Und noch der EM-Spielplan...

 

EM-Viertelfinale:

Donnerstag, 30.6. - 21.00 Uhr: Sieger 37 - Sieger 39 (Marseille) Spiel 45
Freitag, 1.7. - 21.00 Uhr: Sieger 38 - Sieger 42 (Lille) Spiel 46
Samstag, 2.7. - 21.00 Uhr: Sieger 41 - Sieger 43 (Bordeaux) Spiel 47
Sonntag, 3.7. - 21.00 Uhr: Sieger 40 - Sieger 44 (Paris, Saint-Denis) Spiel 48

EM-Halbfinale:

Mittwoch, 6.7. - 21.00 Uhr: Sieger 45 - Sieger 46 (Lyon) Spiel 49
Donnerstag, 7.7. - 21.00 Uhr: Sieger 47 - Sieger 48 (Marseille) Spiel 50

EM-Finale:

Sonntag, 10.7. - 21.00 Uhr: Sieger 49 - Sieger 50 (Paris, Saint-Denis) Spiel 51

 

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Mittwoch, 13.07. 19:00 A-Laden Experience (ALEx): Ungarn 1956 Vom Aufstand zur Revolution

Im Februar 1956 hielt der Vorsitzende der KPdSU Chruschtschow eine mehrstündige Enthüllungsrede über den Stalinkult und Stalins Verbrechen. Trotz aller Abschottung gelangte diese „Geheimrede“ ins kapitalistische Ausland - und von dort retour in die Satellitenstaaten Osteuropas. Am 28. Juni 1956 streikten polnische Arbeiter*innen der Zispo-Lokomotivwerke in Posen. Auch in Ungarn gärte es. Schon im April 1956 gründeten die Jungen Kommunisten, von der Schriftstellergewerkschaft unterstützt, den Petöfi-Kreis, benannt nach dem Dichter und 1848er-Revolutionär. Zunächst ging es den Intellektuelen um literarische Lockerung, bis sich Stimmen erhoben, die offen politische Freiheit forderten. Im September / Oktober 1956 forderten auch die Arbeiter*innen die wirkliche Arbeiterselbstverwaltung ein. Für den 23. Oktober rief der Petöfi-Kreis aus Sympathie und Solidarität für die polnischen Brüder und Schwestern zu einer Massendemonstration auf.

Darauf erfolgte der erste Einmarsch der sowjetischen Roten Armee in Ungarn, doch die Arbeiter*innen und andere gingen zum bewaffneten Widerstand über. In den Betrieben bildeten sich Arbeiter-Räte. In Westeuropa liessen zwei prominente Linke aus Frankreich mit Sympathiebekundungen aufhorchen: Albert Camus und Jean-Paul Sartre. Zugleich kamen Texte von Hannah Arendt.

Bekanntlich wurde der Ungarnaufstand von den russischen Panzern zusammengeschossen und viele Protagonist*inn*en hingerichtet. Zigtausende flohen ins westliche Ausland. Aber lange wagte man in Ungarn nicht, die Arbeiter*innenselbstverwaltung der Räte völlig zurückzunehmen.

Ungarn machte 1989 als erstes Ostblock-Land die Grenzen auf. Die Revolution von 1956 ist in Vergessenheit geraten – dafür macht ein rechtspopulistisches Großmaul namens Orban seit Jahren von sich reden, dessen repressive Politik als „Orbanisierung“ Europas zum geflügelten Wort wurde. Neofaschistische Pfeilkreuzler morden und terrorisieren ungestraft Minderheiten, Linke und andere Demokraten. Wo ist Ungarns Freiheitsdrang geblieben?

 

Donnerstag 14.07. 20:00 Buchvorstellung: Kellers Gehirne, ein Telegrafenbergkrimi

Lesung mit Lorna Johannsen und Jobst Heitzig aus dem gerade erschienen ersten Band der Reihe.
Auf dem Gelände des Wissenschaftsparks „Albert Einstein“, Sitz des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), wird vor dem historischen Einsteinturm ein Hirn gefunden – nur ein böser Scherz?
Als wenig später in der Kantine ein weiterer ekelerregender Fund auftaucht, nimmt der Held wider Willen, Luzian Keller, die Spur auf. Als Mathematiker am PIK erforscht er das „Daisyworld“-Modell und trägt zuweilen gerne ein Twinset, um seiner Inspiration auf die Sprünge zu helfen. Das von ihm vor der Entsorgung gerettete Gehirn führt ihn zunächst ins Naturkundemuseum und schließlich zu der Vermutung, dass jemand die Menschheit mit ungewöhnlichen Mitteln warnen will, und ihr zeigen, welche Konsequenzen ihr Handeln für den Planeten haben wird.

