Veranstaltungen im BAIZ

 

Dienstag, 04.12. 20:00 DEN PESSIMISMUS ORGANISIEREN!

Release – Lesung _ telegraph #133/134 _ 2018/2019
Die gute Stimmung ist verflogen. Das „Ende der Geschichte“ liegt lange zurück. Selbst die standhaftesten Apologeten von Fukuyamas These des Verschwindens der weltpolitischen Widersprüche nach dem Zusammenbruch des „Realsozialismus“ anerkennen inzwischen die zentrifugalen Kräfte des obsiegenden Weltkapitalismus. Die Geschichte fängt gerade erst richtig an. Der real existierende Kapitalismus zeigt, was in ihm steckt ...

Es lesen aus der aktuellen Ausgabe:

Redaktion telegraph: Unser Editorial ++ Angelika Nguyen & Dan Thy Nguyen lesen: Rostock-Lichtenhagen ist Instrument für Ressentiments gegen den Osten ++ Thomas Leusink liest: Gegen Russland, Serbien und die Grenzen von 1919 von Jörg Kronauer  ++ Christin Jänicke, Benjamin Paul-Siewert und Dietmar Wolf lesen Auszüge aus: Von der aufgezwungenen Selbstverteidigung zur Gegenmacht ++ Clemens Schittko: 99 Gründe, warum die Revolution in der gemäßigten Klimazone ausbleibt und Politik interessiert mich nicht.

Alle Infos zur neuen Ausgabe und Bestellmöglichkeiten gibt es auf http://telegraph.cc

 

Mittwoch, 05.12. 19:00 Vortrag und Diskussion mit Malene Gürgen

Nu aber! ausgefallene Veranstaltung vom Oktober!!!! Seit einem Jahr sitzt die AfD im Bundestag. Nicht, dass sie erst Rassismus und Ressentiments ins Parlament gebracht hätte: Die gab es dort schon vorher. Trotzdem hat der Einzug der Rechtspopulisten die politische Landschaft noch einmal verändert. Und für die AfD selbst bedeutete die Wahl vor allem einen enormen Zuwachs an Ressourcen: Fast 20.000 Euro hat jeder der 92 Abgeordneten pro Monat für Personal zur Verfügung, dazu kommen die Mittel der Fraktion. Ein gewaltiger rechter Stellenmarkt ist entstanden. Die taz hat sich das in Kooperation mit dem Magazin „Der Rechte Rand“ und dem apabiz mal genauer angeschaut: Wen stellt die AfD ein? Welche alten und neuen rechten Netzwerke werden dadurch gestärkt? Welche Verbindungen entstehen? Die Ergebnisse und was das Ganze für uns bedeutet, analysiert die taz-Redakteurin Malene Gürgen, die das Rechercheprojekt koordiniert hat, mit reichlich Material in Wort & Bild. Es gilt auch an diesem Abend: Beleuchtung und Widerstand sowie genaue Kenntnis dieses Gegners ist nötig, um ihn letztendlich zu besiegen.

 

Donnerstag, 06.12. 20:00 Das neue Buch von Bernd Langer

Deutschland 1918/19 - Die Flamme der Revolution

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 radikalisieren sich die sozialen Verhältnisse. Weil die SPD den Kriegskurs des Kaiserreiches mitträgt, spaltet sich die Partei und es entsteht die Unabhängige Sozialdemokratie. Auftrieb erhält die Antikriegsstimmung durch die Revolution in Russland 1917. Doch erst mit der militärischen Niederlage bricht das Kaiserreich 1918 zusammen, und ein Matrosenaufstand in Kiel wird zum Auslöser der Novemberrevolution. Der zunächst friedliche Verlauf ist bald von blutigen Konfrontationen überschattet. Während die radikalen Kräfte die Sozialisierung der Industrie und die Räterepublik wollen, verteidigen die SPD und andere bürgerliche Parteien die kapitalistischen Besitzverhältnisse mit Hilfe der Freikorps. Im Jahr 1919 entwickelt sich im Deutschen Reich ein Bürgerkrieg, der nicht als solcher in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist.

Jene Tage führen zu einer grundlegenden politischen Weichenstellung. Denn die weltweite Spaltung in Kommunistische Parteien mit revolutionärem Anspruch einerseits und eine reformistische Sozialdemokratie andererseits sowie die verhängnisvolle Entwicklung am Vorabend des Faschismus sind ohne diese Ereignisse nicht zu begreifen.

Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Softcover, 444 Seiten, 24,80 €, über 230 Abbildungen, Unrast Verlag ISBN 978-3-89771-234-8

 

Samstag, 08.12. 20:00 Kneipenquiz: Straße der Besten

Straße der Besten ist eine Quizshow für Ratekollektive von 2-5 Leuten. Es gibt wie immer keine Teilnahmegebühr, dem zweiten und letzten Team winkt jeweils Perlwein, den Gewinnern dafür jede Menge Ruhm. Wir suchen immer potentielle Quiz-Veranstalter_innen - Ihr könnt Euch gerne unter mts[ät]baiz.info melden. Das Beste: Für die Spielleiter_innen sind die Getränke natürlich frei...

