Veranstaltungen im BAIZ

 

Dienstag 20.09. 19:00 Schaunwama - Die Künstlerbühne

Hier treten MusikerInnen, SchauspielerInnen und SprachartistInnen jeglicher Art, Form und Farbe auf.

Kommt vorbei, wo Kultur nichts kostet, sondern was leistet! Unser Motto: Wer nichts hat, soll nehmen und wer was hat, soll geben! Wir haben jedes Mal 8 verschiedene Acts für euch!  Außerdem könnt ihr zusehen, wie ein(e) Live MalerIn auf der Bühne eine weiße Leinwand mit Leben füllt.  Das entstandene Gemälde wird zum Ende der Veranstaltung meistbietend zum guten Zweck versteigert.

Alle Mitwirkenden unterstützen durch ihren Auftritt unsere Spendenaktion für die Rahma Humanitarian Foundation, die SyrerInnen in Syrien betreiben. Die Foundation ist eine in der Türkei staatlich anerkannte Hilfsorganisation, die sich auf die materielle Notversorgung konzentriert. Unsere Einnahmen spenden wir daher zu 100% für medizinische und Nahrungsmittelzwecke im Kriegsgebiet.

Wir freuen uns über Anmeldungen von MusikerInnen und KünstlerInnen unter mail.schaunwama@gmx.de oder bei facebook

Eintritt frei | Spendenbasis|18:30 Einlass | 19:00 Beginn

 

Freitag, 23.09. 20:00 Filmpremiere "Paris Rebelle- Zwischen Rechtsruck und Revolte"

(französisch mit deutschen UT)

Nach unserer Antifa-Doku "Une vie de lutte" aus dem Jahr 2015 veröffentlichen wir nun die Dokumentation "Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte" über das Gedenken an den von Nazis ermordeten Antifaschisten Clément Méric, den französischen Ausnahmezustand und seine Auswirkungen auf den politischen Aktivismus, den andauernden Rechtsruck in Frankreich und soziale Kämpfe im Zusammenhang mit den Protesten gegen das "Loi El Khomri", während denen nicht nur im ganzen Land gestreikt wurde, sondern die auch eine neue Protestbewegung namens Nuit Debout hervorbrachte und denen die Staatsmacht mit aller Gewalt und Repression begegnet.

Im Rahmen unserer Dreharbeiten konnten wir zahlreiche Genoss*innen von der AFA Paris, La Horde, der CNT, der Rap-Kombo Première Ligne und viele weitere interviewen.

Ein Film von der NEA, Left Report und Freund*innen. Die Macher*innen des Films werden heute abend anwesend sein.

Clément Méric - à jamais dans nos luttes! Remembering means fighting!

Infos: antifa-nordost.org & leftreport.blogsport.eu

 

Samstag, 24.09. 20:00 Kneipenquiz: Straße der Besten

Straße der Besten ist eine Quizshow für Ratekollektive von 2-5 Leuten. Es gibt wie immer keine Teilnahmegebühr, dem zweiten und letzten Team winkt jeweils Perlwein, den Gewinnern dafür jede Menge Ruhm…

 

Sonntag 25.09. 20:00 Night will fall Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen

England 2014, 75 min., R.: André Singer;

1945 entdecken die Alliierten die ersten Konzentrationslager. Britische, amerikanische und russische Kamerateams beginnen damit, alles zu dokumentieren. Renommierte Regisseure wie Alfred Hitchcock und Billy Wilder werden beauftragt, das Rohmaterial zu montieren. Als Teil der psychologischen Kriegsführung sollten die Filme der deutschen Bevölkerung gezeigt werden. Die Fertigstellung des britischen Films von Hitchcock verzögert sich jedoch und dann ändern sich die politischen Vorzeichen: der beginnende Kalte Krieg und die Wiederaufbaupläne für die westdeutschen Sektoren lassen es plötzlich nicht mehr opportun erscheinen, die neuen "Bündnispartner" nachhaltig mit ihren Verfehlungen zu konfrontieren.

