Mi. 01.02. 19:00 Infoveranstaltung: Zur Kritik des Feindstrafrechts
Der Kampf gegen den herbeihalluzinierten System- und Staatsfeind, erlebte nach den Anschlägen vom 11.September 2001, sein fulminantes politisches Comeback. Mit neuen sozialen Kontrolltechniken wurden in fast allen westlichen Staaten, die Bürgerrechte beschnitten. Ein strafrechtliches Mittel dieser sozialen Kontrolltechniken stellt das sogenannte Feindstrafrecht dar, welches von dem Rechtswissenschaftler Günther Jakobs entwickelt wurde. Ideologisch lehnt sich das Feindstrafrecht an die von Carl Joachim Friedrich und Zbigniew Brzezinski entwickelte Totalitarismus-Theorie aus der Phase des kalten Krieges an. Diese wird durch das zeitgemäße Elaborat der kruden Extremismus-Theorie in diesem Rahmen ausgebaut. Allerdings hat das Feindstrafrecht einige ideengeschichtliche Vorläufer, wie z.B. das römische Iustitium (den Belagerungs- bzw. den Ausnahmezustand), die innerhalb eines geltenden Rechtssystems bestimmte Teile dieses System suspendierten. Der von Jakobs geprägte Begriff des Feindstrafrechtes, bezeichnet ein Strafrecht, das bestimmten Gruppen von Menschen die Bürgerrechte abspricht, da sie Feinde der Gesellschaft oder des Staates sind und deshalb außerhalb des für die Gesellschaft geltenden Rechts stehen. Wir wollen im Rahmen der Veranstaltung versuchen, die verschiedenen Facetten und partiellen Umsetzung des Feindstrafrechtes zu beleuchten.

Referent_innen: LAG-Antifa, North-East Antifascists
Organisator_innen: LAG-Antifa, GBM, North-East Antifascists (NEA)
Eine Veranstaltung im Rahmen des Berliner Koordinationskreises „Dresden nazifrei“


Sonntag 05.02. 16:00 Erstes Vorbereitungstreffen für die diesjährige 2.Mai-Demo
“Mein Freund ist Roboter“ - aber leider immer noch im Urlaub: Deshalb müssen wir die Demo wieder analog und höchstpersönlich vorbereiten - also zwar „Kein Schweiß für Geld“ dafür aber die erste Demo-Vorbereitungsrunde mit Kaffee und Kuchen: Wer möchte sich womit an der Vorbereitung beteiligen?
Heraus zum 2.Mai - Dem Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen!

Sonntag 05.02. 20:00 Der kalte Sommer des Jahres ´53
UdSSR 1988, 100 min., R.: A. Proschkin, D.: Waleri Prijomychow, Anatoli Papanow, Viktor Stepanow, Sonja Burjek, Juri Kusnezow;
Eine nach Stalins Tod erlassene Generalamnestie (außer für politische Gefangene) ermöglicht es einer Bande, ein abgelegenes sibirisches Fischerdorf zu überfallen und die Bewohner zu tyrannisieren. Nur zwei in diese Einöde verbannte politische Gefangene widersetzen sich den Banditen und verschenken so ihre Chance zur Flucht. Das beeindruckende Kammerspiel kritisiert die Gesellschaft als handlungsunfähig und von Duckmäusertum und Machtmissbrauch bestimmt, während sich die vorher verachteten Außenseiter als Retter der Dorfgemeinschaft erweisen können – zumindest in der DDR vor ´89 eine „zu früh aufgestandene Wahrheit“ – das Verbot zusammen mit den Filmen der letzten beiden Wochen war die Folge .

Mi. 08.02. 19:00 A-Laden Experience (ALEx)
Alternative Anarchismus alltagstauglich?
Haben Anarchist_inn_en Angst vor der eigenen Courage? Oder warum gibt es so wenig sich explizit anarchistisch nennende Projekte, die die einzig erstrebenswerte alternative Lebensform der Zukunft propagieren und leben? Braucht der Anarchismus etwa auch mal einen "Stresstest"? In der Politszene ist nun viel von herrschaftsfreiem Leben die Rede, so viel, dass mensch meinen könnte, die Anarchie sei schon an allen Ecken und Enden ausgebrochen. Aber warum hocken wir dann immer noch in unseren Mietwohnungen und machen Immobilienhaie fett? Warum haben wir nicht längst eigene, genossenschaftlich organisierte Häuser und Siedlungen, wo wir unsere Bedürfnisse besser oder überhaupt endlich leben können - mit Einschränkungen auch innerhalb der bestehenden kapitalen Misere? Warum fällt es uns so verdammt schwer, uns wirklich herrschaftsfrei und strukturell gewaltlos zu koordinieren und gemeinsam zielgerichtet zu unser aller GLÜCK zu handeln? Wo finden wir die FREIHEIT, die wir meinen und wie können wir sie leben und neue freie Räume schaffen und erweitern? Ansprüche und Theorie lähmen uns, da wo wir doch einfach und schlicht erste wichtige Schritte tun könnten, statt unsere wohlstandsgesellschaftlichen Luxusprobleme zu pflegen. Vielleicht müssen wir auch ein paar Zielvorgaben etwas niedriger hängen, damit wir uns selbst und Andere damit nicht überfordern. Fordern alleine reicht nicht. "Wirklichkeit kommt von Verwirklichung." Gustav Landauer
R@lf G. Landmesser, libertärer Publizist und Politikwissenschaftler lädt Euch ein, nach einem Impulsreferat mit ihm zu diskutieren, wie wir individuell kollektiver werden können und vom Schaumschlagen zum TRaumschaffen kommen.