 

 

Sonntag, 17.07. 20:00 Sommerkino: The Great Rock ’n’ Roll Swindle 

England 1979, 105 min., OF, R.: Julien Temple, M.: Sex Pistols, D.: Malcolm McLaren, Johnny Rotten, Sid Vicious, Steve Jones, Paul Cook, Liz Frazer, Julian Holloway;

Mischung aus Konzertmitschnitten, Interviews und einer gespielten, komisch überzogenen und teilweise fiktiven Erfolgsgeschichte der Punk-Gruppe "Sex Pistols", was zusammen eine Art Travestie auf das Show-Geschäft ergibt. "Die drastische parodistische Machart des Films birgt jedoch auch weitgehend die Gefahr der missverständlichen Auslegung als platte Verherrlichung der Punk- Bewegung und als Aufforderung zu Chaos und Gewalt." [Lexikon der katholischen Filmkritik] 

 

Sonntag, 24.07. 20:00 Sommerkino:The Filth And The Fury - A Sex Pistols Film

England 2000, 108 min., OF, R.: Julien Temple;

Mitte der 70er-Jahre herrscht in England sozialpolitisch ein raues Klima. Aus der aufkommenden Punk-Bewegung, die eine aggressive und provokative Anti-Haltung zelebriert, sticht schon bald die Band "The Sex Pistols" hervor. Ihre Songs wie ihr Verhalten in der Öffentlichkeit versetzen sie aus der einen Sicht in die Position von heldenhaften Revolutionären, aus der anderen in die von geächteten Primitivlingen. So kurz ihre Karriere auch währt, so immens bleibt doch ihr Einfluss auf die Popmusik.

Viele Konzertausschnitte, ein Interview mit Sid Vicious, ein Auftritt in einer biederen TV-Show, das Konzert in Dallas, bei welchem dieser gleich beim ersten Lied eine Bierflasche ins Gesicht bekommt und das restliche Konzert über seinen Bass voll blutet, seltene oder noch nie gesehene Aufnahmen... 

 

Mittwoch, 27.07. 19:00 A-Laden Experience (ALEx): Doped Existence – vom Drogen-getriebenen Leben

 Warum gibt es eigentlich nur im Leistungssport Dopingkontrollen (die allesamt fehlschlagen und nur die „illegalen“ Mittel betreffen)? Warum nicht in Politik, Wirtschaft, Polizei, Militär, Justiz und allen anderen wichtigen Bereichen? Denn Staaten dopen nachgewiesenermaßen systematisch und ihre Bürger*innen tun es notgedungen auch, um im Tempo der Ausbeutungs- und Anforderungsmaschinerie mithalten zu können. Rüstige, hochbetagte Super-Alpha-Greise und -Greisinnen werfen das politische und sonstige Geschäft wie nix, als gäbe es keine Altersgebrechen. Die abhängige Subjunkie-Drogenszene ist nur ein lästiger Randbereich. Statt dessen ist die Gesellschaft systematisch angefixt – selbst Schüler*innen im Grundschulalter werfen Leistungssteigerer ein oder werden wegen „Hyperaktivität“ unter Ritalin & Co. gesetzt. Psychopharmaka, an denen Konzerne fett und legal verdienen, sorgen für die Einhaltung medial vorgegebener Normen in Behavior & Sex. Letzterer wird mit männlichen und weiblichen Potenzdopern bis zum Verröcheln als Leistungsshow betrieben. Das alltägliche Leben ist weitgehend Drogen-getrieben und hat sich dadurch grundlegend verändert. „Leistungssteigernde Substanzen“ allenthalben. Nicht nur an der Börse verzocken Psychowracks unsere Existenzen. Die Vielzahl der Drogen ist nahezu unüberschaubar geworden und täglich werden neue hinzudesignt. Der nächste schon angelaufene Schritt sind Implantate. Eine Cyborg-Generation entsteht, von Genmanipulationen ganz zu schweigen. Welche Konsequenzen haben Doping, technisches Doping und Sucht für libertäre Politik und Gesellschaftssuche?

Der Publizist und Politikwissenschaftler R@lf G. Landmesser forscht mit Euch nach Antworten und Ansätzen.