Nach jahrelangen Recherchen ist es dem Imperial War Museum nun gelungen, den Film vollständig zu rekonstruieren und erstmals bei der Berlinale 2014 öffentlich in der BRD aufzuführen. Einerseits wird die Wiederherstellung des Films dokumentiert und andererseits zugleich mit Hilfe von Zeitzeugen - ehemaligen Lagerinsassen ebenso wie ehemaligen Soldaten und Kameraleuten - die Befreiung der Konzentrationslager 1944/45 rekonstruiert: Ungesehene Bilder und unerzählte Geschichten über eines der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts.

 

Dienstag, 27.09. 19:00 Slam a la Card
Jeden zweiten Monat versammeln sich vier der besten Slampoeten und Lesebühnenautoren der Hauptstadt in der Baiz, um sich die Liebe des Publikums zu erspielen.
Dabei dreht sich alles um Text, Performance und das richtige Ass im Ärmel. Die Poeten haben in 3 Runden jeweils 5 Minuten Zeit, ihre jeweiligen Kontrahenten zu übertrumpfen.
Ein Kartenspiel der Poesie, wie ihr es so noch nicht gesehen habt.

Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30, Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
 

Mittwoch, 28. September 2016 ab 19h, A-Laden Experience (ALEx) im BAIZ: Rechtspopulismus
Seit den neu aufkommenden rechtstümelnden Bewegungen der letzten Jahre macht das Wort vom „Rechtspopulismus“ die Runde. Was steckt dahinter und worin unterscheidet sich dieser vom „Old School“ Faschismus? Eine neue RechtsPOPunkultur greift mit Verschwörungstheorien und Putinverstehclubs milzbrandmässig um sich. Mainstreammedienmanipulateur*inn*en rutscht das Herz in die Designerhose. Die unmütigen Massen glauben lieber RT - „Russia Today“. Eine Internationale der Rechtsdrift tut sich auf.
Was sind libertäre Antworten darauf?
 

Donnerstag, 29. 09. 20:00 Heftvorstellung und Buchpremiere

Utopie – Magazin für Sinn und Verstand

www.utopie-magazin.org/

Anschl. Buchpremiere

Seifensieder. Neuestes von Bert Papenfuß aus dem Hause Brueterich

www.brueterichpress.org/

Anschl. Turnier des neuen Würfelspieles Anarchomacke bis zur Umverteilung

 

Die Plörre der Empörung

Das Literaturfestival in Prenzlauer Berg vom 26. September bis 5. Oktober 2016

Eingebrockt, aufgetischt und übergeschwappt, ausgelöffelt, runtergespült und nachgeschenkt von: Rumbalotte Prenzlauer Berg Connection e. V.; L.A.W.-Ausschuß Komponistenviertel; LKO-Exekutive Abt. Präterismus, Sektion Willner Brauerei; Kreißsaal Winsstraße, Wohlfahrtsverschleiß Malchow-Karow … in Kooperation mit dem Bezirksamt Pankow.

 

Sonntag, 02.10. 17-19:30 Soli-Nähservice und Messerschleifen

Wir reparieren eure kaputten Klamotten für Soli (Kein Leder!)! - Für kurze Klingen müsst Ihr einen, für lange zwei Euro berappen. Wellenschliff (wie z.B. beim Brotmesser) ist nicht möglich, Scheren nach Augenschein. Geschärft wird mit Schleifstein und Abziehleder.

 

Sonntag 02.10. 20:00 Postsowjetisches Kino: Spiele für Schulkinder

UdSSR 1986, 87 min., R.: Leida Laius, Arvo Iho, D.: Monika Yarv, Hendrik Toompere, Tauri Tallermaa, Katrin Tamleht, Kaerttu Aavin;

Ein 14jähriges Mädchen kann sich in einem Kinderheim nur schwer zurechtfinden und erlebt sowohl hier als auch zuhause durch seinen alkoholabhängigen Vater tiefe Gefühlsverletzungen. Ein kritisch realistischer, meisterhaft inszenierter Film über die Beziehungen von Heimkindern.

