Veranstaltungen im BAIZ

 

Donnerstag, 04.10. 18:30 Kostenlose Finanzberatung: Hilfe zur Selbsthilfe

Finanzamt nervt? Selbständig tätig & alles wächst über den Kopf? Auch mal 3 Mark aus der Lohnsteuer zurück haben wollen? Dann nichts wie hin zum Gespräch in der BAIZ.

Keine Kosten, außer für Eure Getränke. Keine Beratung im Sinne des § 5 StBerG! Jeden 1. Donnerstag im Monat um 18:30 Uhr bitte anmelden unter steuerkollektiv@steuermann.online

 

Donnerstag 04.10. 20:00 „A Punk Tribute to Bewegung 2. Juni/Haschrebellen“

- Schöne Bankraube und ein Peter Diebstahl - R: Mike Spike Froidl , D 2018, 65 min.

Bewegung 2. Juni - 1972 aus den Westberliner Haschrebellen und Tupamaros hervorgegangen. Zusammengeschweißt durch die Erschießungen von Schelm, Rauch und Weissbecker durch die Polizei. Die Anarcho-Chaoten-Alternative zur Roten Armee Fraktion. Bewegung 2. Juni - dargestellt von ihren Anarcho-Punk-Nachfahren! Trailer unter https://vimeo.com/265455164

 

Sonntag, 07.10. 17-19:30 Soli-Nähservice

Wir reparieren eure kaputten Klamotten für Soli [Kein Leder!]!

 

Mittwoch, 10.10. 19:00 A-Laden experience:

General Maercker [1865-1924] – Vom preußischen Kadetten zum „Stahlhelm“

Die großen Schlachten des WK I endeten 1918 durch die Rebellion der Mehrzahl der deutsch-österreichischen Truppen - das „Geplänkel“ ging allerdings im Osten und im Inneren weiter, um am dicken Ende in den Spanischen und den Zweiten Weltkrieg zu münden. Hierzu ebnete ein Mann namens Georg Maercker nicht unwesentlich den Weg. Aus einer preußischen Offiziersfamilie stammend, hörte er in der Kadettenanstalt mit 12 Jahren die Worte „Sie sind hier, um Sterben zu lernen.“ Seinen Karrierestart als junger Offizier beginnt er in den deutsch-afrikanischen Kolonien, wo er u.a. am Völkermord an den Herero und Nama beteiligt war. Von Ostafrika über Südwestafrika und Anatolien folgt er den Kriegszügen des Kaiserreiches bis nach China, um dort überall die kapitalistisch-kolonialen Interessen durchzusetzen. Kriegsakademie 1891-1894 in Berlin, im WK I Kommandant auf Borkum und Einsatz an verschiedenen Fronten, drei Verwundungen. Bekannt wird Maercker allerdings durch die Niederwerfung der Rätebewegungen in den Städten Ostdeutschlands mittels seines „Freikorps Landesjäger“. Trotz kurioser Männerfreundschaft mit SPD-Innenminister Noske wankte General Maercker beim Kapp-Lütwitz-Putsch 1920 und wird daher danach in den Ruhestand versetzt. Als Präsident des Kolonialkriegerbundes und scharf antisemitischer Vorsitzender des antirepublikanischen Frontsoldatenbundes „Stahlhelm“ in Sachsen bereitet er mit die NS-Diktatur vor, die er selbst nicht mehr erlebte. Die ihn verehrenden Nazis benennen 1936 in Berlin den Marckerweg nach ihm – der bis heute so heißt.

