Veranstaltungen im BAIZ

 

Donnerstag, 01.12. 20:00 Der 18. Kopfstand

Die weltbekannte Waschbrett-Geige-Kontrabass-Lesebühnen-Soap wird volljährig!

Der*die*das Kopfstand kann jetzt wählen gehen und Waschmaschinen kaufen. Aber wird er*sie*es das auch tun? Elche beschließen unterdessen, nach einer halben Flasche Whisky, straight edge zu werden. Die FAE (Föderation Anarchistischer Elche) wird wiederbelebt. Gangstarapper Jürgen und Gangstarapperin Martina haben sich getrennt, Anja hat davon noch nichts mitbekommen und schreibt

weiter Briefe aus Budyšin/Bautzen. Die aus dem Zoo ausgebrochenen Tiere, das Sigmar Gabriel Truth Movement, HIGEDAK (Hipster gegen die Animalisierung des Kiezes) und die Back to the roots-Bewegung für die Wiederbewaldung Berlins (BTTR) führen politische Debatten, die von der Wahrheits-Rap-Combo "Chemtrailfabrik" begleitet werden. Zwischendurch spielt eine ko(s)mische Esoterik-Oi-Bank namens "Die Erloi!chtung" (ohm ohm ohm). Und so weiter und so fort.

Wie so oft mit:

Geigerzähler (Geige/Texte/Arien)

Sahara b. (Waschbrett/Texte/Gangstarap)

der Papst, seine Frau und sein Porsche

(Coverband/Kontrabass/Mega-Hits/Texte)

Eventuelle Gäste sind wie immer noch geheim.

 

Sonnabend 03.12. 20:00 Theater:  Der liebe Nachbar – El buen vecino

Mikrotheater von Juan Mayorga, gespielt vom Tallercito.  

Dass die Reisefreiheit weltweit mehr für Touristen als für Flüchtlinge/Migranten gilt, ist ein grausamer Witz der Geschichte. Wer sagte Menschenrecht? Todbringende Grenzen sind auf einmal wieder in.

Die Erste Welt hält seit langem einen beträchtlichen Teil ihrer Arbeiterklasse in der Form von Prekären ohne Papiere, beutet diese als wehrlose Unterschichten aus und bietet nebenbei Populisten ein ideales Feld für ihre Tiraden gegen “kriminelle Ausländer”. Nicht nur Regierungen und Polizei können bei Bedarf über Menschen herfallen, die millionenfach Knochenarbeit leisten; auch brave, “legale” Bürger haben gute Möglichkeiten, ihre Mitmenschen zu tyrannisieren. Und diese Macht wird gerne genutzt …

Spanisch mit deutschen Übertiteln gespielt. Dauer: 40 Minuten; Es spielen und tanzen:  Ana Carbia, Sergio Goñi, Felipe Orobón, Live-Musik: Pablo Portela;

 

Sonntag, 04.12. 17-19:30 Soli-Nähservice und Messerschleifen

Wir reparieren eure kaputten Klamotten für Soli (Kein Leder!)! - Für kurze Klingen müsst Ihr einen, für lange zwei Euro berappen. Wellenschliff (wie z.B. beim Brotmesser) ist nicht möglich, Scheren nach Augenschein. Geschärft wird mit Schleifstein und Abziehleder.

 

Sonntag 04.12. 20:00 Weihnachtsfilm: Schuld und Sühne

UdSSR 1970, 157 min., R. & B.: Lew Kulidshanow nach Fjodor Dostojewski, D.: Jurij Taratorkin, Viktoria Fedorowa, Innokenti Smoktunowski, Irina Geschewa, Maja Bulgakowa;

Ein Student, der aus nihilistischer Überzeugung seine Unabhängigkeit von gesellschaftlichen Moralbegriffen beweisen will, verübt einen Doppelmord, wird jedoch von seinem Gewissen zur Beichte gezwungen. Werkgetreue, kultivierte und handwerklich anspruchsvolle Verfilmung des Dostojewski-Romans;

 

Montag 05.12. 19:30 Lesung mit Key Pankonin

Key Pankonin, Musiker und zentrale Figur der alternativen Szene Berlins in den 90er Jahren, erzählt mit Zigarette im Mundwinkel und Gitarre im Anschlag von seiner Jahrtausendwende: Die tragische Beziehung zu ihr, der geheimnisvoll-zerstörerischen Frau, die für den Leser ohne Namen bleibt, wirft ihn in einen Strudel zwischen Berlin, New York und London. Seinen Schmerz gießt er in literarisch-autobiografische Momentaufnahmen, kostbare Alltagsminiaturen und musikalische Fragmente, um schließlich zu einer befreienden Erkenntnis zu gelangen. Ein sehr persönlicher Roman über Liebe, Verhängnis und die Suche nach sich selbst.