"Was heute in filmgeschichtlichen Betrachtungen gern vergessen wird“, erinnerte sich der Filmexperte für Osteuropa Hans Joachim Schlegel später, "ist die Tatsache, dass wesentliche Impulse für eine ungeschminkte Darstellung der Probleme in der sowjetischen Gesellschaft... aus dem Kinder- und Jugendfilmbereich kamen.“ (Berlinale 1987: UNICEF-Preis)

 

Dienstag, 4.10. 20:00 Lesung

Annett Gröschner – „Rennbahngeschichten“. Auszüge aus einer unveröffentlichten Prosaarbeit

Jörg-Michael Koerbl – „Platz für die Sprengkraft aller Zeiten“. Apokryphen, Gedichte, Nach-Spiele und Prolog

Die Plörre der Empörung

Das Literaturfestival in Prenzlauer Berg vom 26. September bis 5. Oktober 2016

 ProsaEingebrockt, aufgetischt und übergeschwappt, ausgelöffelt, runtergespült und nachgeschenkt von: Rumbalotte Prenzlauer Berg Connection e. V.; L.A.W.-Ausschuß Komponistenviertel; LKO-Exekutive Abt. Präterismus, Sektion Willner Brauerei; Kreißsaal Winsstraße, Wohlfahrtsverschleiß Malchow-Karow … in Kooperation mit dem Bezirksamt Pankow.

 

Mittwoch, 05.10. 20:00 Kickerturnier

Teams werden wie immer gelost, Einzelspieler_innen sind also willkommen, Kosten gibt´s keine (außer bei den Sportgetränken), für die Anmeldung müsstet Ihr aber spätestens 19:45 da sein,

sonst garantieren wir für nix.

 

Donnerstag, 06.10. 20:00 Kulturbühne: Kopfstand

Musikalische Lesebühne mit Sahara B., Paul Geigerzähler, Der Papst, seine Frau und sein Porsche und Gästen. Infos unter http://geigerzaehler.blogsport.de/

 

Sonntag 09.10. 20:00 Postsowjetisches Kino: Vergessene Melodie für Flöte

UdSSR 1987, 137 min., R. & B.: Eldar Rjasanow, D.: Leonid Filatow, Tatjana Dogilewa, Irina Kuptschenko, Wsewolod Sanajew, Olga Wolkowa;

Nach dem Konservatorium avancierte ein junger Mann zum Kulturfunktionär, von  dessen Entscheidungen die Schicksale von Berufskünstlern und Laien-Kollektiven abhängen. In Wirklichkeit vertut er seine Zeit jedoch in sinnlosen Sitzungen, und sein Aktivismus dient in erster Linie dazu, den eigenen Posten zu sichern. Er hat alles, was sich sowjetische Beamte jemals erträumen könnten: Wohnung, Auto, Frau und einen hochrangiger Schwiegervater. Aber eines Tages verliebt er sich Hals über Kopf, sein Leben bekommt eine entscheidende Wende...

Liebesgeschichte, die in Form der Satire die Defizite von Perestroika und Glasnost thematisiert.

 

Mittwoch, 12.10. 19:00 A-Laden Experience (ALEx):

Wider die Verwässerung des Anarchismus

Eine kritische Beleuchtung anarchistischer Symbiosen, unheiliger Allianzen u.a. mit Marxismus und Patchworkanarchismus

„Der“ Anarchismus ist in seiner bisherigen Geschichte eine Reihe von Symbiosen mit anderen Strömungen eingegangen – ausgehend von derjenigen mit dem Syndikalismus, über die mit dem Feminismus bis hin zum Poststrukturalismus. Manch eine Symbiose mag sich bewährt haben, in vielen hat der Anarchismus aber seinen originären Gehalt und seine Konturen verloren.

Spätestens seit dem Aufkommen des Neoanarchismus in den 1960er Jahren und der Entstehung der autonomen Bewegung, in deren Patchworkideologie auch der Anarchismus Einzug hielt, ist eine Vermengung mit ihm teils völlig entgegenstehenden Theorieelementen, wie solchen des Marxismus zu bemerken.