 

Mittwoch, 17.10. 19:30 Marxistische Debattierrunde III. [28]: 

Die Migrationskrise zwischen „hypochondrischer Philanthropie*“ und dem „Chauvinismus der Bourgeoisie*“ [*jeweils Karl Marx]

Nachdem die Migrationskrise als „Mutter aller Probleme“ [Seehofer] zur Ablenkung von der derzeitigen Legitimationskrise des/r Herrschaftsystems/e eingesetzt wird, wird sie auch für die Verhinderung der Formierung eines „linken“ Zusammengehens benutzt. Mehr noch: Innerhalb der Linken [nicht nur der PdL] wird sie auch zu Richtungs- und Machtkämpfen missbraucht. Die Ausdrucksformen nehmen hysterische Züge an. Sobald innerhalb der Linken auch nur angemahnt wird, angesichts des realen Ausmaßes der Probleme Positionen in dieser Frage zu überdenken, werden Nazikeulen geschwungen, Nationalismus- und Rassismusbescheide erteilt. Selbst Karl Marx, der die Migrationströme im Prozess der allgemeinen Akkumulation analysierte und die Entstehung des Lumpenproletariats erläutert, schreibt im Kapital Band 1 von „offiziellen Paupers, Vagabunden, Verbrechern und Prostituierten“ von „Akkumulation von Elend, Arbeitsqual, Sklaverei, Unwissenheit, Brutalisierung und moralischer Degradation“. Letzteres wäre von der heutigen Linken mindestens rechts von der AFD verortet worden. Versuchen wir mal zu diskutieren, ob Marx´ Analyse uns heute bei diesem Thema noch hilfreich sein kann....

 

Donnerstag, 18.10. 20:00 KIEZBLICKE: Ernst-Thälmann-Park - Filme und Diskussion

Auf dem Gelände des heutigen Ernst-Thälmann-Parks befand sich seit 1873 die IV. Berliner Gasanstalt. Nach der Einstellung der Gasproduktion 1981 und der Sprengung des letzten Gasometers 1984 entstand hier ein „bewohnter Park“ mit Wohn- und Einkaufsmöglichkeiten für ca. 4.000 Bewohner_innen. Die Anlage wurde zum 100. Geburtstag von Ernst Thälmann am 16. April 1986 eingeweiht. Seitdem hat sich erneut viel getan, Eigentumswohnungen entstanden, nach wie vor herrscht Investitionsdruck und das andauernde Risiko der Verdrängung alteingesessener Anwohner_innen, die sich gleichzeitig aktiv um ihren Kiez kümmern.

Es sind Leute von der Ini Thälmannpark, Historiker_innen und Stadtplaner_innen eingeladen.

 

Samstag, 20.10. 20:00 Kneipenquiz: Straße der Besten

Straße der Besten ist eine Quizshow für Ratekollektive von 2-5 Leuten. Es gibt wie immer keine Teilnahmegebühr, dem zweiten und letzten Team winkt jeweils Perlwein, den Gewinnern dafür jede Menge Ruhm. Wir suchen immer potentielle Quiz-Veranstalter_innen - Ihr könnt Euch gerne unter mts[ät]baiz.info melden. Das Beste: Für die Spielleiter_innen sind die Getränke natürlich frei...

 

Dienstag, 23.10. 19:00 Release vom neuen Drecksack

Aus tragischen Gründen zieht der DreckSack [vorübergehend] um und verlegt sein Hauptquartier - passend zur Oktober-Ausgabe - von Kreuzberg wieder in den Osten, wo ihm das Baiz Asyl gewährt. Wer die Autoren der Release-Lesung sind, wird rechtzeitig hier bekanntgegeben: www.facebook.com/drecksackberlin sowie hier: www.baiz.info/programm

 

Fällt leider aus und wird im Winter nachgeholt...:

Mittwoch, 24.10. 19:00 Vortrag und Diskussion mit Malene Gürgen [taz]

