Veranstaltungen im BAIZ

 

 

Samstag, 21.01. 20:00 Kabarett: Trio Lokale "Hackordnung"

Mit dem aktuellen Programm `Hackordnung` begibt sich Trio Lokale auf eine satirische Weltreise mit Abstechern nach Griechenland, Großbritannien, USA und ist natürlich auch in unserem feinen Ländle unterwegs. Man stelle sich eine Hühnerleiter der Nationen vor. Wer sitzt da wohl ganz oben und kackt dem Rest auf die Köpfe? Die Mitte bekommt was ab aber Tatsache ist, dass die ganz unten wohl den meisten Dreck ertragen müssen. Rückblicke und Aktuelles zur Lage der Nationen, vom internationalen Parkett bis hinein in die gute deutsche Stube. Vetternwirtschaft, Steuerhinterziehung und todgeweihte Sparmaßnamen. Alternativlos werden Länder der europäischen Union in Hunger und Armut getrieben. Whistle-Blower werden kaltgestellt, deutsche Soldaten schießen daneben und die deutsche Post ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Gut, dass wir unseren großen Bruder haben. Der zeigt uns immer mal was alles möglich ist. Denn Demokratie war gestern und selbst die griechischen Götter machen sich Sorgen. Genügend Stoff also für einen bunten Abend mit viel Humor und auch stillen Momenten des Innehaltens. 

Trio Lokale, das ist temporeiches szenisches Kabarett zu Themen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Das Hausensemble der Kultur-Kneipe DanTra`s besteht aus:

Darsteller: Lena Wilms, Christian Karbe, Jörg Greßmann und Maximillian Wilms

Dramaturgie und Regie: Petra Henning

 

Sonntag, 22.01. 20:00 Manfred-Krug-Retrospektive: Beschreibung eines Sommers

DDR 1962, 93/79 min., sw., R.: Ralf Kirsten, D.: Manfred Krug, Christel Bodenstein, Günter Grabbert, Johanna Clas, Marita Böhme;

Manfred Krug in der Rolle eines jungen Ingenieurs, der mit der schwierigen Planung einer Industrieanlage beauftragt wird. Fachlich unumstritten, nimmt es der lebenslustige Ingenieur mit den moralischen und politischen Prinzipien der Partei weniger genau. So auch, als er ein Liebesverhältnis mit einer verheirateten Kollegin beginnt.

Formal überzeugender und in seiner Entstehungszeit ungewöhnlich offener DEFA-Film. Die Sympathien gehören dem von Krug verkörperten Individualisten, der mit Kritik an ideologischen Phrasen nicht hinter dem Berg hält. Die Beschreibung dieses anarchischen Typen auf einer Großbaustelle geht als Fingerübung für "Spur der Steine" durch...

 

Dienstag, 24.01. 19:00 SCHAUNWAMA... wie der heutige Abend wird!
Unter diesem Motto veranstalten wir alle zwei Monate unsere eintrittsfreie Künstlerbühne.

Musiker, Singer-Songwriter, Schauspieler, Poetry Slamer und andere Kreativköpfe sorgen für einen gemeinsamen, abwechslungsreichen Abend. Unser Augenmerk liegt insbesondere auf die Aufhebung des Wettbewerbgedankens. Kunst ist nicht vergleich- und bewertbar, sondern – wie oft vergessen wird – zum Genießen, zum Reflektieren. Diesen Rahmen möchten wir gern geben! Künstler machen einfach, was sie am besten können: die Bühne okkupieren und Menschen verzaubern.

 Trotz freiem Eintritts freuen sich alle Mitwirkenden allerdings über Spenden des Publikums die wir zu 100% an die "Rahma humanitarian foundation" weiterleiten, eine syrische Hilfsorganisation, welche die Menschen im dortigen Kriegsgebiet mit dem Nötigsten versorgt.

