Veranstaltungen im BAIZ

 

 

Mittwoch 13.9. 19:00 OSKAR MARIA GRAF - zum 50. Todestag eines anarchistischen Urviechs.

Das war einer der kam von unten, zum Starnberger Bäckergesellen geprügelt, wollte er keine kleinen Brötchen backen, sondern Schriftsteller werden. In der Schwabinger Bohème traf er auf Erich Mühsam und Franz Jung und wurde Mitglied der Gruppe TAT von G. Landauers "Sozialistischem Bund". Die Münchener Räterepublik verpasste der inzwischen erfolgreiche Antimilitarist im Suff, aber sein Buch über diese "Wir sind Gefangene" machte ihn weltberühmt. Endlich erfolgreicher Autor verweigerte er sich den werbenden Nazis, half Flüchtigen, gründete Exilzeitungen und forderte die Braunen auf: "Verbrennt mich!". Aus dem New Yorker Lederhosen-Exil in kleiner Mietwohnung kam er nicht mehr zurück - zu sehr bedrückte ihn die remilitarisierte BRD und der DDR konnte er wenig abgewinnen. Bei seinen Besuchen gabs Skandal. Eingeladen zur Rücksiedelung nach München durch OB Vogel, holte ihn vorher 1967 der Tod. - Der Publizist Ralf G. Landmesser stellt O.M. Graf vor und liest aus dessen Werken.

 

Mittwoch, 20.09. 19:30 Marx-is-muss

„Soll man sich an den bürgerlichen Parlamenten beteiligen?“ fragt Lenin in seinem Artikel „Der „Linke Radikalismus“, die Kinderkrankheit im Kommunismus “ (1920) und fährt fort: „ Die deutschen „linken“ Kommunisten beantworten diese Frage mit größter Geringschätzung – und mit größter Leichtfertigkeit – verneinend. Ihre Argumente.... zur Lächerlichkeit anmaßend gesagt und offenkundig falsch.“ Pünktlich zur Bundestagswahl schau‘n wir mal ob's in der Frage was Neuet gibt.

 

Donnerstag, 21.09. 20:00 Langer Atem, jetzt!!!

Strategien und Konzepte für den alltäglichenKampf gegen AfD, neue & alte Rechte und

die schleichende Verrohung der Zivilgesellschaft

Egal ob und mit wie viel Prozenten es der AfD gelingen wird in den Bundestag einzuziehen, was die Neue Rechte als völkische Rebellion verkauft wird uns noch lange beschäftigen... die sogenannte Mitte der Gesellschaft ist peu a peu weiter und weiter nach Rechts gerückt, der gläserne Bürger wird begrüßt, täglich neue Tote an den Grenzen Europas mittlerweile mit einem Schulterzucken in Kauf genommen, G20 ist schon wieder Vergangenheit und mit einem heißem Herbst ist nicht zu rechnen wenn Merkel zum vierten Mal in Folge Kanzlerin geworden sein wird. Dass das ein Grund zum Gähnen ist, ist so klar wie falsch, die Langeweile muss ein Ende haben und dazu beizutragen ist weder unmöglich noch schwierig und kostet auch nicht unbedingt viel Zeit. Über gangbare alltagstaugliche Strategien des Widerständigen und die vielfältigen Möglichkeiten sich zu deutlich zu positionieren und im öffentlichen Raum Zeichen zu setzen diskutieren …........

Es diskutieren VertreterI*nnen des BBgR ( Berliner Bündnis gegen Rechts).

 

Dienstag, 26.09. 19:00 SCHAUNWAMA... wie der heutige Abend wird!

Unter diesem Motto veranstalten wir alle zwei Monate unsere eintrittsfreie Künstlerbühne.

Unser Augenmerk liegt insbesondere auf der Aufhebung des Wettbewerbgedankens. Kunst ist nicht vergleich- und bewertbar, sondern – wie oft vergessen wird – zum Genießen, zum Reflektieren. Diesen Rahmen möchten wir gern geben! Künstler machen einfach, was sie am besten können: die Bühne okkupieren und Menschen verzaubern.

Trotz freien Eintritts freuen sich alle Mitwirkenden allerdings über Spenden des Publikums die wir zu 100% an die "Rahma humanitarian foundation" weiterleiten, eine syrische Hilfsorganisation, welche die Menschen im dortigen Kriegsgebiet mit dem Nötigsten versorgt.

Wer als Künstler mitwirken will, kann sich jederzeit bei uns melden:

 

Mittwoch, 27.09. 19:30 They call it "Soccer" - Fußball und Fankultur in den USA.