Key Pankonin, geboren 1962 in Berlin-Kaulsdorf, befasste sich seit frühester Jugend mit dem Schreiben von Texten und dem Komponieren von Songs. Er war Sänger und Gitarrist in den Bands Die Firma, Ichfunktion, Bunchaweirdos und The Ähh. Heute ist er Gitarrist und Sänger bei Eis10. Seinen Musikstil bezeichnet er als Trashfood-Punk'n'Roll. Anfang der 90er schrieb Pankonin sein autobiografisches Erstlingswerk »Keynkampf«.

 

Dienstag, 06.12. 19:30 Podiumsdiskussion: Fussball, Antifa, Politik in Ex-Jugoslawien

Seit zwei Jahren engagiert sich der NK Zagreb 041 für Antifaschismus und gegen Rassismus, Homophobie und Korruption in Kroatiens Hauptstadt. Der Verein ist damit der erste antifaschistische Fußballklub Kroatiens und Teil des internationalen Alerta-Netzwerks. Er befindet sich zudem komplett im Besitz der Fans und Spieler, alle Entscheidungen werden gleichberechtigt von der Vollversammlung getroffen. Doch es sind widrige Umstände für linke Fußballfans. Die Fankultur ist in ganz Ex-Jugoslawien von einer rechten Hegemonie geprägt. Nationalismus, Homophobie und offener Neonazismus sind bei fast jedem größeren Spiel anzutreffen.

Anlässlich des zweijährigen Bestehens des Vereins besucht uns eine Delegation von Zagreb 041 und wird uns von der ersten Saison, der kroatischen Fankultur und dem Verhältnis von Fußball und Politik inner- und außerhalb des Stadions berichten. Außerdem werden wir den Stand von Fussball und linker Politik im ehemaligen Jugoslawien generell beleuchten.

Veranstaltet von Solidarnost, Gesellschaftsspiele, Fanprojekt Babelsberg.

 

Mittwoch, 07.12. 19:00 Einführung in die Philosophie, Geschichte und Gegenwart des Anarchismus

« Immer geschmäht, verflucht - verstanden nie // Bist du das Schreckbild dieser Zeit geworden... » klagte der Schriftsteller John Henry Mackay in seinem Gedicht Anarchie bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert. Über 100 Jahre später sehen sich Anarchist*innen immer noch mit den klassischen Klischees, dass sie weltfremde Spinner*innen, ruchlose Gewalttäter*innen oder einfach nur Chaoten sind, konfrontiert. Im Gegensatz zur Queer-Szene, die einen negativ konnotierten Begriff als positive Selbstbezeichnung etablieren konnte, ist es den Anarchist*innen bis heute nicht gelungen, den provokant von Pierre-Joseph Proudhon als Selbstbezeichnung genutzten Begriff dauerhaft in der Gesellschaft mit anderen Inhalten in der öffentlichen Meinung zu etablieren. Dennoch haben sie in den vergangenen 170 Jahren durchaus gesellschaftliche und literarische Wirkung gezeigt – sei es in der Pariser Commune, der russischen Revolution, der Commune von Shanghai, in Oppositionsbewegungen in ehemaligen Ostblockstaaten oder auch in der Entwicklung der Alternativ- und Antipädagogik, des Dadaismus etc.

Dr. Maurice Schuhmann, Politikwissenschaftler und bekennender Anarchist, führt in die Ideen des „Anarchismus“, seine unterschiedlichen Strömungen sowie seine Geschichte und Gegenwart kritisch ein. Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an Interessierte, die sich noch nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigt haben. Spezifischere Fragen lassen sich aber gerne im Anschluss an die Veranstaltung diskutieren.

 

Mittwoch, 07.12. 20:00 Kickerturnier

Teams werden wie immer gelost, Einzelspieler_innen sind also willkommen, Kosten gibt´s keine (außer bei den Sportgetränken), für die Anmeldung müsstet Ihr aber spätestens 19:45 da sein,

sonst garantieren wir für nix.

