Veranstaltungsprogramm

 
Dienstag, 02. UND 09.08. 19:00 Vortrag von "Letzte Generation"
Was hindert dich noch, Klimaaktivist*in zu werden?
Hallo zusammen,
Ihr wisst es alle: Der menschengemachte Klimawandel bedroht uns alle; die Menschen im globalen Süden schon jetzt massiv, uns Menschen im Norden etwas später. Die Folgen werden verheerend sein. Hungersnöte, Kriege um Wasser, bewohnbares Land und andere Ressourcen werden alle unsere Bemühungen für eine bessere Welt zunichte machen. Wenn es nicht gelingt, die Erderwärmung aufzuhalten, bevor die Klimakipppunkte erreicht sind, an denen menschliches Handeln irrelevant wird, werden Milliarden Menschen sterben.
Die Bemühungen der Regierungen dem  angemessen zu begegenen sind viel zu zaghaft. Um auf einen gesellschaftlichen Wandel von unten zu hoffen, haben wir leider keine Zeit mehr. In den nächsten 3 bis 4 Jahren müssen entscheidende und einschneidende Schritte gemacht werden. Das wird, wenn überhaupt nur über Regierungshandeln möglich sein.
In den letzten Jahren ist es durch politische Arbeit, Demonstrationen, Besetzungen und zivilen Ungehorsam gelungen, die Klimakatastrophe auf die politische Agenda zu setzen. Den nötigen Druck, um ausreichendes Regierungshandeln zu erzwingen, konnten wir jedoch nicht aufbauen.
Die letzten Wochen haben gezeigt, dass es aber möglich scheint, das zu ändern. Mit den Straßenblockaden der Gruppe „die letzte Generation“,  haben gerade mal  250 Menschen gezeigt, wie es gehen könnte. Diese Aktionsform soll jetzt massiv ausgeweitet werden und dazu wirst du gebraucht.
Es werden möglichst viele Menschen gesucht, die bereit sind koordinierte Blockaden wenigstens einmal mitzumachen. Das persönliche Risiko ist sehr überschaubar  und relativiert sich im Angesicht, der auf uns zu kommenden Katastrophe sehr.  Zumal wir hier in Deutschland sehr priviligiert sind. In anderen Teilen der Welt, werden Klimaaktivist*innen eingeknastet, verschleppt oder ermordet.
Und selbst, wenn du nicht direkt mit in eine Blockade gehen möchtest, kannst du die Blockaden gegen die Klimakatastrophe in vielfältiger weise unterstützen. Supporter*innen werden zahlreich gebraucht, auch Geld ist von großem Nutzen.

 

Montag, 08.08. 19:30 Podiumsdiskussion

Erinnerst du dich an Rostock-Lichtenhagen?

Angelika Nguyen (Autorin und Referentin) und Markus Tervooren (VVN-BdA Berlin)
Das rassistische Pogrom in Rostock-Lichtenhagen jährt sich in diesem August zum 30. Mal. Doch was wissen wir (noch) darüber? Wenn sich Ende August eines jeden Jahres das Pogrom jährt, dann taucht es kurz auf Socialmedia auf. Meist in minimalster Kurzfassung. Dabei besitzen die Ereignisse von 1992 eine enorme Tiefe und haben gesellschaftliche Entwicklungen in der BRD maßgeblich beeinflusst.
Bei jüngeren  Antifaschist*innen, die in den letzten Jahren wegen AfD und Klimakollaps aktiv wurden, gibt es oft nur fragmentarisches Wissen zum Pogrom oder den 1990er Jahren. Aber auch bei Freund*innen, die damals gegen Nazis aktiv waren, sind mache Erinnerungen in Erzählungen zum Teil nicht mehr so konkret wie einst. Nicht jede*r hat seine Erlebnisse aufgeschrieben oder hatte die Zeit dafür. Zudem ist seit dem einfach viel passiert. Aber wir wollen uns erinnern. Wir wollen ins Gespräch kommen. Gemeinsam.
Wir haben darum Angelika Nguyen eingeladen. Sie publizierte und referierte in den vergangenen Jahren zu Rassismuserfahrungen in der DDR und nach dem Mauerfall. 1992 drehte sie die Dokumentation "Bruderland ist abgebrannt" über die Lage vietnamesischer Immigrant*innen im Osten Berlins. Angelika Nguyen schreibt u.a. Filmanalysen für das linke Ostmagazin "Telegraph".
Markus Tervooren vom Berliner "Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten - Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes" war seit den 1980er Jahren in der Antifa-Bewegung, vor allem in Westberlin, aktiv. Wie viele andere Antifaschist*innen war er in den 1990ern Teil antifaschistischer Gegenmobilisierungen. Antifa hieß damals viel durch die Gegend zu fahren - dahin wo Nazis aufmarschierten und die "braven Deutschen" sich zusammenrotten wollten.
Wir laden euch ein, am 8. August in die BAIZ zu kommen, um mit uns die Pogromereignisse im August 1992 zu rekapitulieren und würden uns freuen, wenn ihr mit uns am 27. August aus Berlin gemeinsam zur bundesweiten Gedenkdemo nach Rostock-Lichtenhagen fahrt.
Schließt euch an und kommt am 27. August um 8 Uhr zum Bahnhof Berlin-Südkreuz (Gleis 6).
Ihr wisst schon, pünktlich!
 