Mi. 08.02. 21:00 Kickerturnier
Teams werden wie immer gelost, Einzelspieler_innen sind also willkommen, Kosten gibt´s keine (außer bei den Sportgetränken), für die Anmeldung müsstet Ihr aber spätestens 20:45 da sein,
sonst garantieren wir für nix.

10.02.2012 – 18:30 „Roter Freitag“
Agitation von Oben in Krisenzeiten
Da bekommt man zu hören:
- Die Maßnahmen der Regierung sind alternativlos!
- Der Euro muss unbedingt gerettet werden!
- Die Krise hat viele Schuldige: finanzkapitalistische Zocker, unverantwortliche Staatshaushälter und letztlich unser aller Anspruchsdenken!
- Die Hauptschuld an der Euro-Krise tragen die anderen: faule Völker bringen die fleißigen in Gefahr!
- Helfen müssen wir ihnen, aus Eigeninteresse!
- Aber zu bestellen haben die Griechen dabei nichts. Eine Volksabstimmung das wäre eine Katastrophe!
- Ohne Europa gibt es keinen Frieden!
Diese Ansagen wollen wir uns mal näher ansehen!

Sonntag 12.02. 20:00 Die Vogelscheuche
UdSSR 1983, 127 min., R.: R. Bykow, M.: Sofia Gubaidulina, D.: Kristina Orbakaite;
Auf vielfachen Wunsch mal wieder bei uns: Eigentlich als Kinderfilm konzipiert, wird hier auch den Erwachsenen der Spiegel vorgehalten. Wegen ihres kauzigen Großvaters und ihrer etwas altmodischen Kleidung wird eine 13jährige Schülerin in einer russischen Kleinstadt von ihren Mitschülern als «Vogelscheuche» gehänselt. Der Konflikt gipfelt in z.T. pogromartigem Terror der MitschülerInnen. Der beeindruckende Film wurde nach seiner Fertigstellung zunächst verboten, dann unter Gorbatschow als einer der ersten Glasnost-Filme freigegeben und hatte über 54 Millionen Zuschauer.

Sonntag 19.02. 20:00 Die Garage
UdSSR 1980, 99 min., R.: Eldar Rjasanow, D.: Lija Achedshakowa, Ija Sawwina, Swetlana Nemoljajewa, Valentin Gaft, Georgi Burkow;
Auf einer Mitgliederversammlung einer Garagenbaugenossenschaft kommt es zu einem handfesten Krach, als eigenmächtige, ungerechte und selbstherrliche Entscheidungen des Vorstandes bekannt werden. Die gewöhnliche Versammlung nimmt plötzlich einen ungewöhnlichen Verlauf. Die turbulente, thematisch brisante Komödie mit satirischen Zuspitzungen war über mehrere Jahre von den sowjetischen Behörden mit einem Exportverbot belegt.

Mi. 22.02. 19:00 A-Laden Experience (ALEx)
Anarchismus global - ganz vital.
Wir wollen den Blick einmal über den eurozentristischen Standpunkt hinaus lenken. In Zeiten des Internet stehen Anarchist_inn_en mit anderen auf der ganzen Erdkugel in Verbindung. Und siehe: die Erde ist eine "Festplatten-Scheibe". Und so sollen scheibchenweise hinterm Horizont die zwei Erdteile Asien /Ozeanien und Lateinamerika beleuchtet werden, war doch selbst Mao seinerzeit (1920er Jahre) der Anarchismus nicht fremd und Kropotkin in jener Zeit in der Linken Chinas kein Unbekannter. Auch in Lateinamerika, von Mexiko bis Feuerland, ist die Anarchismus, mal mehr - mal weniger, bekannt. In den politischen, sozialen, ökologischen und indigenen Bewegungen ist die libertäre Bewegung präsent, ob bei Landbesetzungen oder bei Warnungen von Anarchist_innen vor einem "Staatssozialismus a la Chavez". Es sind jene Stimmen, die dem Sozialismus erneut einen libertären Esprit einhauchen, nachdem Stalinismus und RealSoz nur Trümmer der Apathie innerhalb der Linken hinterliessen. Diese Aktivitäten, die Netzwerke, die Vielfalt, die libertären Ideen und Hoffnungen sollen dargestellt werden.

Samstag, 25. Februar, ab 20:00 Uhr
"TeBe-Soli-Bingo"
Trinken, Spielen und Gewinnen und dabei für "We save TeBe" spenden.
Das große TeBe-Soli-Bingo in der BAIZ