Wer als Künstler mitwirken will, kann sich jederzeit bei uns melden:

mail.schaunwama@gmx.de oder Facebook: Schaunwama - die Künstlerbühne in der Baiz

 

Mittwoch, 25.01.19:00 A-Laden Experience (ALEx): Der rote Staatsstreich von 1917 in Russland

Im Jahr 1917 übernahmen die Leninist*inn*en den Russischen Staat – with a little help of their Prussian friends: der Deutsche Generalstab machte Lenin zur Geheimwaffe gegen das russische Militär, schleuste ihn zurück nach Russland und ließ sich das einiges kosten. Als Folge gelang es den Bolschewiki sich in den Besitz des russischen Staatsapparates zu setzen. Anarchist*inn*en und Libertäre kamen dabei schlecht weg: sie wurden ausgebootet und liquidiert. Ihnen folgte die ganze linke Opposition. Der Leninismus mit seiner selbstherrlichen Tscheka legte die Pulverlunte zum Stalinismus. Wie gelang den Bolschewiki dieser Staatsstreich gegen die Revolution? Warum waren die Räte in Petersburg leninfreundlicher als die in Moskau? Auf welche Weise wurden die Räte machiavellistisch neutralisiert? Wie kam es dazu, dass die in Moskau starken anarchistischen Kräfte zusammengeschossen werden konnten? Welche Stärken und Schwächen hatten die verschiedenen revolutionären Kräfte in den unterschiedlichen Landesteilen des riesigen Russischen Reiches? Und wieso haben, vor allem in der Ukraine, die Anarchist*inn*en Lenin & Co. wiederholt den Arsch gerettet? War der Verrat der Bolschewiki an der unkrainischen anarchistischen Machno-Armee voraussehbar? Ist der anarchistische „Plattformismus“, eine in der A‑Bewegung hoch umstittene Taktik, die richtige Antwort auf jede Sorte bolschewistischer Usurpatoren? Warum war mit KRONSTADT 1921 die Revolution gescheitert und am Ende?

 

Samstag, 28.01. 18:00 Dominoturnier nach kubanischer Art

Es gilt, die Titelverteidiger*innen zu schlagen und sich seinen Namen auf dem Baiz-Dominopokal zu erkämpfen. Gespielt wird im festen Zweierteam ab 19:00 im Hinterzimmer, wenn Ihr trotzdem ohne Spielpartner_in kommen wollt, kriegen wir Euch auch abends noch verkuppelt. "Zweck des Dominospiels ist es, der Unterhaltung und Zerstreuung zu dienen. Die Konversation soll im Plauderton um das Spiel kreisen, ohne wirklich bedeutsam zu werden. Man redet, sagt aber nicht viel. Man blufft, scherzt, spielt mit Worten. Das Gesagte darf aber nicht den Ton angeben und Geschehen beherrschen. ...“ aus Paco Ignacio Taibo II "Der Schatten des Schattens"

 

Sonntag, 29.01. 20:00 Manfred-Krug-Retrospektive: Auf der Sonnenseite

DDR 1961, 101 min., sw., R: Ralf Kirsten, B.: Heinz Kahlau, Gisela Steineckert, M.: André Asriel, D.: Manfred Krug, Marita Böhme, Heinz Schubert, Fred Mahr, Gert Andreae, Gerd E. Schäfer;

Manfred Krug spielt ein wenig sich selbst: Ein junger Schmelzer in einem Stahlwerk [im Stahlwerk Brandenburg holte sich Krug selbst die charakteristische Narbe auf der Stirn] ist zugleich ein begabter Jazz-Sänger und der Star der Laienspielgruppe in seinem Betrieb. Eines Tages wird er an eine Schauspielschule delegiert, von der er trotz seiner Begabung wegen disziplinarischer Schwierigkeiten verwiesen wird. Nach mancherlei Umwegen wird dem jungen Arbeiter aber doch noch sein Wunsch erfüllt, Schauspieler zu werden.

 

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Mittwoch, 01.02. 20:00 Kickerturnier
Teams werden wie immer gelost, Einzelspieler_innen sind also willkommen, Kosten gibt´s keine (außer bei den Sportgetränken), für die Anmeldung müsstet Ihr aber spätestens 19:45 da sein, sonst garantieren wir für nix. 
 