Mittwoch, 10.08. 20:00 A-Laden: Linke Geschichte
Ukraine 1932 Der Holdomor | China 1958-1962 Der große Hunger versus Spanien 1936-39
Aktuell steht die Hungersnot an. Die beiden ersten Tragödien sollen als "Lehrstunde" aufgefasst werden - wie es zukünftig nicht gemacht werden sollte. In beiden lag die Idee und Praxis an, mittels Devisen von Nahrungsmitteln die Industrialisierung zu beschleunigen. Die folgen waren fatal und werden vorgestellt. Dem entgegengesetzt die Strategie der anarcho-syndikalistischen CNT im Spanienkrieg: Aufbau libertärer Agrarkollektive zur Versorgung der großen Städte. Wie funktionierte diese Form der  Organisation konkret - dazu wird es auch ein Paper geben...
Und demnächst: "Die Eroberung des Brotes" von Kropotkin versus Hunger im Kapitalismus 
 
Sonntag 14.08. 16:00 Roda de Choro (bei passendem Wetter wieder open air)
Der Choro ist eine brasilianische Volks- und Instrumentalmusik aus Rio de Janeiro und mischt seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts europäische Kammermusik mit afrikanischen Rhythmen. Das ziemlich synkopische Ergebnis ist eine wunderschöne, unfassbare und fröhliche Musik - mit einer reichen Harmonie, Melodik und Ästhetik.
Eine "Roda de Choro" ist das Pendant zur Jam-Session: Alle Musizierenden sitzen in einer Runde um einen Tisch herum. Wer Lust hat, kann sich dazu setzen und hat die Gelegenheit, aktiv ein riesiges Liederrepertoire zu entdecken - und sich durch den Austausch mit Erfahreneren zu verbessern... Teilt mit uns Freude und Groove dieser tollen Musik! [gerne natürlich auch als Zuhörende...]
 
Samstag,20.08. ab 20:00 Wello Rauschs Karaoke Gala
Singen, performen, tanzen, trinken & leuchten im Glanze eurer Lieblingssongs! Sieben Jahrzehnte von Glück bis Frust stehen zur Auswahl aus allen Stilen! Von euch in Brand gesetzt auf der schicken Baiz Bühne mit perfektem Sound & herzlichem Ambiente! Keep empathy burning!
Eintritt frei, Bier kalt und wer singt, der trinkt! Pfeffi für die Sänger.

 
Donnerstag, 25.08. 19:30 Lesung: Ab in den Osten – Part 11
Henning Rabe und Mikis Wesensbitter laden nun bereits zum ölften Mal die Gäste ein, mit ihnen auf (Zeit-)Reisen zu gehen, auf einen unterhaltsamen Trip in zweierlei Osten: den der DDR und den des ehemaligen "Ostblocks".

 
Nähen und Schleifen macht Sommerpause, Nadel und Faden werden wieder im September geschwungen - und die Schleifscheibe im Oktober....
 
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Vorgucker:
 
01.09. Vorstellung Fußballfibel Buenos Aires
 
ab 04.09. wieder wöchentlich indoor bei uns:
Reformbühne "Heim und Welt"
 
07.09. Endlich wieder Kickerturnier !!!!
 
21.09. Lesung Poesialbum 362 Nicanor Parra
 
27.09. Schaunwama - Die Künstler*innenbühne
 

 

 

 

BAIZ Kultur- und Schankwirtschaft

Schönhauser Allee 26A

10435 Berlin

Karte [google]

 

Physisch:

Täglich ab 16:00

bis Barmensch am Ende6

 

Virtuell:

Kontakt: mts[ät]baiz.info

 

Digital-Kanäle:

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Infos zum BAIZ-Film unter

http://film.baiz.info/

+ + + immer montags von 18:30-19:30 Uhr + + + 

Offene Mieterberatung von Rechtsanwalt Henrik Solf mit Unterstützunge der Bezirksgruppe Prenzlauer Berg der Berliner Mietergemeinschaft [am 25.07. ausnahmsweise nicht...]