 

Sonntag, 31.07. 20:00 Sommerkino: Rude Boy [mit the clash]

England 1980, 133 min., OF, R.: Jack Hazan, David Mingay, D.: Ray Gange, Joe Strummer, Mick Jones, Paul Simonon, Nicky Headon;

Ray ist arbeitslos und gelangweilt. Daher heuert er als Roadie bei der Tournee von The Clash an. Gleichzeitig erlebt er auch immer wieder Szenen aus dem sozialen und politischen Alltag der 80er in England, wie etwa Demonstrationen. Ray fühlt sich zwar von der Musik angezogen, kann das politische Engagement der Gruppe aber nicht teilen und ist auch den Ansprüchen seiner Wunschrolle als Roadie nicht gewachsen... 

Halbdokumentarischer und die gesellschaftlichen Umbrüche reflektierender Spielfilm über die Band "The Clash" mit  guten Konzertaufnahmen...

 

Sonntag, 07.08. 20:00 Sommerkino: Ostrock - Zwischen Liebe und Zorn

BRD 2014, 89 min., R. & B.: Lutz Pehnert, u.a. mit Jessica, Juckreiz, den Prinzen, Keimzeit, Engerling, Monokel, Stern Meißen", den Gitarreros und natürlich mit Puhdys & City;

Gehörte zum Ostrock auch ein bestimmtes Lebensgefühl? Und gibt es das noch immer? Braucht man dafür unbedingt einen grünen Parka und Jesuslatschen? Der Osten ist vorbei, was blieb vom Lebensgefühl übrig? Autor Lutz Pehnert gräbt sich durch bis zu den Anfängen, in den 1950er-Jahren. Ostrock hat seine Geburtswehen in den Wohnzimmern der damaligen Zeit. Anders-Sein-Wollen als die Eltern ist die Lunte und Elvis der Funke. Offiziell ist dieses "Yeah, Yeah, Yeah" verpönt. Hier kommen die Beatpioniere zu Wort: Achim Mentzel (damals mit dem "Diana-Show-Quartett") und Christiane Ufholz ("Butlers").  Genauso wird in den Erinnerungen der 1980er gekramt und hier findet nicht nur die [etwas verspätete] NDW, sondern auch der sich entwickelnde DDR-Punk Erwähnung. Und dann sind da ja auch die vielen ausgereisten Musiker, die in den Zurückgebliebenen ebenfalls einen Stachel hinterließen. Ob Renft oder Christiane Ufholz, Holger Biege oder Veronika Fischer. Es wurden reichlich Ausschnitte in den Archiven gefunden. In den vergangenen 25 Jahren sind viele davon nicht mehr zu sehen gewesen, manche Ausschnitte wurden noch nie gesendet. Ostrock, eine Spurensuche, was wird bleiben?

 

Sonntag, 14.08. 20:00 Sommerkino: B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979-1989

BRD 2015, 92 min., R.: Heiko Lange, Jörg A. Hoppe;

Essayfilm, der die Westberliner Avantgarde-Szene, die Hausbesetzerszene und noch die Anfänge der frühen Loveparade zu einer Handlungslinie um den Protagonisten Mark Reeder zusammenführt. Er besteht aus dokumentarischem Filmmaterial der 1980er Jahre und wird durch neu gedrehte Szenen in historischer Optik verbunden. David Bowie, Nick Cave, Westbam und Iggy Pop, Künstler und Kommunarden, Hippies, Ökos, Punks und feierwütige Exzentriker: West-Berlin hatte sie alle! Die eingemauerte Stadt war in den 1980er Jahren ein kreativer Schmelztiegel für Sub- und Popkultur. Unter anderem mit: Gudrun Gut, Annette Humpe, Ideal, Blixa Bargeld, Nick Cave, Die Tödliche Doris, Nena, Joy Division, New Order, Die Toten Hosen, Der wahre Heino, Einstürzende Neubauten, Die Ärzte, Jörg Buttgereit, WestBam, Christiane F., Keith Haring, Tilda Swinton, Jim Rakete, Eric Burdon, Ben Becker, David Hasselhoff, Ronald Reagan, Dr. Motte....