 

Dienstag, 11.12. 19:00 Gesellschaftsspiele e.V. LÄDT EIN: EIGENTOR!

KOLLEKTIV SYNDIKAT vs. PEARS GLOBAL REAL ESTATE GROUP

Eine Podiumsveranstaltung gegen die Verdrängung linker Strukturen aus unserer Stadt

Das Kollektiv der seit 1985 existierenden Kiezkneipe Syndikat in der Weisestraße 56 erhielt die Kündigung zum 31.12.’18. Immer mehr Menschen und Linke Projekte werden aus ihren Lebens/Sozialräumen verdrängt. Der Rest kann sehen, wo er bleibt: an den Stadtrand gedrängt oder obdachlos. Es sind schon zu viele gegangen, still und leise. Diesmal nicht.

Podiumsteilnehmer sind: Andrej Holm ,Sozialwissenschaftler (angefragt), Kollektivist/*inen der BAIZ und des SYNDIKAT’S und Gäste

SYNDIKAT  UND ALLE BEDROHTEN PROJEKE GILT ES ZU VERTEIDIGEN – JETZT!

DIE STADT GEHÖRT UNS!

 

Mittwoch, 12.12. 19:00 A-Laden Experience: 2018 - 1968 ___ 50 Jahre 68
Studies (im bürgerlichen Jargon damals: Gammler) gingen 1967/68 massenweise auf die Straße. Meist mit roten Fahnen und den legendären Ikonen Marx-Engels, Lenin, Mao, Che, Ho Chi Minh usw., begleitet von Rufen wie "Geht doch nach drüben!" oder "Geht erst mal arbeiten!" und "Euch müsste man alle vergasen!". Die plötzlich Aufmüpfigen wandten sich vor allem gegen das Schweigen der Elterngeneration über den Nazi-Faschismus der unter der bürgerlichen Decke der BRD immer noch seine braunen Strippen zog. Sie demonstrierten gegen die Notstandsgesetze und den Vietnamkrieg. Und natürlich für den "Sozialismus".
Wie der Referent fanden sich viele später - in den 1970ern - in einer der größten K-Gruppen / Partei wieder. Frauen warfen Eier, statt sie in die Frühstückspfanne zu hauen. Und nicht nur dies: die Geschlechterfrage wurde gestellt. Berüchtigt die schwarzen Fahnen im Mai '68 in Paris und anderswo, damals auch noch von "Danny" und Kumpanen geschwenkt, die später zu den GRÜNEN umschwenkten. Doch im Herbst 1968 rollten Panzer - russische, durch Prag. In Warschau manifestierte sich gleichzeitig ein scheußlicher Antisemitismus...

Ein Post68er wird hier versuchen, einen Überblick zu geben, heute aus li(e)bertärer Sicht. Nach 50 Jahren stellen sich jede Menge Fragen. Ist "1968" obsolet geworden? Was ist gescheitert? Und wenn, wie? Was ist gelungen? Was blieb? Trotz alledem - war '68, die Chiffre, wie ein Historiker schreibt "nur" ein temporärer Aufstand? Welche Lehren lassen sich ziehen? Wir freuen uns auf eine lebendige Diskussion!
 

Donnerstag, 13.12. 20:00 It's A Hard Years End- ANTIFA-QUIZ

Und weil es wieder viel Gehassel gab mit AFD und Faschos jedweder Schlammlage und das leider wohl auch im nächsten Jahr wieder so werden wird... gönnen wir uns, wie schon in der letztjährigen Jahresendzipfelei, mal wieder eine Quizrunde zum Thema Antifa, das bewährte Quizmaster*innen-Team Lo & Mat hat einen Haufen Fragen zusammen getragen, die ihr in eurem Teams möglichst richtig beantworten sollt. Es gibt wieder 'ne Menge Unglaubliches was von euch sofort oder dann später gewusst werden wird. Dazu einige absonderlichen Dinge für die ersten drei Gewinnerteams und zwischendurch auch was hinter die Binde damit euer Gedankenflug steiler wird. Wir freuen uns auf einen schaurig schrägen Abend und sind diesmal geneigt, den Höcklingen, Grausländern, Weidelwürgweibern und was da noch so kreucht im rechten Sumpf mit Gelächter zu begegnen.

 

Samstag, 15.12. 19:00 Der Oury Jalloh - Komplex

Seit 2005 kämpfen wir als Initiative in Gedenken an Oury Jalloh für die Aufklärung der Brand- und Todesursache von Oury Jalloh. Da Polizei, Justiz und Politik unsere Aufklärungsarbeit boykottieren bzw. durch massive Repression gegen die Initiative und gezielte Manipulation der Öffentlichkeit die Wahrheit weiter vertuschen wollen, setzen wir weiter erfolgreich auf Selbstorganisation.