Die unterschiedlichen Symbiosen, wie auch die Vermischung anarchistischen und marxistischen Gedankengutes sollen kritisch hinterfragt und gemeinsam diskutiert werden.

Der Vortrag richtet sich in erster Linie an Kenner*innen der Szene und Aktivist*innen. Grundkenntnisse sind erforderlich.

 

Donnerstag, 13.10. 20:00 Raketenautos und Tulpenzwiebeln #2

Heribert Günzelsau wird in die Psychiatrie eingewiesen, wo man ihm weiszumachen versucht, er habe nie auch nur eine einzige Zeile veröffentlicht, ja, eine Person seines Namens existiere überhaupt nicht. Und tatsächlich, als Günzelsau im Internet Nachforschungen über sich selbst anstellt, scheinen seine Existenz und sein Werk aus dem digitalen Gedächtnis der Menschheit getilgt, was ihn nur in der Annahme bestärkt, es sei eine großangelegte Verschwörung des Literaturbetriebes gegen ihn im Gange. Als es Günzelsau gelingt, aus der Anstalt zu entkommen, stürzt er in noch größere Verwirrung. In seiner Wohnung lebt ein Fremder, seine alte Freundin Inge will ihn nie gekannt haben, ebenso seine Ex-Frau Hanna. Heimat- und Namenlos, ohne Papiere und Obdach weiß er sich nicht anders zu helfen, als sich als Flüchtling auszugeben, um wenigstens ein Dach über dem Kopf und etwas zu Essen zu haben. Ein fataler Fehler, denn er landet in einem Abschiebelager und sitzt kurz darauf in einem Flugzeug nach Albanien.

Lesung mit Robert Weber und Karsten Krampitz. Am 13. Oktober um 20 Uhr in der Baiz. Um pünktliches Erscheinen und gepflegte Kleidung wird gebeten. Die Lesung wird kurz und knackig, der Eintritt ist frei, gegen eine Spende in den Günzelsau-Fonds haben wir jedoch nichts einzuwenden.

 

Samstag, 15.10. 20:00 Kneipenquiz: Straße der Besten

Straße der Besten ist eine Quizshow für Ratekollektive von 2-5 Leuten. Es gibt wie immer keine Teilnahmegebühr, dem zweiten und letzten Team winkt jeweils Perlwein, den Gewinnern dafür jede Menge Ruhm…

 

Sonntag 16.10. 20:00 Postsowjetisches Kino: Der Bruder

Russland 1997, 94 min., R. & B.: Alexej Balabanow, D.: Sergej Bodrow, Viktor Suchorukow, Swetlana Pismitschenko, Maria Shukow, Juri Kusnezow, Wjatscheslaw Butussow;

Ein von der Armee zurückgekehrter Jugendlicher will im St. Petersburg der Post - Perestroika seinen Bruder suchen, der dort - aller Illusionen beraubt - lebt. Als dieser ihm dann den Auftrag erteilt, einen Mafia-Boss auszuschalten, bricht die Hölle auf Erden aus, die viele Opfer fordert. Danila wird von seinem Bruder verraten und gerät in die Fänge der Mafia.

In "Der Bruder" verschwimmen die Grenzen von gut und böse, obwohl Danila Menschen tötet und sehr hart gegen die Mafia vorgeht, bewahrt er noch einen gewissen Anstand und hat zudem einen eigenen Ehrenkodex. Seine Ansicht von Moral spiegelt sich am besten in folgenden Worten wider: „Die Kraft liegt in der Wahrheit. Jeder, der ehrlich ist, ist stark."

"Der Bruder" ist einer der ersten Filme, der als Symbol für das neue, postsowjetische Russland gilt und dem damit verbundenen "neuen Wertesystem" gilt. Hauptdarsteller Sergej Bodrow wurde über Nacht zum Helden einer ganzen Generation und "Brat" ein absoluter Kultfilm..

 

Dienstag 18.10. 19:00 Der nette Bio-Nazi von nebenan,

Braune Ökologen fassen Fuß in dünn besiedelten Regionen, über Völkische Dorfgemeinschaften und braune Siedler in gefärbter Wolle.