Braune Strippenzieher in den Parlamenten

Seit einem Jahr sitzt die AfD im Bundestag. Nicht, dass sie erst Rassismus und Ressentiments ins Parlament gebracht hätte: Die gab es dort schon vorher. Trotzdem hat der Einzug der Rechtspopulisten die politische Landschaft noch einmal verändert. Und für die AfD selbst bedeutete die Wahl vor allem einen enormen Zuwachs an Ressourcen: Fast 20.000 Euro hat jeder der 92 Abgeordneten pro Monat für Personal zur Verfügung, dazu kommen die Mittel der Fraktion. Ein gewaltiger rechter Stellenmarkt ist entstanden. Die taz hat sich das in Kooperation mit dem Magazin „Der Rechte Rand“ und dem apabiz mal genauer angeschaut: Wen stellt die AfD ein? Welche alten und neuen rechten Netzwerke werden dadurch gestärkt? Welche Verbindungen entstehen? Die Ergebnisse und was das Ganze für uns bedeutet, analysiert die taz-Redakteurin Malene Gürgen, die das Rechercheprojekt koordiniert hat, mit reichlich Material in Wort & Bild. Es gilt auch an diesem Abend: Beleuchtung und Widerstand sowie genaue Kenntnis dieses Gegners ist nötig, um ihn letztendlich zu besiegen.

 

Am Donnerstag, den 25.10. um 19:00 findet im BAIZ erstmalig ein "aufstehen"-Stammtisch statt - mal sehen, was sich daraus ergibt....

https://www.aufstehen.de/

 

Mittwoch, 31.10. 19:30 Justice pour Clément – Vom Gedenken über den Prozess zum Kampf

Im Jahr 2013 wurde der Antifaschist Clément Méric im Alter von 18 Jahren in Paris von Faschisten ermordet. In den vergangen Jahren begleiteten wir den Fall, führten Veranstaltungen und Kundgebungen durch, fuhren regelmäßig nach Paris zu den Gedenkdemonstrationen und produzierten die Filme „Une vie de lutte“ und „Paris Rebelle“. Nach über 5 Jahren fand

nun der Prozess gegen die Haupttäter Esteban Morillo, Samuel Dufour und Alexandre Eyraud statt.

Zahlreiche Aktivist_innen, Freund_innen und die Angehörigen von Clément begleiteten das Gerichtsverfahren als Prozessbeobachter_innen und organisierten öffentliche Aktionen und Veranstaltungen.

Bei unserer Infoveranstaltung wollen wir einen Rückblick auf die unterschiedlichen Aktionen der letzten Jahre werfen und mit Referent_innen aus Paris über den Prozess und die Zukunft des Gedenkens an Clément und die Fortführung seines Kampfes sprechen.

Organisator_innen: Left Report und North East Antifascists

Referent_innen: La Horde

 

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Samstag, 03.11. 16:00 Info-Nachmittag : Das touristische Nordkorea aus 
Expertenperspektive

Prof. Dr. Rüdiger Frank (Wirtschafts- und Ostasienwissenschaftler an der Uni Wien) arbeitet schwerpunktmäßig zu Nordkorea und kennt das Land und seine Menschen wie kaum ein anderer. Frank, der aus Leipzig kommt, verbrachte Anfang der 90er ein Sprachsemester an der Kim-Il-Sung-Universität in Pjöngjang. Seitdem ist er als Tourist regelmäßig nach Nordkorea gereist. Anlässlich des 5-jährigen Geburtstages des Friedrichshainer Reisebüros Pyongyang Travel wird Frank am heutigen Nachmittag von Reiseerlebnissen, Kuriositäten und der gesellschaftlichen Transformation, die Nordkorea seit der Nahrungskrise in den 90ern durchlaufen hat, erzählen. Zudem wird er sein aktuelles Buch „Unterwegs in Nordkorea: Eine Gratwanderung“ vorstellen. 

 

BAIZ-Wort-Rätsel September 2017 zum Download
kwr1709lay.pdf
PDF-Dokument [1.7 MB]

+ + + immer montags von 18:30-19:30 Uhr + + + 

Offene Mieterberatung von Rechtsanwalt Henrik Solf mit Unterstützunge der Bezirksgruppe Prenzlauer Berg der Berliner Mietergemeinschaft

 

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  + + Jeden 1. Donnerstag von 18:30-19:30 Uhr + + 

Kostenlose Finanzberatung zu Steuern & Co, aber nicht nach §5 StBerG, bei komplexen Problemen gerne anmelden unter

Steuerkollektiv[ät]steuermann.online

 

BAIZ

Kultur- und Schankwirtschaft

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10435 Berlin

 

Physisch:

täglich ab 16:00 bis

Barmensch am Ende

 

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