Donnerstag, 02.02. 20:00 Kulturbühne: Kopfstand 
Der Kopfstand ist eine musikalische Chaos-Kulturbühne aus Berlin und eine einzigartige Mischung aus Stammtisch, Lesung, Konzert, Soap und Infotainment. Seit Februar 2015 erscheint jeden ersten Donnerstag im Monat eine neue Ausgabe, die live in der Baiz gelesen, gespielt und anderweitig vorgetragen wird.
Die fest verankerten Hauptcharaktere Jürgen, Martina, Anja sowie die beiden Elche Tom und Shadia stolpern seitdem durch Berlin, Sachsen und Nordkorea. Musikalische Untermalung bieten unter anderem Geige, Waschbrett, Kontrabass, Gesang und Gangster-Rap. Der Kopfstand ist auf dem Mist von Geigerzähler, Der Papst, seine Frau und sein Porsche und Sahara b. gewachsen. Infos unter http://kopfstand.blogsport.de/
 
Sonntag, 05.02. 17-19:30 Soli-Nähservice und Messerschleifen
Wir reparieren eure kaputten Klamotten für Soli (Kein Leder!)! - Für kurze Klingen müsst Ihr einen, für lange zwei Euro berappen. Wellenschliff (wie z.B. beim Brotmesser) ist nicht möglich, Scheren nach Augenschein. Geschärft wird mit Schleifstein und Abziehleder.
 
Filmreihe: "Trumpels Amerika?"
Seit amerikanischer Wahlkampf und der trumpsche Wahlsieg auch verstärkt an unserem Tresen Thema sind, tauchen natürlich immer wieder etliche Fragen auf: Ist dieses Amerika eigentlich Stadt, Land oder Fluss und liegt es geographisch gesehen von hier aus vor China oder hinter Australien? 
Bevor das Gelächter zu laut wird: Bei einer der letzten "Straße der Besten" konnten diese Fragen zu den USA-Bundesstaaten tatsächlich von den Mitquizzer_innen auch nur unzureichend beantwortet werden. Deshalb schwimmen wir diesen Monat mal über den "Großen Teich" [Donald würde das schaffen..,] und bringen Euch das Land etwas näher, natürlich mit besonderem Augenmerk auf die sozialen Probleme des Landes, am 26ten übrigens in Form einer DVD-Premiere der dt. Fassung, die erst 2 Tage vorher in den Handel kommt - hierfür noch mal vielen Dank an den Tricorder Universe - Filmverleih aus der Linienstraße, die uns den Film "pressfrisch" zur Verfügung stellen. 
Aber ein wenig Spott muss natürlich sein: einige der schönsten Trump-Stilblüten finden sich als Zitate im Heft versteckt und ja: der ist wirklich US-Präsident geworden...  
 
Sonntag, 05.02. 20:00 Doku: Einst waren wir Krieger
CH/FRA 2008, R.: Fanny Bräuning;
South Dakota. Staubige Ödnis. Verbeulte Ami-Schlitten und auf einem Hügel ein Gebäude wie ein Fels in der Brandung. Hier am symbolträchtigen Ort Wounded Knee spielt das 1979 von Aktivisten gegründete "KILI Radio". Kein Hightech-Betrieb, die Station erinnert eher an die Zeiten des Dampfradios. Hier werden natürlich keine Rauchsignale mehr gesendet, dafür haben Leute, die sich dem Suff ergeben oder den Halt verloren hatten, einen neuen Lebensinhalt gefunden. Das eigene Radio hat dem Reservat der Lakota-Sioux wieder eine Stimme im unendlichen Kampf um indianische Rechte gegeben. 
Der Dokumentarfilm erzählt unter anderem die Geschichte von Leonard Peltier, einem Lakota-Indianer, der seit 1976 im Gefängnis sitzt und von seinem Anwalt, der weiterhin gegen das FBI und die Regierung kämpft. Und da ist ihr gemeinsamer Freund John Trudell, ehemals erfolgreicher Musiker in Hollywood, der im Widerstand seine Frau und seine Kinder verloren hat. Eine Mutter von acht Kindern will auf dem Land ihrer Ahnen ein neues Leben beginnen und ein 16-facher Großvater und Pferdeflüsterer löst mit seiner Businessidee einen neuen Kampf mit dem FBI aus. Der junge Moderator bei Kili-Radio versucht trotzdem, mit seiner abendlichen Hip-Hop-Show gute Laune zu verbreiten. [Schweizer Filmpreis 2009, Zürcher Filmpreis 2008, Basler Filmpreis 2008 jeweils als bester Dokumentarfilm, "Prix de Soleure" 2009, Prix du patrimoine culturel immateriel 2009] 
 