Bereits in den Jahren 2013 und 2015 haben wir der Öffentlichkeit die Gutachten internationaler Experten vorgestellt und konnten anhand von wissenschaftlichen Fakten beweisen, dass Oury Jalloh von Polizisten im Polizeirevier Dessau angezündet wurde. Im Januar 2018 haben wir nun eine Internationale Unabhängige Kommission gegründet, mit welcher wir unsere umfangreiche Aufklärungsarbeit weiter fortsetzen. Aufgrund neuer Erkenntnisse wissen wir nun, dass bereits im Jahr 1997 der Dessauer Hans-Jürgen Rose zu Tode gefoltert wurde. Auch dieser Fall wurde vertuscht. Die Kommission spricht daher vom Oury Jalloh - Komplex und untersucht deshalb alle drei ungeklärten Todesfälle im Polizeirevier Dessau.

Aktivist_innen der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh sprechen über ihre Erfahrungen und die Notwendigkeit von Selbstorganisation, über den aktuellen Stand der staatlich unabhängigen Ermittlungen und über das aktuelle Repressionverfahren gegen einen Aktivisten der Initiative vor dem Amtsgericht Dessau. Nachdem dieser symbolisch mehrere Feuerzeuge vor die Staatsanwaltschaft Dessau geworfen hatte, werfen ihm sechs Polizisten versuchte gefährliche Körperverletzung vor. Wir werden auch diese Polizisten der Landesbereitschaftspolizei Magdeburg ihren dreisten Lügen überführen!

Außerdem mobilisieren wir zur jährlichen Gedenkdemonstration zum 14. Todestag von Oury Jalloh am 7. Januar 2019 in Dessau!

 

Dienstag, 18.12. 18:30 Künstler_innenbühne Schaunwama

Schaunwama ist eine KünstlerInnenbühne, die alle 2 Monate in der Baiz stattfindet. Wir bringen viele Künste und kreative Menschen zusammen: Live Painting, Poetry Slam, Schauspiel...diese werden mit charmanter Moderation und professioneller Technik umrahmt und der Baiz-Tresen versorgt wie immer mit Bier und Co. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über einen "Austritt", der zu 100% von uns weitergegeben wird. Das eingenommene Geld bekommt, wie letztes Mal, die Organisation "International Women Space Berlin", die sich für die Rechte geflüchteter und von Diskriminierung bedrohter internationaler Frauen in Berlin einsetzt. Anmeldungen für KünstlerInnen unter: mail.schaunwama@gmx.de

Ladet gern FreundInnen, Familie oder Lover ein und sprecht über uns. Wir wollen uns Werbung nicht leisten, damit wir möglichst viel Geld für die Organisation sammeln können. Wir freuen uns auf Euch! 

 

Mittwoch, 19.12. 19:30 [Nunmehr traditionelle] Jahresendfeier mit Flügelfigur der marxistischen Debattierrunde

Auch in der DDR gab es schon political correctness . Die Kommunisten nahmen die notwendige Säkularisierung der Gesellschaft sehr ernst und vertrieben alle christliche Begriffe aus dem öffentlichen Leben. Sie ersetzten den christlichen Begriff „Weihnachten“ durch den neutralen und nicht ausgrenzenden Begriff „Jahresendfeier“. Auch für das weihnachtliche Beiwerk wurden politisch- correcte Begriffe eingeführt. So wurde aus dem Engel eine „Flügelfigur“ und aus Jesus eine „Blonde Langhaarpuppe mit Bart“. Fast alle Arbeitsbrigaden und Kollektive feierten dann eine ziemlich weltliche „Jahresendfeier“ die meist in einem singfreudigen Besäufnis endete. Dieser Tradition wollen wir uns nicht verschließen. Auf der (offenen)Bühne werden einige Künstler was zum besten geben und wer was dazu beitragen will ist herzlich eingeladen. Ob es mit dem Besäufnisses klappt werden wir sehen. Wenn ihr oder euer Kollektiv noch keine Jahresendfeier geplant habt kommt vorbei...

(Jahresendgebäck ist selbst mitzubringen)

 

Donnerstag, 20.12. 19:00 Aufstehen-Stammtisch  "Allein machen sie Dich ein... schmeißt doch endlich Deutsche Wohnen raus".

Wie radikal/populistisch muss "Aufstehen" als Bewegung sein? Veranstaltung von "Aufstehen-PB/FdH" mit mit anschließendem, gemeinsamen Umtrunk.
BAIZ-Wort-Rätsel September 2017 zum Download
kwr1709lay.pdf
PDF-Dokument [1.7 MB]

+ + + immer montags von 18:30-19:30 Uhr + + + 

Offene Mieterberatung von Rechtsanwalt Henrik Solf mit Unterstützunge der Bezirksgruppe Prenzlauer Berg der Berliner Mietergemeinschaft

 

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  + + Jeden 1. Donnerstag von 18:30-19:30 Uhr + + 

Kostenlose Finanzberatung zu Steuern & Co, aber nicht nach §5 StBerG, bei komplexen Problemen gerne anmelden unter

Steuerkollektiv[ät]steuermann.online

 

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täglich ab 16:00 bis

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