Wer an die beim Publikum favorisierten Sportarten in den USA denkt, wird für gewöhnlich bei American Football, Baseball, Basketball und Eishockey landen. Erst im letzten Jahrzehnt hat der Fußballsport einen deutlichen Popularitätsschub nach vorn gemacht. Wir möchten wissen, wo sich der "Soccer" heute in diesem Konkurrenzkampf befindet. Und handelt es sich überhaupt um Konkurrenzkampf, d. h. verdrängt der Fußball und seine Fans, andere Sportarten von ihren Plätzen? Wie sieht die amerikanische Ausprägung von Fußballfankultur konkret aus? Gibt es organisierte Unterstützung, werden Auswärtsfahrten geplant, sind subkulturelle Einflüsse erkennbar? Für uns aber auch von Interesse, ob bzw. wie gesellschaftspolitische Beurteilungen aus den Fankurven heraus, artikuliert werden. Wie wird sich zu Eventisierung/Kommerzialisierung positioniert, welche Selbstorganisierungsgrade gibt es? Wie sehen die südamerikanischen und europäischen Einflüsse auf die Fankultur aus? Welche Rolle spielt möglicherweise Gewalt?
Diese und noch viele weitere Fragen wollen wir mit unseren beiden Experten besprechen.
Markus Gerke: Markus Sportsoziologe an der Universität Gießen und Doktorand an der State University of New York in Stony Brook. Dort schreibt er an einer Doktorarbeit über (Fan-)Politiken in organisierten Fußball-Fanszenen in New York, für die er mehrere Fangruppen über zwei Jahre in der Kurve, auf Auswärtsfahrten und zu Gruppentreffen begleitet hat. 
Dave Braneck: Kommt aus New Jersey, und ist seit 2006 Mitglied der ‚Empire Supporters Club‘, einer Fan-Gruppe eines ,Major League Soccer‘-Fußball-Klubs in New York. Vor drei Jahren ist er nach Berlin gekommen, um mehr Fußball zu schauen (und weiterzustudieren). Er schreibt zu Fußball (auf Englisch) und nennt es ,soccer'.
Moderiert wird die multimediale Veranstaltung von Rico Noack (Gesellschaftsspiele). 
An diesem Abend werden Spenden für das Flutlichtfestival in Jena gesammelt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist wie immer frei, freiwillige Spenden werden nicht abgelehnt.
 

Freitag, 29.09. 19:00 Dudde und Olaf halten jetzt mal´s Maul!
Solidarität mit den Betroffenen der Repression um den G20-Gipfel!

„Zerreißprobe“, „hörzu!“, und „Konny Kleinkunstpunk“ spielen ein Konzert und sammeln Knete.
Geboten werden Stilblüten feinster Kleinkunst aus der rotzfrechen Asphaltkultur,
im Tausch gegen euer Soligeld (3-7) für die Leute, die nach dem Gipfel noch in den Knästen sitzen,
oder sich über ihre gelben Briefe zu Hause ihre Köpfe zerbrechen. Ein Abend mit Wut, Witz und Paua. In Gedanken an die, die nicht dabei sein können, weil der Staat sie zwingt.

 

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Dienstag, 03.10. 20:00 Mike Spike Froidl’s neuer Film zum Reformationsjahr: "Luther fuck off"

BRD 2017, 65min, R.: Mike Spike Froidl
»Martin Luthers rücksichtsloser Kriegszug gegen Menschenrechte, Hexen, Täufer, Behinderte und Juden. Dieser Film behandelt Luthers dunkle Seiten, die meist weggelassen, nur angedeutet oder verharmlost werden. Formal ist dieser Film auch ein Novum: Es sind zwei Filme: einer aus der Sicht einer sozialistischen DDR-Produktion und einer Hollywood-Action Version, welche sich zu einem Ganzen ergänzen. In diesem furiosen Film wird nicht nur die Historie, sondern auch die Folgen Luthers Schriften und Aussagen bis in die jüngste Gegenwart dargestellt. Ein Wirken, das über den dreißigjährigen Krieg über das Dritte Reich bis zum heutigen Kapitalismus fortbesteht.

 

Mittwoch, 04.10. 20:00 Kickerturnier

Teams werden wie immer gelost, Einzelspieler_innen sind also willkommen, Kosten gibt´s keine (außer bei den Sportgetränken), für die Anmeldung müsstet Ihr aber spätestens 19:45 da sein, sonst garantieren wir für nix. 