 

Sonntag, 21.08. 20:00 Sommerkino: Rammstein in Amerika

BRD 2014, 95 min., R.: Hannes Rossacher;

Lange galten sie hierzulande als kontrovers, mittlerweile covert Heino ihre Songs. In den USA landeten die Jungs von Rammstein wegen ihrer extrovertierten Bühnenshow im Knast. Die ehemaligen DDR-Punks provozieren seit den 90er-Jahren mit irrer Pyrotechnik und teutonischen Marschrhythmen, inbrünstig singen US-Fans die deutschen Texte mit. Rammstein eroberte den New Yorker Madison Square Garden, die 20.000 Plätze waren nach 20 Minuten ausverkauft. Beim Kratzen an Tabus ist Rammstein einige Male über das Ziel hinausgeschlittert – etwa, als sie für ihr Video zu „Stripped“ Ausschnitte aus Leni Riefenstahls Nazi-Propagandafilm „Olympia“ verwendete. Ein Fauxpas, gibt die Band heute zu. „Wir sind damals etwas ungestüm in verschiedene Fettnäpfchen getrampelt. Die sind in Deutschland aber auch leicht zu finden“, sagt Paul Landers. „Wir haben in vielen, vielen Interviews versucht zu erklären, wer wir sind, aber es wird immer einige geben, die uns falsch verstehen wollen“, sagt Kruspe.

Hannes Rossacher schweißte Archivmaterial und launige Interviews mit Kollegen wie Kiefer Sutherland, Chad Smith, Schlagzeuger der Red Hot Chili Peppers, Iggy Pop,  Steven Tyler, Marylin Manson und Scott Ian von der Metal-Band Anthrax. zu einer anekdotenreichen Collage zusammen.

 

Donnerstag 25.08. 20:00 Podiumsdiskussion: Über das rechte Spektrum Österreichs,

Gespräch und Diskussion über die FPÖ, die Identitären, und ihresgleichen

Die Vernetzung der europäischen Rechten schreitet munter voran, fast Hofburgbewohner Hofer küsst Marie le Pen die Hand und schreitet mit Frauke Petry lachend Seit' an Seit'.... Ralph Gabriel und Lorna Johannsen berichten über die Entwicklung der FPÖ zur rechtspopulistischen und rechtsradikalen Partei seit 1986.

Neue Rechtsextreme in Österreich am Beispiel der Identitären

Und Österreich in der Flüchtlingspolitik: Von der Willkommenskultur zum Ethnozentrismus

Norbert Hofer und die 50 %

Aktuelle Beobachtungen aus Österreichs Alltag (Vorortrecherche)

dazu ein kurzer Dokumentarfilm von Lorna Johannsen „Wien, Sommer 2016“ mit aktuellen Eindrücken über den Stand der Dinge.

 

Sonntag, 28.08. 20:00 Deutsche Pop-Zustände - Eine Geschichte rechter Musik

BRD 2015, 80min., R.: Lucia Palacios und Dietmar Post;
Im ersten Bekennervideo des NSU werden 2 Songs der populären Rechtsrock-Band "Noie Werte" zur musikalischen Untermalung des Gezeigten verwendet. Musik spielte im NSU um Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe eine zentrale Rolle. Von ihnen ist bekannt, dass sie in der subkulturell geprägten neonazistischen Szene politisiert wurden und häufig auf Konzerte gingen

Die rechtsextreme Musikszene, speziell das Netzwerk um "Blood & Honour", hat später die untergetauchten mutmaßlichen NSU-Terroristen unterstützt. Die Szene baut zunehmend auf die mobilisierende Wirkung der Musik. Eine Idee, die sich auch die NPD zu eigen machte: Seit 2004 sucht sie "die Herzen von Jugendlichen durch Musik zu erobern", indem sogenannte Schulhof-CDs an deutschen Schulen verteilt werden. Bis heute beschreiben diese CDs sehr genau den ideologischen Ist-Zustand rechter Musik.

Der Dokumentarfilm "Deutsche Pop-Zustände" lässt Poptheoretiker und Soziologen, Musiker, Label-Vertreter, einen Aussteiger aus der rechten Szene und einen Ausstiegsberater zu Wort kommen, analysiert und beschreibt die Entwicklung nationalistischer Musik seit den späten 1970er Jahren...

 

+ + + immer montags von 18:30-19:30 Uhr + + + 

Offene Mieterberatung von Rechtsanwalt Henrik Solf mit Unterstützunge der Bezirksgruppe Prenzlauer Berg der Berliner Mietergemeinschaft

BAIZ

Kultur- und Schankwirtschaft

Schönhauser Allee 26A

10435 Berlin

 

Physisch:

täglich ab 16:00 bis

Barmensch am Ende

 

Virtuell:

allgemein/administrativ:

mts[ät]baiz.info

Kulturbühne:

baizberlin[ät]googlemail.com

BAIZ bei facebook

www.facebook.com/Baiz.Berlin/

Infos zum BAIZ-Film unter

http://film.baiz.info/