 

Donnerstag 08.12. 20:00 Buchvorstellung: Fußballfibeln / Bibliothek des Deutschen Fußballs

Lesung aus drei neuen Büchern zu 1. FC Nürnberg, SG Dynamo Dresden und FC Rot-Weiß Erfurt

Bei den „Fußballfibeln“ steht die Fansicht auf den jeweiligen Verein im Vordergrund. Subjektivität ist hier Trumpf und Fankultur wichtiger als Tabellenstände und Taktikanalysen. Heute werden drei ganz unterschiedliche Clubs vorgestellt, und die Autoren berichten aus ihren jeweiligen Szenen. Es geht um unvergessliche Auswärtsfahrten, um Freundschaften und Rivalitäten, um Tradition und den „modernen Fußball“, aber immer durch die Fanbrille betrachtet. Und die ist – bei aller Liebe – nicht immer rosarot!

 Moderation: Frank Willmann.

Lesung: Benjamin Wolf (Nürnberg), Uwe Leuthold (Dresden), Matthias Klaß (Eisenach)

 

Samstag, 10.12. 20:00 Kneipenquiz: Straße der Besten

Straße der Besten ist eine Quizshow für Ratekollektive von 2-5 Leuten. Es gibt wie immer keine Teilnahmegebühr, dem zweiten und letzten Team winkt jeweils Perlwein, den Gewinnern dafür jede Menge Ruhm…

 

Sonntag, 11.12. 20:00 Weihnachtsfilm: siehe Papierprogramm [rechts oben zum Download]

 

Montag, 12.12. 20:00 Das virtuelle Schlachtfeld – Videospiele, Militär & die Rüstungsindustrie

US-Truppen marschieren 2014 in den Iran ein, die russische Armee besetzt 2016 Berlin und Hamburg und die USA sind im Jahr 2027 von Nordkorea erobert – heutige Videospiele erzählen brisante Geschichten. Oft werden dabei einem Millionenpublikum vor allem westliche Feindbilder präsentiert und Ängste verbreitet. Auf der anderen Seite propagieren viele Spiele Militärinterventionen, soldatisches Heldentum, moderne Rüstungsgüter und eine zunehmende Militarisierung im Inland. Dazu kooperieren viele Videospiel-Hersteller auch mit Rüstungsunternehmen und dem staatlichen Militär – einige der Software-Produzenten sind sogar selbst in der Rüstungsindustrie tätig. Der mediale Krieg kennt keine Grenzen. Die Veranstaltung stellt aktuelle Videospiele und Videospiel-Themen vor, wirft einen Blick auf die Verbindungen zwischen der Videospielbranche, dem Militär und der Rüstungsindustrie und kritisiert den aktuellen Jugendmedienschutz.

Mobi-Veranstaltung für den Antifa-Block auf der Luxemburg/Liebknecht Demo

Sonntag | 15.01.2017 | 10.00 Uhr | Frankfurter Tor

check: antifa-nordost.org

Michael Schulze von Glaßer (*1986) ist Politikwissenschaftler (M.A.), Beirat der „Informationsstelle Militarisierung e.V.“ und hat 2014 das Buch „Das virtuelle Schlachtfeld – Videospiele, Militär und Rüstungsindustrie“ veröffentlicht. Weitere Informationen: www.schulze-von-glasser.eu

 

Dienstag 13.12. 19:00 (pünktlich!) Beleuchtung und Widerstand, Part II

Die Ringuraufführung der “Ermittlung” von Peter Weiss Okt. 1965 ist ein einmaliges Ereignis in der Kulturgeschichte Deutschlands nach 1945. In 15 Spielstätten der BRD und der DDR wird die szenische Dokumentation über den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf die Bühne gebracht. Das Stück trifft in beiden deutschen Staaten einen neuralgischen Punkt. Denn im Systemwettstreit des Kalten Krieges ist der “richtige” Umgang mit den NS-Verbrechen von großer ideologischer Bedeutung. “Die Ermittlung” wird zum (kultur-)politischen “Fall” in Ost und West. Nach 138 Minuten Film ist hoffentlich noch genügend Konzentration vorhanden, um darüber zu sprechen, welche Deutung 50 Jahre später dazu taugt, Anregung zum widerständischen Agieren zu sein.

 

Mittwoch, 14.12. 19:00 Vernissage - Gewerkschaftskampf und Migration in Andalusien: Erfahrungen und Perspektiven der Brigade Gerda Taro 2016

"Die Brigade „Gerda Taro“ unseres Interbrigadas e.V. reiste im August 2016 nach Andalusien, um mit Hilfe der Andalusischen Gewerkschaft SAT-SOC die Arbeitsbedingungen u.a. in der dortigen Landwirtschaft kennenzulernen und eine mögliche internationalistische Kooperation aufzubauen.