Jarmel ist vielen ein Begriff, aber nicht nur dort siedeln sie, manche schon in der vierten Generation. In dieser Veranstaltung geht es um Hintergründe und Strukturen am Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns

„Dass Ökologie und Umweltschutz von völkisch-nationalistischen und rechtsextremistischen Ideologien vereinahmt werden, ist kein Phänomen der letzten Jahre. Zeugnisse dafür finden wir bereits in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Neueren Datums sind Versuche, Ideologie und Praxis zu verbinden. Zu beobachten ist, dass Sympathisanten Grundstücke und Immobilien in Siedlungen und auch ganze Höfe und Ländereien erwerben – vorrangig in wirtschaftlich abgehängten Regionen und somit auch in Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig versucht man, Zugang zu den Produktions- und Vertriebsnetzen der Bio-Branche zu bekommen.“ Zitat: Braune Ökologen H. Böll Stiftung

Podiumsteilnehmer stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, bitte der Baiz-Website entnehmen. Moderation und Konzept: Lorna Johannsen

 

Mittwoch, 19.10. 19:00 Erzählcafé Marx-is-muss: Alles nur Verrat?

Der scheinbar unaufhaltsame Aufstieg der Rechtspopulisten bei den Wahlen in Sachsen/A, Meck-Pomm und Berlin lässt viele Linke besorgt in die Zukunft blicken. Gegenseitige Schuldzuweisungen der unterschiedlichen Strömungen und völlige Verwirrung in der Analyse sind Ausdruck einer bedrückenden Hilflosigkeit Linker im Umgang mit der „neuen“ politischen Situation. In unserer Veranstaltung im September beschäftigten wir uns mit dem Zustand der Partei „Die Linke“ die offensichtlich derzeitig keine linke Alternative bieten kann. Liegt es aber wirklich nur am inneren Zustand der linken Parteien und Organisationen die für viele ihre Wurzeln verraten haben oder gibt es objektive Gründe für das derzeitige Versagen. Entwickelt vielleicht der neue Reproduktionstyp des globalisierten Kapitalismus andere neue Bedingungen auf deren Herausforderungen eine Linke neue politische Antworten geben muss. Lasst uns versuchen die möglichen objektiven Gründe hinter dem Rechtsruck zu analysieren.

 

Donnerstag, 20.10. 20:00 Buchvorstellung »Damaged Goods. 150 Einträge in die Punkgeschichte« 40 Jahre keine Zukunft  

Punk hat viele Stimmen und viele Gesichter, ist laut, ungestüm,herausfordernd und aggressiv. Punk kann dazu anleiten, Fragen zu stellen, sich immer wieder verblüffen zu lassen, in Bewegung und kritisch zu bleiben. Für die AutorInnen des Buches  »Damaged Goods« (Ventil Verlag) war Punk prägend für das eigene Leben, hat Weichen gestellt und ist häufig Motor für das eigene Schaffen. 

In über 150 Texten werden die unterschiedlichen Gesichter und Stimmen von Punk, die lauten wie die leisen, gewürdigt und bilden einen Querschnitt durch vier Jahrzehnte »No Future«. Die AutorInnen laden zu einer musikhistorischen Bildungsreise – Lieblingsplatten, übersehene Perlen und Klassiker werden vorgestellt und bilden zusammen eine sehr persönliche Punkgeschichte, die der Vielstimmigkeit der Subkultur näherkommt als ein monografisches Werk dies leisten könnte.  

Das Buch»Damaged Goods. 150 Einträge in die Punkgeschichte«, herausgegeben von Jonas Engelmann, wird im BAIZ präsentiert von Anne Hahn, Katja Kullmann, Tina Manske, Robert Mießner und Frank Willmann

 

Sonntag 23.10. 20:00 Postsowjetisches Kino: Das Herz der Bärin

Estland 2001, 123 min., R.: Arvo Iho, D.: Rain Simmul, Dinara Drukarowa, Iljana Pawlowa, Külli Teetamn, Merle Palmis;

Ein abenteuerlustiger, ruheloser junger Mann geht als Jäger nach Sibirien, wo er sich mit Mitgliedern eines Nomadenstammes anfreundet. Bei einem Streifzug in den Wald erschießt er einen Bären. Die zugehörige Bärin begegnet ihm trotzdem friedlich und zutraulich. Im nächsten Winter begegnet er einer stummen, in einen Pelz gehüllten jungen Frau, mit der er eine Zeitlang zusammen lebt und die von ihm schwanger wird, aber mit dem Säugling verschwindet...

