sieht.  Die zweite ist riskant, sie fordert ständige Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft: zu suchen und zu erkennen, wer oder was inmitten dieser Hölle nicht Hölle ist, und ihm Dauer und Raum zu gewähren.”  (Calvino)
Eine poetische Reise durch die Seelen der Städte, für drei Schauspieler.
Spanisch mit deutschen Untertiteln.
Mit:  Ana Carbia, Felipe Orobón, Sergio Goñi
www.tallercito.de

Montag, 25.11. 20:00 Mieterforum Pankow: Kritik der Genossenschaften am Mietendeckel
Der geplante Gesetzentwurf zum Mietendeckel spaltet die Berliner Gesellschaft. Die Wohnungsunternehmen warnen gar von einer Katastrophe mit unabsehbaren wirtschaftlichen Folgen. Das Mieterforum Pankow veranstaltet am 25. November 2019 eine weitere Diskussionsrunde mit Kritikern und Befürwortern des Mietendeckels aus Politik und Wohnungswirtschaft. Die Vertreter von Genossenschaften werden mit Politikern der Regierungskoalition über diskutieren den Widerstand und den Widerspruch der Genossenschaften gegen den Mietendeckel.

Dienstag, 26.11. 18:30 Künstler*innenbühne Schaunwama
Schaunwama ist eine KünstlerInnenbühne, die alle 2 Monate in der Baiz stattfindet. Wir bringen viele Künste und kreative Menschen zusammen: Live Painting, Musik, Poetry Slam, Schauspiel...diese werden mit charmanter Moderation und professioneller Tontechnik umrahmt und der Baiz-Tresen versorgt wie immer mit Bier und Co. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über einen "Austritt", der zu 100% von uns weitergegeben wird. Anmeldungen für KünstlerInnen unter: mail.schaunwama@gmx.de
Ladet gern FreundInnen, Familie oder Lover ein und sprecht über uns. Wir wollen uns Werbung nicht leisten, damit wir möglichst viel Geld für die Organisation sammeln können. Wir freuen uns auf Euch!

Mittwoch, 27.11. 19:00 Buchvorstellung Enno Stahl: Sanierungsgebiete
Vor 10 Jahren am Wasserturmplatz: Lynn ist Praktikantin in einem Architekturbüro und lernt das, was sie in ihrer Studie zu Sanierungsgebieten in Berlin erarbeitet hat, am eigenen Leibe kennen. Donata, alleinerziehende Mutter und Redakteurin, beißt sich durch, um aufzusteigen. Der Autor Otti arbeitet an widerständigen Zeitschriftenprojekten im Prenzlauer Berg, während der Lebenskünstler und Zocker Stone nach Neukölln ausgewichen ist, doch auch da holt ihn die Umwälzung der Stadtlandschaft ein. Enno Stahl zeigt in seinem großen Roman »Sanierungsgebiete«, wie die Gentrifizierung den Menschen zunehmend die Partizipation am urbanen Leben versagt. Und wie sie die Kieze selbst verändert, wenn nicht verödet. Dies tut er als Erzähler, doch in die Geschichten seiner Figuren bettet er immer wieder historische Exkurse, Statistiken und Interviews mit realen Menschen ein, die die Umwandlung ihrer Straßen erleben mussten. So komponiert er ein mitreißendes vielstimmiges Konzert, das schließlich der Stadt selbst eine Stimme verleiht.

Donnerstag, 28.11. 20:00 Grenz/über/Gänge
Lesung: Uwe Ducke (Ihlow) mit Alexander Krohn (Berlin)

Grenzen im unmittelbaren, auch übertragenen Sinne, sind Thema der Erzählungen von Ducke. Der Autor berichtet von Grenzübertretungen inkl. -verletzungen nach eigener Art.
Im Verlag Distillery erschien vor drei Jahren der Band Nachtflug von Ducke. Die GRENZ/ÜBER/GÄNGE sind ihr zweiter gemeinsamer Auftritt.

 

Protokollstrecke X: Trivialer Testlauf
15. bis 03.12.2019
Das Literaturfestival in Prenzlauer Berg geht in die zehnte Runde: Mit Buchpremieren, Fanzines und Musik an vier Orten (BAIZ, LUXUS, Montagsbar, WATT). Angeleckt, eingeschmiert, ausgeschwitzt und aufgerieben von Rumbalotte Prenzlauer Berg Connection e.V. und der Epidemie der Künste Berlin.

BAIZ-Wort-Rätsel Juli 2019 zum Download
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+ + + immer montags von 18:30-19:30 Uhr + + + 

Offene Mieterberatung von Rechtsanwalt Henrik Solf mit Unterstützunge der Bezirksgruppe Prenzlauer Berg der Berliner Mietergemeinschaft

BAIZ

Kultur- und Schankwirtschaft

Schönhauser Allee 26A

10435 Berlin

 

Physisch:

täglich ab 16:00 bis

Barmensch am Ende

 

Virtuell:

allgemein/administrativ:

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Kulturbühne:

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