Es ist noch nicht lange her, als wir 2013 das erste Mal eine Brigade in den Süden Spaniens nach Andalusien organisierten. Die prekären Arbeits- und Lebensumstände der oftmals eingewanderten Arbeiter*innen sind nach wie vor schockierend. Als Tagelöhner*innen, inzwischen meist mit Papieren und Arbeitserlaubnis, leben sie gesellschaftlich ausgegrenzt oft in entwürdigenden Behausungen zwischen tausenden Gewächshäusern. Die SAT-SOC versucht durch vielfältige Aktivitäten von Rechtsberatung, über Landbesetzungen bis hin zu solidarischen Umverteilungen durch

Supermarktüberfälle etwas an diesen Verhältnissen zu ändern.

Wir zeigen neben den Fotos kleine Videoausschnitte unserer Brigade auf der Route vom Plastikmeer in El Ejido im Osten Andalusiens bis in die kommunistisch regierte Stadt Marinaleda im Westen." 

Vorneweg gibt es ein paar Lieder von Tobias Thiele [www.tobias-thiele.com]

 

Donnerstag, 15.12. 20:00 Konzert mit der 3 AccordBand

Die 3 AccordBand aus Berlin-Brandenburg bewegt sich musikalisch vom Mittelalter bis ins Heute. Dabei verknüpft sie alte Instrumente mit neuer Musik und neue Instrumente mit der alten Zeit. Der Gesang führt in unterschiedlicher Besetzung von der Tiefe bis ganz in die Höhe. Außerdem gibt es ruhigere Songs mit akustischen Instrumenten. Eintritt frei zur Zeitreise!

facebook: 3Accordband

 

Babs - Bratsche, Percussion

Frank - Dudelsack, Bass, Gitarre, Gesang

Lutz - Schalmei, Gitarre, Keyboard, Gesang

Oda - Gesang, Flöte, Cister

 

Sonntag, 18.12. 20:00 Weihnachtsfilm: siehe Papierprogramm [rechts oben zum Download]

 

Di. 20.12. 19:00 Lesung mit Gerrit Meijer:  Berlin, Punk, PVC - Die unzensierte Geschichte

Westberlin, 1977. Kein Drummer in Sicht, der Probenraum steht unter Wasser – doch PVC wollen nur eins: auf die Bühne! Und plötzlich gibt es Punk aus Deutschland. Ihre Songs »Wall City Rock« und »Berlin By Night« prägen die gesamte Szene. Der Absturz folgt prompt, aber Gerrit Meijer bleibt: unangepasst, musikalisch getrieben, mit dem Finger auf der Wunde des Mainstream. Seine Erinnerungen entführen in die wilde Zeit einer rebellierenden Generation … Er erzählt von den ersten Gigs mit Iggy Pop, dem On and Off der Punkszene, der Liaison mit Bela B Ende der 80er, dem Aids-Tod von Gründungsmitglied Knut Schaller. Meijer geht es um Haltung, Kreativität und ein einzigartiges Lebensgefühl, das in jeder Zeile mitschwingt. 

Gerrit Meijer, geboren 1947, macht neben seinen bürgerlichen Broterwerbsberufen als Maschinenschlosser, Gartenbauer, Lagerarbeiter und Kleindarsteller seit 1965 Musik, unter anderem mit der Beat-Band The Voodoos. 1977 gründete er Westberlins erste Punkband PVC mit. Es folgten weitere Bandprojekte sowie zwei Comebacks mit PVC 1988 und 2006. Er lebt in Berlin. 

 

Mittwoch, 21.12. 19:00 Marx-is-muss: Jahresendfeier mit Flügelfiguren

„Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.“ [Karl Marx]  Zum Jahresende sind die üblichen Religionsgemeinschaften am Start, zelebrieren ihre Riten und beglücken die Welt mit allerhand weisen Ratschlägen. Auch wir wollen dies zum Anlass nehmen, um uns mit Religion als dem Geist geistloser Zustände zu beschäftigen. Anhänger von Religionen sind herzlich eingeladen, das Ihrige dazu beizutragen. Es wird keiner zum Opferlamm- versprochen!

 

Dezemberheft zum Download in magenta-schwarz
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Offene Mieterberatung von Rechtsanwalt Henrik Solf mit Unterstützunge der Bezirksgruppe Prenzlauer Berg der Berliner Mietergemeinschaft

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