Dienstag, 07.02. 19:00 Lesung mit Henning Rabe
"Panzer am Zoo. Zur Berlinale 2016.“
Weltenbummler und Musiker Henning Rabe mit einer ungewohnten Thematik: Die Filmfestspiele in Berlin (2016). Der Autor zeigt sich hier als Filmkenner, der gleichzeitig weiß, wie merkwürdig Leute empfunden werden, die sich für achtstündige Autoren-Filme von den Philippinen begeistern. Spannung und mitunter Komik bezieht der Berlinale-Report indes vor allem aus dem starken Kontrast zwischen Filmkosmos und harschem Hauptstadt-Alltag.
Aus dem Inhalt: Die Säufer vom Ullrich sind wieder da. Am Yva-Bogen pinkeln gleich vier von ihnen an die Wand. Der Steak-Sandwich-Laden gegenüber hat es bestimmt schwer.
Zu „The Revolution won’t be televised“ von Rama Thiaw (Senegal) kommen dann auch wieder die anderen Delphi-Stammgäste. Die bestimmt über siebzigjährige Dame mit den weißen Haaren (Spitzname naheliegend „Oma“) besucht seit Jahr und Tag die ersten drei Berlinale-Vorstellungen im Delphi. Stark. „Stulle“ ist auch hier. 
 
Mittwoch, 08.02. 19:00 A-Laden Experience [Alex]: "EURE ARMUT KOTZT UNS AN !" - Fluxusmasse statt Luxusklasse.
Im Neoliberalen Germoney und nicht nur da, ist die berühmt berüchtigte Schere - nicht erst seit gestern - bis zum Anschlag aufgespreizt. In der regressiven Abstiegsgesellschaft steht die Soziale Frage erneut auf der Tagesordnung. Zumal die AfD, die Situation ausnutzt und aufgrund der darniederliegenden Restlinken, die Schuld nach bekanntem Muster rassistisch-darwinistisch auf Flüchtlinge projiziert. Das bringt ihr schauderhaft viele Stimmen von Unterprivilegierten ein, bzw. Leuten, die Angst haben, dass sie bald zu diesen gehören könnten. Das einzige Heilmittel wäre, die in der Gesellschaft existierenden Ohnmachtsgefühle konstruktiv aufzubrechen! Also beispielsweise ganze Stadtteile und Regionen gegen die Gentrifizierung zu mobilisieren, soziale Netzwerke zu etablieren wie Erwerbslosentreffs, Repair-Cafés und Anderes mehr. Solidarische Landwirtschaftsprojekte, eine Vernetzung von Stadt und Land, könnten und müssten dies ergänzen. Dies wäre zugleich eine richtige Antwort auf die rein profitorientierte industrielle Landwirtschaft, deren Massentierhaltung und Umweltferkeleien. Was wir brauchen, ist eine freiheitlich öko-soziale lokale und globale Vernetzung, die uns Schritt für Schritt auf den Pfaden der Utopie voranbringt. Von der Sozialen Frage so zur Sozialen Revolution!
 
Donnerstag, 09.02. 20:00 Dokumentation: Behauptung des Raums 
Film über die Geschichte der Leipziger Galerie EIGEN + ART, die in den 1980er Jahren in der DDR ein Refugium geistiger Autonomie schuf: Junge Kreative bekamen hier Raum für künstlerischen Austausch und konnten sich der staatlichen Kontrolle weitgehend entziehen. In historischen Super-8-Film-Ausschnitten, Fotos und Videos aus den 1980er Jahren sowie durch aktuelle Zeitzeugeninterviews porträtiert und dokumentiert der Film einen wichtigen Teil der unabhängigen Kunstszene in der späten DDR. 
 
Samstag, 11.02. 20:00 Kneipenquiz: Straße der Besten
Straße der Besten ist eine Quizshow für Ratekollektive von 2-5 Leuten. Es gibt wie immer keine Teilnahmegebühr, dem zweiten und letzten Team winkt jeweils Perlwein, den Gewinnern dafür jede Menge Ruhm…
 