Mit Mitteln des magischen Realismus erzählte Abenteuergeschichte vor spektakulärer landschaftlicher Kulisse.

 

Mittwoch, 26.10.19:00 A-Laden Experience (ALEx):

Libertäre Dezentralität oder ökokapitale Optimierung

Schon heute gibt es wegweisende energieautonome Ökodörfer mit Häusern aus „nachwachsenden Rohstoffen“ wie Holz und reichlich vorhandenem ökoneutralem Baumaterial wie Lehm. Isoliert wird mit Stroh, RecyPapier, Wolle und anderen Materialien. Moderne hübsch haltbare Linoleumfußböden aus Leinöl, Kork und Jute oder Bodenbelag aus Hanf etc. sind Schrittmacher in die richtige Richtung. Fehlt nur noch der Quarzsand für Fensterglas und thermische Sonnenkollektoren. Also wie wird die Vernetzung weltweit vorhandener Rohstoffproduzenten gestaltet? Nicht überall vorhandene Ressourcen wie bspw. Kupfer oder Lithium bedürfen gerechter Verteiltung. Oder wäre weitgehender Verzicht die Alternative? Anarchoprimitivismus? Welche Verteilungs- und Organisationsformen wären angesichts des Problems der Verteilungsgerechtigkeit im Sinne eines freiheitlichen Sozialismus angesagt? Selbstverständlich kann es nicht um Abschottung, Rassismus und Sozialabbau gehen, sondern es geht um die soziale Emanzipation global Aller auf gleichberechtigter Ebene. Ökokapitale GRÜNE oder „autoritäre Linke“ stehen dem entgegen. Kunterbunte Gesellschaften unzähliger autonomer Kommunen sind einem sozial-sozialistischen Einheitsbrei vorzuziehen.

 

Sonntag 30.10. 20:00 Postsowjetisches Kino: Lehrstunden der Harmonie

Kasachstan 2012, 110 min., R.: Emir Baigazin, D.: Timur Aidarbekov, Aslan Anarbayev, Mukhtar Andassov, Anelya Adilbekova, Omar Adilov, Adlet Anarbekov, Daulet Anarbekov;

Während einer ärztlichen Untersuchung wird der dreizehnjährige Aslan vor den Augen vieler Mitschüler gedemütigt, was eine latente Persönlichkeitsstörung zum Ausbruch kommen lässt. Ständig befallen ihn Zweifel an sich selbst, zugleich strebt er verbissen nach Sauberkeit und Perfektion. Alles, was ihn umgibt, muss er unter seine Kontrolle bringen. Wegen dieses Zwangs gerät Aslan, der bei seiner Großmutter in einem kasachischen Dorf lebt, in immer ernstere Konflikte. Mit tiefer Abscheu beobachtet er, dass die meisten Mitschüler in einem System krimineller Machenschaften gefangen sind, darunter auch Bolat, von dem sich Aslan besonders erniedrigt fühlt. Bolat erpresst Schutzgeld von Jüngeren. Für den Außenseiter Aslan hat er nur Verachtung übrig.
In seinem ersten abendfüllenden Spielfilm zeigt Emir Baigazin die Konfrontation des Individuums mit Mechanismen der Ausgrenzung und Gewalt. Die wachsende Brutalisierung des öffentlichen Lebens bildet dabei den Hintergrund. In strengkalkulierten optischen Tableaus, die der Film durch symbolistische Szenen aus der Tierwelt ergänzt, entfaltet sich das Schicksal eines Jungen, der sich wehrt und dabei selbst zu zerstören droht.

 

BAIZ-Heft September in magenta/schwarz
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