 

Samstag, 07.10. 19:00 30 Jahre Kirche von Unten

Wir wollen dies gerne mal nicht in der KvU feiern, sondern in der BAIZ.  Wir zeigen Euch :

-  Film - Schnipsel aus der KvU Geschichte

-  Erzähl - Runde ( ihr könnt uns janz viele Fragen stellen )

-  wir lesen Euch etwas aus der KvU Geschichte vor 

Ihr könnt an diesen Abend KvU - Bücher, CD`s, DvD`s, T-Shirt`s und Karten für das Konzert am 14.10. in der Zionskirche erwerben .

 

Montag, 09.10. 20:00 Langer Atem, jetzt!!! Strategien und Konzepte für den alltäglichenKampf gegen AfD, neue & alte Rechte und die schleichende Verrohung der Zivilgesellschaft

nun aber wirklich (ausgefallen am 21.09.)

Egal ob und mit wie viel Prozenten es der AfD gelungen ist in den Bundestag einzuziehen, was die Neue Rechte als völkische Rebellion verkauft wird uns noch lange beschäftigen... die sogenannte Mitte der Gesellschaft ist peu a peu weiter und weiter nach Rechts gerückt, der gläserne Bürger wird begrüsst, täglich neue Tote an den Grenzen Europas mittlerweile mit einem Schulterzucken in Kauf genommen, G20 ist schon wieder Vergangenheit und mit einem heißem Herbst ist nicht zu rechnen wenn Merkel zum vierten Mal in Folge Kanzlerin geworden sein wird. Dass das ein Grund zum Gähnen ist, ist so klar wie falsch, die Langeweile muss ein Ende haben und dazu beizutragen ist weder unmöglich noch schwierig und kostet auch nicht unbedingt viel Zeit. Über gangbare alltagstaugliche Strategien des Widerständigen und die vielfältigen Möglichkeiten sich zu deutlich zu positionieren und im öffentlichen Raum Zeichen zu setzen diskutieren VertreterI*nnen des BBgR ( Berliner Bündnis gegen Rechts)

 

Mittwoch, 11.10. 19:00 A-Laden Experience im BAIZ (ALEx)

REVOLUTIONEN - WARUM scheitern sie ebenso wie linke REFORMISMEN?

Warum ist uns wenig feierlich zumut, denken wir an 100 Jahre Russische Revolution, überstrahlt vom heiligen Lenin? Bei genauerer Betrachtung hatte der Vordenker Wladimir Iljitsch schon die Grundlagen für ihr Scheitern gelegt. Falsche Analysen, falsche Taktik, falsche Entscheidungen. Nur die Eroberung des Staates klappte allzu perfekt. Stalin musste dann nur noch brutaler als Lenin und Trotzki deren Strategien ins Groteske gesteigert fortsetzen. - Viele Jahre später: wie kam zum Beispiel der ANC in Südafrika auf den Hund? Und ganz aktuell D-Land: wie wurde aus radikalen Basisdemokrat*inn*en nach erfolgter Integration in den neoliberalen Kapitalismus das GRÜNE Elend?

Der libertäre Sozialist Victor Serge, einst Mitglied des innersten Kreises der Bolschewiki, schrieb 1946 nach den Erfahrungen des Stalinismus und Faschismus die Broschüre "Die Erneuerung des Sozialismus". Sie blieb aus. Kommt da noch was 2017ff? Viel Stoff für eine ernsthafte Debatte, den Gründen für diese Desaster auf die Spur zu kommen und Ansätze für neue Analysen und Aktivitäten zu finden.

 

Donnerstag, 12.10. 20:00 Antideutsch in Ostdeutschland – Versuch einer Rekonstruktion
In der untergehenden DDR entstand ab 1987 eine Antifa-Bewegung, die unter den Bedingungen des gesellschaftlichen Umbruchs 1989/90 und der nachfolgenden Welle neofaschistischer Gewalt ein eigenständiges Profil gewann.
Mit dem Buch „ 30 Jahre Antifa in Ostdeutschland - Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung“ stellen Herausgeberin Christin Jänicke & Autor Marek Winter 30 Jahre nach Gründung der ersten unabhängigen Antifa-Gruppen in der DDR unterschiedliche Perspektiven auf diese Bewegung vor. Sie geben Einblick in ihre Entstehung und Entwicklung.
Schwerpunkt dieser Veranstaltung soll die Auseinandersetzung mit den Generationenbrüchen und Konflikten sein, die mit der Verbreitung antideutscher Positionen in der ostdeutschen Linken verbunden waren. Ein Spezifikum ostdeutscher Antifa-Bewegung war (z.T. bis heute) die starke Prägung durch antideutsche Positionen. Diese etablierten sich in der Szene ab Mitte der 1990er Jahre. Dieser Prozess markierte den ersten großen Generationenkonflikt in der ostdeutschen Antifa.