Sonntag, 12.02. 20:00 Doku: Roger & Me
USA 1989, 91 min., R. & B.: Michael Moore, mit Michael Moore, Pat Boone, James Bond, James Blanchard, Ben Hamper, Diona Jackson, Dan Raser, Steve Wilson;
Mit seinem ersten Film hat Michael Moore bereits Filmgeschichte geschrieben. Selbst arbeitslos geworden, nimmt er darin den Chef von General Motors, Roger Smith, ins Visier, nachdem GM Ende der 80er Jahre ihre Werke in Moores Heimatstadt Flint trotz hoher Gewinne geschlossen und 30 000 Arbeitsplätze gestrichen hatte. Flint ist nicht irgendeine beliebige Produktionsstätte: Hier schlug 1908 die Geburtsstunde des Autokonzerns, und hier entstand auch die amerikanische Arbeiterbewegung. Moore begleitet das Sterben seiner Stadt mit der Kamera, nachdem die Produktion in das Billiglohnland Mexiko verlagert wurde. Die Möglichkeit billigeren Produzierens war und ist für Moore kein hinreichender Grund, die Existenz so vieler Familien aufs Spiel zu setzen, und so versucht er auf seine ihm eigene Weise, zum Präsidenten von GM vorzudringen und ihn mit den verheerenden Konsequenzen dieser Entscheidung zu konfrontieren.
'Roger and Me' ist bestimmt kein Film aus "neutralem" Blickwinkel und sicher auch ein wenig tendenziös, aber bei diesem Thema verbietet sich [vermutlich] ein anderer Ansatz. Mit einem Oscar ausgezeichnet, wurde die Doku eine der finanziell erfolgreichsten aller Zeiten. Mit den eingespielten Gewinnen gründete Michael Moore übrigens eine Stiftung, die unabhängige Filmemacher_innen unterstützt.
 
Mittwoch, 15.02. 19:00 Marx-is-muss? Die XII.: Marx, Manga & Cartoon
Im Februar wird Berlin mit Berlinale und allerhand Film- und Medienfestivals beglückt. Film steht im Mittelpunkt. Diesem Trend wollen wir uns auch nicht verweigern. Immerhin gibt es herausragende mediale Umsetzungen von Marx' Werken als Brücke zur direkten Beschäftigung mit den Originalen. Zum Beispiel die 2007 in Japan erschienen Mangaversion von „Das Kapital“ die zum Bestseller in Asien wurde oder die unzähligen Comicversionen aus den USA, die versuchen, auf „lustige“ Weise marxistische Gedanken zu verbreiten.  Wir wollen uns heute eine Auswahl dieser Filme anschauen und uns darüber amüsieren  - oder auch diskutieren.
 
Samstag, 18.02.17:00 Skatturnier 
Das Turnier findet im Rahmen der Winter-Skatturnier-Serie [u.a. mit K.v.U. & Supamolly] statt, wobei jedes Turnier auch einzeln spielbar ist. Es gibt 2 Spiele á 7 Runden. Die ersten 10 Spieler_innen bekommen Punkte für die Gesamtwertung. Für die Tagespreise wird gewichtelt [*Wichtel / Julklapp, Ihr bringt etwas mit, was Ihr entbehren könnt, aber für andere noch brauchbar ist, die Preisauswahl erfolgt dann nach Platzierung]. Für die Sachpreise der Gesamtwertung der kompletten Serie wird auch von allen Skatschwestern und Skatbrüdern [auch den Einzelturnierspieler_innen] eine Startgebühr von 2€ erhoben. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten! In diesem Sinne 18 - 20 - weg...
 
Sonntag, 19.02. 20:00 Doku: Die Königin von Versailles
USA 2012, 92min., Dokumentation von Lauren Greenfield;
David Siegel ist ein erfolgreicher Geschäftsmann. Seine Firma vermietet Ferienwohnrechte in entsprechenden Wohnanlagen, ein sogenanntes "Time-share"-Geschäft. David und Jackie Siegel haben keine Probleme, ihre Lust am Luxus zu demonstrieren, ihr Altersunterschied (30 Jahre) ist kein Tabu, Viagra auch nicht. Ihre Familie lebt ihren amerikanischen Traum in einer 8.000 Quadratmeter-Villa mit sieben Kindern (es gibt ja Nannies) und unzähligen anderen dienstbaren Geistern. 
Als die Villa zu klein wird das mit 27.500 Quadratmetern Amerikas größtes Einfamilienhaus der USA projektiert – eine Mischung aus Versailles und neueren Protzbauten. "Nein, das wird nicht mein Zimmer, das wird die Toilette", erklärt Jackie bei einer Rohbaubesichtigung ohne jeglichen Anflug von Koketterie. Dann bricht aber 2008 die Finanzkrise über die Familie herein. Die Immobilienblase platzt und dem Luftschloss droht die Zwangsversteigerung. David Siegel achtet nun darauf, dass das Licht ausgemacht wird, wo es nicht gebraucht wird...
Beschreibung des neuen amerikanischen Alptraums vom Milliardär zum Tellerwäscher und ein wenig „Die Geissens“ [musste ich auch googeln] für arte-Zuschauer - der etwas ungewöhnliche Blick auf Luxusprobleme verströmt die diskrete Widerwärtigkeit der Bourgeoisie...
 