 

Mittwoch, 18.10. 19:30 Marx-is-muss: Die Historische Mission der Arbeiterklasse – ein Fake !?

In allerlei linken politischen Zirkeln wird immer noch behauptet die sogenannte „historische Mission der Arbeiterklasse“ ( Sturz des Kapitalismus) , mit der Lenin und Generationen von folgenden Partei – und Staatsführern seit der Oktoberrevolution ihren Führungs- und Machtanspruch legitimierten, sei von Marx und Engels. Das Marx und Engels als konsequente Materialisten nie einen mystischen religiösen Begriff wie „Mission“in ihrem Werk verwenden würden wurde auch von Millionen treuen Parteisoldaten ignoriert, impliziert dieser doch auch auch Missionsverkünder mit höheren Weihen und Missionsempfänger die nach diesem Höheren zu streben haben. In der Konsequenz also die Legitimation der Parteidiktaturen durch Marx persönlich. Die Behauptung jeglicher revolutionäre Umbruchversuch führe letztlich in eine Diktatur ist Resultat dieses vulgärmarxistischen Denkens. Zum 100. Jahrestag der Oktoberevolution wollen wir rekapitulieren und die Stellung der „Arbeiterklasse“ bei der Überwindung des Kapitalismus diskutieren.

 

Donnerstag, 19.10. 20:00 What the Father Midnight?

Ein halbdomestizierter Rübezahl, der trunken zum nächsten Späti wankt. Langhaarig, bärtig und barfüßig, die Scham nur mit einer Art schönem Moos bedeckt. Zwei Linden knickend, lässt er sich zwischen Scherben und eingetütetem Hundekot nieder, um dem Schauspiel beizuwohnen. In einem dionysischen Ritual vollzieht sich die Beschwörung einer Art urbanem Naturgeist, dessen mitternächtliche Geburt von Neonlicht in Szene gesetzt wird - und wo tritt sogenannte Natur heller zutage als zumitten der Nacht?

Konzert (garage rock, Straßenset), Eintritt frei, Hut.

fb.com/fathermidnight oder fathermidnight.bandcamp.com

 

Samstag, 21.10. 20:00 Kneipenquiz: Straße der Besten

Straße der Besten ist eine Quizshow für Ratekollektive von 2-5 Leuten. Es gibt wie immer keine Teilnahmegebühr, dem zweiten und letzten Team winkt jeweils Perlwein, den Gewinnern dafür jede Menge Ruhm…

 

Dienstag 31.10. 19:00 Video: Abschiebung ist wie Sterben

Dauer: 22 min, Denise Garcia Bergt/International Women Space

Alleine wehrte sie sich gegen zwei Abschiebungen. Ein Gespräch zwischen Doris und Jennifer über die Erfahrung eine geflüchtete Frau zu sein, über den Widerstand gegen die Abschiebung und alttäglichen Rassismus.

An einem Tag im September, 2016, gegen 3 Uhr Morgens, wurde in einer Flüchtlingsunterkunft in Hennigsdorf Doris wieder aus ihrem Raum gezwungen, gewaltsam in ein Polizeiauto gestossen und zum Flughafen gebracht um dort wieder Zwangsabgeschoben zu werden. Die Abschiebung gelang nicht, weil sich der Pilot weigerte eine Frau in solch einem Zustand mitzunehmen. Wie sie mit ihren eigenen Worten sagte: the police pressed me all over my body. Three times they tried to put sleeping tablet in my mouth, but I spat it out and they they cover my mouth so I couldn't speak.

IWS ist eine feministische politische Gruppe in Berlin, die sich gegen die alltägliche patriarchale Gewalt, gegen Rassismus, gegen Sexismus und alle Formen der Diskriminierung zur Wehr setzt und diese dokumentiert.

 

BAIZ-Wort-Rätsel September 2017 zum Download
kwr1709lay.pdf
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Offene Mieterberatung von Rechtsanwalt Henrik Solf mit Unterstützunge der Bezirksgruppe Prenzlauer Berg der Berliner Mietergemeinschaft

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