Mittwoch, 22.02. 19:00 A-Laden Experience [Alex]: KEINE 100 Jahre - die anarchosyndikalistische Internationale IAA zerlegt sich
Anno 1922/23 wurde in Berlin  unter bewusster Namensnachfolge der Ersten Internationale die anarchosyndikalistische Internationale, die "Internationale Arbeiter Assoziation" IAA gegründet - unter starker Beteiligung der deutschen "Freien Arbeiter Union Deutschland" FAUD. Motto: "Die Befreiung der Arbeiter muss das Werk der Arbeiter selbst sein." (Karl Marx). Nach heroischen Kämpfen gegen den Faschismus in Europa, insbesondere 1936-39 in Spanien, sowie im WK II und nach einem vielversprechenden Revival in den 1970er Jahren sind nun die drei mitgliederstärksten Sektionen, die spanische "Confederación Nacional de Trabajo" CNT, die italienische "Unione Sindacale Italiana" USI und die deutschsprachige FAU von den kleinen Sektionen, die etwa 10% der Mitglieder repräsentieren, wegen Abspalterei aus der Internationalen Arbeiter*innen Assoziation auf dem Dezember-Kongress 2016 in Warschau ausgeschlossen worden - 5 Jahre vor dem 100jährigen Jubiläum der IAA. In den betroffenen Sektionen ist mensch sich zudem uneins. Nach langem internen Hader folgt nun anscheinend eine Groteske. Oder ist dieser Umbruch ein Aufbruch in einen Neuanfang, hin zu einer zeitgemässen globalen gewerkschaftlichen Basisbewegung nach den Grundsätzen des Anarchosyndikalismus? Wir wollen die Lage und die Perspektiven mit aktiven FAUistas diskutieren - und mit evtl. anwesenden Mitgliedern anderer Sektionen der IAA . Vielleicht kann Berlin erneut zu einer Initialzündung einer frischen Bewegung beitragen, bei deren Anblick den NeoLiberalen das schadenfrohe Grinsen vergeht.
 
Sonntag 26.02. 20:00 DVD-Premiere: Doku: Off the Grid 
NL 2016, R.: Alexander Oey, OmU;
Ist dieses Amerika Trumps Amerika? Oder nur ein anderes Amerika? In der texanischen Staatshauptstadt Austin befasst sich Alex Jones, ein beliebter US-amerikanischer Radio-DJ, Blogger (InfoWars), mit den Themen Wasser- und Energieversorgung. Doch Jones ist auch ein berüchtigter Verschwörungstheoretiker. In einer anderen Kleinstadt liegt der Fokus weniger auf dem klischeehaften amerikanischen Traum vom ständig steigenden Wohlstand, sondern auf Nachhaltigkeit. Die Einwohner entwickeln einen ortsgebundenen Entwicklungsplan, der bewusst alle Konzepte von außerhalb ablehnt. Eine Region führt ihre eigene Währung ein, um die lokale Wirtschaft zu stärken. In der Krise obdachlos gewordene Menschen schließen sich in Zeltstädten zusammen und organisieren sich.
“Der Film begibt sich an verschiedene Orte in den USA auf der Suche nach Formen der örtlichen Autonomie im Angesicht der ökonomischen Krise. Es wird deutlich, dass die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte die individuelle Eigenständigkeit in weiten Teilen einem, wie jetzt klar wird, krisenanfälligen Weltmarkt geopfert hat. Überall, so scheint es, wollen Menschen bescheidener, aber dafür selbstbestimmter leben. Die wirklichen Alternativen für die Umwelt- und Wirtschaftskrise liegen auf lokaler Ebene, dies zeigt Off the Grid auf spannende Weise„. --Goethe Institut
Der Film des niederländischen Regisseurs Alexander Oey (Ein deutscher Terrorist -Die Geschichte des Hans-Joachim Klein) feiert seine Weltpremiere beim International Documentary Film Festival Amsterdam. 

 

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